Barberini-Stundenbuch für Rouen

Barb. lat. 487 - Biblioteca Apostolica Vaticana (Vaticanstadt, Vaticanstadt)

Alternativ-Titel:

Barberini Book of Hours for the Use of Rouen

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Barberini Book of Hours for the Use of Rouen

Art
Umfang / Format

218 Seiten / 24.4 x 14.3 cm

Herkunft
Datum
Um 1510
Stil
Genre
Sprache
Buchschmuck

17 ganzseitige und 44 kleinere Miniaturen

Kurzbeschreibung

Das Barberini-Stundenbuch für Rouen wurde um 1510 verfasst, wahrscheinlich vom populären Pariser Meister Jean Pichore. Das Werk wurde von der Familie Barberini in Auftrag gegeben, einer mächtigen Adelsfamilie der italienischen Renaissance. Es enthält zahlreiche aufwendig gestaltete Miniaturen, die sich über ganze Seiten erstrecken. Besonders beeindruckend sind die farbigen und unterschiedlich gemusterten Bordüren, die die Buchseiten kunstvoll einrahmen.

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Das Barberini-Stundenbuch für Rouen

Die italienische Adelsfamilie Barberini war ein äußerst einflussreiches Herrschergeschlecht der Renaissance. Die Familie ist berüchtigt für ihren Hang zu Korruption und Vetternwirtschaft, sowie für ihre kolossalen Bauprojekte. Allerdings waren die Mitglieder der Familie Barberini auch gebildete Buchliebhaber. Zahlreiche illustrierte Handschriften wurden in ihrem Namen in Auftrag gegeben, von welchen einige Exemplare noch heute existieren. Unter diesen kostbaren Handschriften ist auch das Stundenbuch für den Gebrauch in Rouen. Das Werk enthält 17 ganzseitige Miniaturen und 44 kleinere Bilder. Der Text ist geschmückt durch zahlreiche dekorative Initialen und insgesamt 193 wundervolle Bordüren.

Einflussreiche Auftraggeber

Verantwortlich für die Gestaltung des Prachtcodex sind möglicherweise der bekannte Meister Jean Pichore und seine Mitarbeiter. Pichore war einer der bedeutendsten französischen Buchmaler des ausgehenden Mittelalters. Er illustrierte unter anderem Handschriften für den Kardinal Georges d´Amboise. Den Auftrag zum Stundebuch für Rouen erhielt er von der Familie Barberini. Im 17. Jahrhundert wurde Maffeo Barberini zum Papst Urban VIII. gekürt, somit hatte er die damals höchste religiöse und auch politische Machtposition inne. Um seiner Position Bedeutung zu verleihen, ließ der Fürst gewaltige Bauwerke entstehen und schreckte dafür nicht vor der Zerstörung antiker Denkmäler zurück. Beispielsweise gab er das Kolosseum in Rom als Steinbruch frei. Nicht nur beeindruckende Gebäude, sondern auch literarische Monumente wollte er seiner Nachwelt hinterlassen. Das Stundenbuch für Rouen zählt zweifelsfrei zu den schönsten und kostbarsten Stundenbüchern der Renaissance.

Kraftvolle Miniaturen und Dekorelemente

Das Barberini-Stundenbuch vereint auf einzigartige Weise Illustrationen mit Geschehnissen, die im Text geschildert werden. Die 17 großflächigen Miniaturen erstrecken sich teils auf eine Doppelseite und gleichen in ihrer Ausdruckskraft mittelalterlichen Wandgemälden. Leuchtende Farben und goldener Schmuck machen jede einzelne Darstellung zu einem eigenen kleinen Kunstwerk. 24 kleinere Miniaturen beschreiben Tierkreiszeichen und verschiedene Aktivitäten, die nach den 12 Monaten des Jahres geordnet sind. In 14 weiteren kleinen Illustrationen widmeten sich die Buchmaler verschiedenen Heiligen. Das aufwendigste Dekorelement bilden allerdings die zahlreichen Bordüren, die die Buchseiten umrahmen. Sie zeigen eine unermessliche Vielfalt an Mustern und Schmuckelementen und versetzen ihre Betrachter noch heute in Staunen.

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