Beatus von Liébana - Berliner Codex

Ms. Theol. lat. fol. 561 - Staatsbibliothek Preussischer Kulturbesitz (Berlin, Deutschland)

Alternativ-Titel:

Beatus of Liébana - Berlin Codex, Beato de Liébana - Códice de Berlin, Berlin-Kodex, Codice de Berlino

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Beatus of Liébana - Berlin Codex
Beato de Liébana - Códice de Berlin
Berlin-Kodex
Codice de Berlino

Art
Umfang / Format

196 Seiten / 30.0 x 19.5 cm

Herkunft
Datum
Frühes 12. Jahrhundert
Stil
Genre
Sprache
Künstler / Schule

Autor: Beatus von Liébana (gestorben nach 798)

Buchschmuck

55 Federzeichnungen, mit Rot, Ocker und Gelbtönen geschmückt

Vorbesitzer

Bibliothek des Carlo Morbios in Mailand

Kurzbeschreibung

Der sogenannte Berliner Beatus ist ein außergewöhnliches Exemplar der großartigen Beatus-Tradition. Mit seinem ungewöhnlichen Bilderschmuck, der nicht der sonst üblichen Ikonographie der Beatus-Illustrationen folgt, nimmt der Berliner Codex eine Sonderstellung ein. Anders als die meisten Beatus-Handschriften ist dieser Codex außerdem nicht in Nordspanien, sondern wahrscheinlich in Mittelitalien entstanden. Die herrlichen Federzeichnungen, die den Apokalypse-Kommentar des Beatus von Liébana im Berliner Codex illustrieren, runden den Status der Handschrift als außergewöhnliches Stück Kunstgeschichte formvollendet ab!

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Beatus von Liébana – Berliner Codex

Der sogenannte Berliner Beatus ist ein außergewöhnliches Exemplar der großartigen Beatus-Tradition. Mit seinem ungewöhnlichen Bilderschmuck, der nicht der sonst üblichen Ikonographie der Beatus-Illustrationen folgt, nimmt der Berliner Codex eine Sonderstellung ein. Anders als die meisten Beatus-Handschriften ist dieser Codex außerdem nicht in Nordspanien, sondern wahrscheinlich in Mittelitalien entstanden. Die herrlichen Federzeichnungen, die den Apokalypse-Kommentar des Beatus von Liébana im Berliner Codex illustrieren, runden den Status der Handschrift als außergewöhnliches Stück Kunstgeschichte formvollendet ab!

Die bedeutende Beatus-Tradition

Der Mönch und Theologe Beatus von Liébana legte gegen Ende des 8. Jahrhunderts mit seinem Hauptwerk den Grundstein für eine beeindruckende Tradition der Buchmalerei: die berühmten nordspanischen Beatus-Handschriften des 10. bis 13. Jahrhunderts. Der erklärende Kommentar zur Offenbarung des Johannes in zwölf Büchern bot den Buchmalern ungeahnte Möglichkeiten, ihre Phantasie auf Pergament zu bannen. Die großformatigen und überreich bildlich ausgestatteten Beatus-Handschriften zählen zu den Hauptwerken der Buchkunst des Früh- und Hochmittelalters!

Ein italienischer Beatus-Codex

Ms. Theol. lat. Fol. 561 der Berliner Staatsbibliothek ist bekannt als sogenannter Berliner Beatus. Der Codex mit 196 Seiten im Format von 30 x 19,5 cm ist vermutlich in Mittelitalien im ersten Viertel des 12. Jahrhunderts entstanden. In der Forschung wird die Benediktinerabtei von Farfa als möglicher Entstehungsort diskutiert. Dies stellt eine erste Besonderheit des Berliner Codex dar: er ist nicht – wie die meisten Beatus-Handschriften - in Nordspanien entstanden! Vermutlich blieb die Handschrift über Jahrhunderte hinweg in Italien und wurde im 19. Jahrhundert schließlich aus der Mailänder Sammlung des Carlo Morbio nach Berlin verkauft.

Die einzigartigen Illustrationen

Eine Sonderstellung unter den Beatus-Handschriften nimmt der Berliner Beatus auch wegen einer zweiten Besonderheit ein: der ungewöhnliche Bilderschmuck der Handschrift folgt nicht der sonst üblichen Tradition der Beatus-Illustrationen. Mehrere Miniaturisten, die an der Arbeit beteiligt waren, fanden ihre eigene Bildsprache, um die Wunder und Phantasien der Apokalypse zu illustrieren. 55 feine Federzeichnungen, zum Teil gelb, braun und rot laviert, eine Ranken- und eine Tierinitiale und rote Schrift verleihen dem Berliner Codex seine besondere Aura. Die Miniaturen zeigen unter anderem Johannes auf Patmos, verschiedene apokalyptische Erscheinungen, das Öffnen der Siegel und die apokalyptischen Reiter. Johannes als Autor der biblischen Erzählung ist in jeder Szene versteckt.

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