Beatty Rosarium

MS Western 99 - Chester Beatty Library (Dublin, Irland)

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Das Rosarium

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Das Rosarium

Art
Umfang / Format

106 Seiten / 12.4 x 8.4 cm

Herkunft
Datum
Um 1530
Stil
Genre
Sprache
Auftraggeber

Vermutlich Philipp II., König von Spanien (1527-1598)

Künstler / Schule

Simon Bening

Buchschmuck

33 ganzseitige Miniaturen mit Goldschmuck

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Ein Kleinod aus der Hand Simon Benings

Das Rosarium der Chester Beatty Library ist ein kleines Gebetbuch, das aus mehreren Gründen von Bedeutung ist. An erster Stelle steht die hohe künstlerische Qualität der 33 ganzseitigen Miniaturen, die dem letzten und größten flämischen Buchmaler, Simon Bening (1483–1561), zugeschrieben werden können. Doch auch der Text, der eine Zusammenstellung verschiedener Gebete zu Gott und allen Heiligen sowie zur Jungfrau Maria zum Inhalt hat, verdient gebührende Beachtung.
Sowohl die Miniaturen als auch die Texte gehen auf frühere Quellen zurück, doch sind die einzelnen Elemente so übernommen und zusammengestellt, dass das Rosarium sich als ein innovatives und einmaliges Gebetbuch darstellt. Auffallend ist die große Zahl der Miniaturen, die dem Text gegenüberstehen und seinen Inhalt in anschaulicher Weise unterstützen. Dadurch wird die Aufmerksamkeit gleichermaßen auf den Andachtsinhalt der Gebete wie der Illustrationen gelenkt.
Auf Grund der außergewöhnlichen Schönheit der Miniaturen wurden diese später herausgetrennt und einzeln verkauft. Durch eine glückliche Fügung sind sie heute jedoch mit den Textseiten wieder zusammengebunden und werden gemeinsam mit diesen aufbewahrt.

Simon Bening – Der letzte Meister der flämischen Buchmalerei
Das Beatty Rosarium entstand wahrscheinlich etwa um 1530 und ist damit eines der letzten Meisterwerke in der tausendjährigen Kunst der Buchmalerei. Herausragend ist die seltene Tatsache, dass in diesem Gebetbuch ein Miniaturenzyklus erhalten ist, der ausschließlich von Simon Bening geschaffen wurde. Dieser Buchmaler setzte sich fortwährend mit den Werken anderer Künstler auseinander. Er schöpfte im Laufe seiner langen Schaffenszeit aus einer Fülle von früheren Kompositionen und kompositionellen Details und verwendete sie ausgiebig und abwechslungsreich, sodass er uns nicht bloß als Eklektiker, sondern als origineller, kreativer Künstler vor Augen tritt.

Ein "Rosengarten" mit andächtigen Gebeten
Der Begriff „Rosarium“, der im klassischen Latein „Rosengarten“ bedeutet, bekam im Mittelalter die Bedeutung einer Sammlung von Texten, die wir heute Anthologie nennen würden. Im 14. Jh. hatte sich das Wort jedoch als Titel für Mariengebetbücher eingebürgert, zweifellos, weil die Rose ein so beliebtes Symbol der Jungfrau Maria war.
Im christlichen Mittelalter hielt man es für wichtig, dass man während des Gebetes auf ein passendes Bild schauen und darüber meditieren sollte. Gerade das Beatty Rosarium scheint dafür besonders geschaffen gewesen zu sein, da die dem Text gegenüberliegenden ganzseitigen Miniaturen sich hervorragend für solche Andachtsübungen eigneten. Mit Ausnahme der ersten 16 Textseiten steht jeder Textseite eine Miniaturseite gegenüber, wodurch es dem Betenden ermöglicht wird, sich während des Lesens des Textes meditativ in das Bild zu versenken.
Für das Rosarium wählte Simon Bening Passagen aus bekannten religiösen Texten aus, stellte sie in ungewöhnlicher Weise zusammen und verband sie mit Miniaturen, die sich durch lebhafte Farben, Feinheiten der Details, Darstellung von Raum, Schilderung der Landschaft und emotionelle Ausdruckskraft auszeichnen.

Ein Gebetbuch für einen spanischen König
Obwohl es nur indirekte Hinweise auf die Identität des Erstbesitzers gibt, deuten doch sowohl die Stilelemente der Schrift als auch die Beifügung eines Deckblattes mit spanischer Beschriftung auf einen spanischen Mäzen hin. Mit seiner Verbindung von flämischen Miniaturen und spanischer Schriftform trägt das Rosarium zu unseren Kenntnissen über die künstlerischen Verbindungen zwischen Spanien und Flandern im 16. Jh. bei. Überdies enthalten zwei der Vorsatzblätter Eintragungen, die sich auf frühere Besitzer der Handschrift beziehen und Aufschluss über die Herkunft des Werkes geben; eine davon besagt, daß das Buch König Philipp II. von Spanien gehört hat.

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