Apokalypse der Herzöge von Savoyen

ms. Vit. I - Real Biblioteca del Monasterio (San Lorenzo de El Escorial, Spanien)

Alternativ-Titel:

Apocalypse of the Dukes of Savoy, Figurated Apocalypse of the Dukes of Savoy, Apocalipsis figurado de los Duques de Saboya

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Apocalypse of the Dukes of Savoy
Figurated Apocalypse of the Dukes of Savoy
Apocalipsis figurado de los Duques de Saboya

Art
Umfang / Format

104 Seiten / 41.5 x 26.5 cm

Herkunft
Datum
Zwischen 1428 und 1490
Stil
Genre
Sprache
Auftraggeber

Graf Amadeus VII. von Savoyenen

Künstler / Schule

Jean Bapteur
Péronet Lamy
Jean Colombe

Buchschmuck

97 Miniaturen (französische Gotik)

Kurzbeschreibung

Die Apokalypse der Herzöge von Savoyen kann gefahrlos als eines der schönsten handschriftlich geschriebenen und illuminierten Bücher des Mittelalters bezeichnet werden. Das kostbare Meisterwerk wurde zwischen 1428 und 1468 immer wieder bearbeitet und erweitert, die größten Buchkünstler Frankreichs waren an seiner Herstellung beteiligt. Ein ausgeklügeltes Illustrationssystem macht den besonderen Reiz des fantastischen Bilderbuches aus.

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Die Apokalypse der Herzöge von Savoyen

Die Apokalypse der Herzöge von Savoyen ist ein kostbares Manuskript, das vom berühmten französischen Buchmeister Jean Bapteur geschrieben und illuminiert wurde. Der hochwertige, wunderschön gestaltete Codex enthält insgesamt 97 Miniaturen, die in einem wohl durchdachten System angeordnet sind. So gut wie jede Seite der Schrift ist prachtvoll illuminiert. Der Codex entstand im Auftrag der Herzöge von Savoyen, im Besonderen wird Herzog Amadeus VIII. mit der wertvollen Apokalypse in Verbindung gebracht.

Eine wechselvolle Geschichte

Amadeus VIII., erster Herzog von Savoyen, gab die Apokalypse im Jahre 1428 in Auftrag. Er betraute seinen Hofmaler Jean Bapteur mit der Gestaltung. Ab 1433 wurde Bapteur vom nicht minder begabten Buchkünstler Peronet Lamy unterstützt. Anhand dieses langen Gestaltungszeitraumes wird deutlich, welch herausragende Qualität das wertvolle Kunstbuch besitzt. Es gilt als belegt, dass Bapteur 47 Seiten der Schrift illustrierte. Die übrigen Bilder gestaltete er in Zusammenarbeit mit Peronet Lamy, einige davon stammen vollständig aus der Feder Lamy´s. Im Jahr 1434 zog sich Herzog Amadeus in sein Schloss im Ort Ripailla in der Nähe von Thonon-les-Bains zurück. Die noch unvollendete Apokalypse nahm er mit sich, um sich aus ihr vorlesen zu lassen. 1468 ließ sein Urenkel Karl I. das Werk von seinem Hofmaler Jean Colombe fertigstellen. Ebendieser war zu jener Zeit gerade mit der Arbeit an einem sagenumwobenen und weltberühmten Buchschatz beschäftigt, nämlich den „Très Riches Heures du duc de Berry“. Colombe fügte der Apokalypse von Savoyen 23 fehlende Bilder hinzu und achtete dabei auf das Gestaltungssystem des Urhebers Bapteur.

Traditionsgemäße Arbeit

Das Werk ist eine abgekürzte Version der Johannesapokalypse, geschrieben in schwarzer Tinte und begleitet von einem traditionsgemäßen Kommentar des Mönches Berengaudus. Rote Schriftzeichen heben wichtige Elemente des Textes hervor. Die besondere Herangehensweise an den biblischen Text mit einem erklärenden Kommentar war in der geistlichen Literatur des mittelalterlichen Frankreich weit verbreitet. Der Text und auch die Illustration des Meisterwerkes orientieren sich stark an vergleichbaren Werken aus England. Hauptinspirationsquelle war wohl die Apokalypse von Lambeth.

Ein Höhepunkt der mittelalterlichen Buchkunst

Das Manuskript enthält insgesamt 104 Seiten. Die Seiten sind alle nach einem ausgeklügelten System gestaltet. Der obere Teil einer Seite enthält stets eine Miniatur, die einen Text unterhalb des Bildes illustriert. Es sind 97 Miniaturen enthalten, lediglich die letzte Seite des Werkes wurde nicht illustriert. Die Randverzierungen der Miniaturen weisen häufig eine Darstellung des Evangelisten Johannes auf. Diese Darstellung korrespondiert in der Regel mit der Hauptszene der jeweiligen Illustration. Zauberhafte und abwechslungsreiche Motive zieren die Ränder der Seiten, man sieht Tiermuster, Pflanzenranken und andere verspielte Musterungen.

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