Atlas von Karl V. - Seekarte des Mecia de Viladestes

Rés. GeAA 566 - Bibliothèque nationale de France (Paris, Frankreich)

Alternativ-Titel:

Atlas of Charles V - Map of Mecia De Viladestes, Carta Naútica de Mecia de Viladestes, Portulan de Mecia de Viladestes, Seekarte des Mecia de Viladestes

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Atlas of Charles V - Map of Mecia De Viladestes
Carta Naútica de Mecia de Viladestes
Portulan de Mecia de Viladestes
Seekarte des Mecia de Viladestes

Art
Umfang / Format

1 Karte / 115.0 x 85.0 cm

Herkunft
Datum
1413
Genre
Sprache
Katalanisch
Auftraggeber

Karl V., Römischer Kaiser und König von Spanien (1500-1558)

Künstler / Schule

Mecia (Matthew) de Viladestes

Vorbesitzer

Frauenkloster Val de Cristo

Kurzbeschreibung

Diese außergewöhnlich detaillierten Informationen zum Afrikanischen Kontinent werden ergänzt durch weitere Besonderheiten der Seekarte des Viladestes. Der Mallorquinische Kartograph hat auch die nördlichen Gebiete des Atlantiks dargestellt, von wo trotz der Hanse zu der Zeit keine Karten bekannt waren. Dort hat Viladestes eine wunderbare figürliche Szene integriert. Vor Island nähert sich ein kleines Boot, abgelassen von einem großen Schiff, einem imposanten Wal, um ihn mit einer Harpune zu erlegen. Bei genauerem Hinsehen ist an Bord des Schiffes ein Bischof zu erkennen. Diese Darstellung könnte auf die Legende des Hl. Brendan verweisen und so religiös-legendäre Geschichte mit der Realität des Walfangs verknüpfen.

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Beschreibung

Atlas von Karl V., Seekarte des Mecia de Viladestes

Die Mallorquinische Schule von Kartographen hat einige der bedeutendsten Vertreter ihres Faches im Spätmittelalter hervorgebracht. Einer der berühmtesten, Mecia de Viladestes, fertigte im Jahr 1413 eine Seekarte, die neue Maßstäbe in der Kartographie setzte. Besondere Bedeutung kommt der berühmten Seekarte des Mecia de Viladestes in Bezug auf die Darstellung der Sahara zu. Der spanische Kartograph war einer der wenigen Eingeweihten, die die geheimen Routen der Goldhändler durch die gefährliche Wüste Afrikas kannten. Darüber hinaus stellte Mecia de Viladestes auf seiner wegweisenden Karte mehrere unbekannte Inseln und außergewöhnliche Szenen dar. Für die Geschichte der Kartographie ist die Seekarte des Mecia de Viladestes von herausragender Bedeutung!

Ein bedeutender Kartograph

Mecia de Viladeste war ein jüdischer Kartograph aus Spanien, der wie viele andere zum Christentum konvertierte und im Auftrag des Königs von Aragon zahlreiche Forschungsreisen unternahm. Er wird der sogenannten Mallorquinischen Kartographen-Schule zugerechnet, die vom 13. bis zum 15. Jahrhundert vorherrschend war und mit dem berühmten Katalanischen Weltatlas des Cresques Abraham von 1375 ein Meisterwerk der europäischen mittelalterlichen Kartographie hervorgebracht hat. Dieser Katalanische Weltatlas für König Peter IV. von Aragon wurde 1380 an den französischen König Karl V. geschenkt, weshalb er heute in der französischen Nationalbibliothek aufbewahrt wird. Die Seekarte des Mecia de Viladestes ist als wegweisendes kartographisches Dokument nicht weniger bedeutend.

Auch künstlerisch ein Highlight!

Die Karte auf Pergament hat die Maße von 115 x 85 cm und ist auf das Jahr 1413 datiert. Sie zeigt ein Gebiet, das den nordöstlichen Atlantik, das Mittelmeer, Schwarzes und Rotes Meer und einen Teil des Kaspischen Meeres, des Persischen Golfs und des Baltischen Meeres umfasst. Wunderbare Illustrationen ergänzen die zahlreichen katalanischen Beschreibungen, die die Portulankarte überziehen. Neben Städten und Oasen, Wasserstellen und Bergen wird besonders Afrika geschmückt mit Darstellungen von Kamelen, dunkelhäutigen Menschen und vier prächtig gekleideten afrikanischen Königen. Im Nildelta kniet schließlich die Figur Johannes des Täufers.

Der Goldfluss durch Afrika

Die Faszination Afrikas schon und besonders im zu Beginn des 15. Jahrhunderts wird durch die Karte des Mecia de Viladestes wunderbar vor Augen geführt. Afrika erstreckt sich auf Viladestes Karte entlang des großen Flusses, der Senegal, Niger und Nil zusammenfasst, von Westen nach Osten. Karawanen zogen durch die Wüste, um bei den Wüstenvölkern Salz gegen Gold zu tauschen. Dieses einträgliche Geschäft wurde auf streng geheimen Routen quer durch die Wüste getätigt, die nur wenigen Eingeweihten bekannt waren. Viladestes kannte diese streng geheim gehaltenen Orte in der Wüste, an denen die Karawanen Gold gegen Salz tauschten. Am unteren Rand seiner Karte brachte Viladestes Erklärungen zu den Etappen des Weges durch die Sahara an.

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