Apokalypse von Valenciennes

ms. 0099 - Valenciennes Bibliothèque municipale (Valenciennes, Frankreich)

Alternativ-Titel:

Apocalipsis of Valenciennes, Apocalipsis de Valenciennes

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Apocalipsis of Valenciennes
Apocalipsis de Valenciennes

Art
Umfang / Format

80 Seiten / 27.2 x 20.1 cm

Herkunft
Datum
Erstes Viertel des 9. Jahrhunderts
Stil
Genre
Sprache
Künstler / Schule

Schreiber: Otoltus

Buchschmuck

39 farbige Miniaturen

Vorbesitzer

Kloster von St. Amand (Saint-Amand-les-Eaux)

Kurzbeschreibung

Die Apokalypse von Valenciennes ist eine illuminierte Handschrift, die im ersten Viertel des neunten Jahrhunderts entstand. Ihr genauer Herkunftsort ist nicht bekannt, allerdings zeigt das Werk starke Einflüsse der mittelalterlichen Buchkunst aus Flandern und dem Rheinland. Die Miniaturen des Manuskripts bilden den ersten vollständigen biblischen Illustrationszyklus. Seine Bilder waren die Grundlage für die Illustrationen der berühmten spanischen Beatus-Apokalypsen.

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Die Apokalypse von Valenciennes

Seit Beginn des Mittelalters wurde das letzte Buch der Bibel, die sogenannte Apokalypse, von christlichen Schreibern und Buchkünstlern unzählige Male adaptiert und neu bearbeitet. Die Erzählung von der Vision des Johannes, in der ihm das Ende der Welt und der Tag des Jüngsten Gerichts offenbart wird, ist die wohl am häufigsten rezipierte Bibelgeschichte. Außerdem ist es auch die Geschichte, die mittelalterliche Miniatoren zu den aufregendsten und fantastischsten Illustrationen anregte. Die Apokalypse von Valenciennes ist eine der frühesten Ausgaben der Apokalypsenhandschriften und beeindruckt mit 39 farbigen Miniaturen im karolingischen Stil.

Europäische Buchkunst

Vom Schreiber der Apokalypse ist lediglich der Vorname „Otoltus“ bekannt. Die Miniaturen des Werkes zeigen stilistische Einflüsse der Buchmalerei des Rheinlandes, sind aber auch deutlich von der mittelalterlichen Kunst aus Flandern geprägt. Eine genaue Herkunft des Codex lässt sich nicht bestimmen. Besondere Bedeutung wird der Handschrift in Spanien beigemessen, da man davon ausgehen kann, dass diese Apokalypse mit ihren Illustrationen als Vorbild für die berühmten Apokalypsen des Beatus von Liébana diente. Es steht fest, dass es sich bei den vorzüglichen Darstellungen von Valenciennes um außerordentlich hochwertige Miniaturen der frühen mittelalterlichen Buchkunst Europas handelt.

Historische Malerei

Die kraftvollen und symbolreichen Bilder der Apokalypse von Valenciennes bilden einen der ersten vollständigen biblischen Illustrationszyklen. Jede der 39 Miniaturen füllt eine halbe Buchseite und beinhaltet einen biblischen Textausschnitt, der den Betrachter an der dargestellten Szene teilhaben lässt. Das Manuskript eröffnet mit einer Darstellung des heiligen Johannes, der mit seiner rechten Hand über dem Herzen die Aufmerksamkeit des Lesers in seinen Bann zieht. Die folgenden Bilder zeigen in naivem Charme die weiteren Ereignisse der Bibelgeschichte, in welcher der Untergang der Menschheit und die Höllenqualen der Sünder beschrieben werden. Kaum ein anderer Text aus der Bibel faszinierte Leser sämtlicher Epochen so sehr wie die Offenbarung des Johannes. Die kostbare Handschrift, welche sich schon im Besitz des französischen Klosters von Saint-Amand-les-Eaux befand, wird heute im städtischen Museum von Valenciennes in Frankreich aufbewahrt.

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