Beatus von Liébana - Codex Burgo de Osma

Biblioteca de la Catedral (El Burgo de Osma, Spanien)

Alternativ-Titel:

Beatus of Liébana - Burgo de Osma Codex, Beato de Liébana del Burgo de Osma, Apocalypsis: El Beato de Osma

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Beatus of Liébana - Burgo de Osma Codex
Beato de Liébana del Burgo de Osma
Apocalypsis: El Beato de Osma

Art
Umfang / Format

332 Seiten / 36.1 x 25.3 cm

Herkunft
Datum
1086
Stil
Genre
Sprache
Künstler / Schule

Autor: Beatus von Liébana (gestorben nach 798)
Schreiber: Petrus
Illuminator: Martinus

Buchschmuck

71 Miniaturenseiten

Kurzbeschreibung

Der berühmteste Apokalypse-Kommentars des gesamten Mittelalters in einer prachtvollen und außerordentlich qualitätvollen Handschrift: in der bedeutenden Sammlung der nordspanischen Kathedrale von Burgo de Osma wird der sogenannte Beatus von Burgo de Osma aufbewahrt. Dieser großformatige Codex präsentiert auf 332 Seiten mit insgesamt 71 Miniaturen den berühmten Apokalypse-Kommentar des Beatus von Liébana. Entstanden im Jahr 1086 im einflussreichen Skriptorium von Sahagún, stellt die spanische Handschrift eindrücklich den Übergang vom mozarabischen zum romanischen Stil vor. In leuchtend bunten Miniaturen präsentieren herrliche Figuren das apokalyptische Geschehen. Phantastische, zum Teil grausame, zum Teil beeindruckende Wesen illustrieren die Offenbarung des Johannes samt dem zugehörigen Kommentar des Beatus von Liébana.

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Beatus von Liébana: Codex Burgo de Osma

Der berühmteste Apokalypse-Kommentars des gesamten Mittelalters in einer prachtvollen und außerordentlich qualitätvollen Handschrift: in der bedeutenden Sammlung der nordspanischen Kathedrale von Burgo de Osma wird der sogenannte Beatus von Burgo de Osma aufbewahrt. Dieser großformatige Codex präsentiert auf 332 Seiten mit insgesamt 71 Miniaturen den berühmten Apokalypse-Kommentar des Beatus von Liébana. Entstanden im Jahr 1086 im einflussreichen Skriptorium von Sahagún, stellt die spanische Handschrift eindrücklich den Übergang vom mozarabischen zum romanischen Stil vor. In leuchtend bunten Miniaturen präsentieren herrliche Figuren das apokalyptische Geschehen. Phantastische, zum Teil grausame, zum Teil beeindruckende Wesen illustrieren die Offenbarung des Johannes samt dem zugehörigen Kommentar des Beatus von Liébana.

Die biblische Erzählung von der Apokalypse

Apokalyptische Reiter auf starken Rössern, ein nacktes Weib neben einer Riesenschlange, bunte Heerscharen mit Schwertern bewaffnet und der thronende Christus von zwei Engeln getragen: all diese Bilder vereint die Offenbarung des Johannes, die sogenannte Apokalypse. Der asturische Mönch und Theologe Beatus von Liébana (um730-800) verfasste um 776 einen einflussreichen und bedeutenden Kommentar zur Apokalypse des Johannes. In 12 Bücher aufgeteilt, versammelte Beatus von Liébana in seinem Hauptwerk erklärende Kommentare zu den allegorischen und symbolischen Bildern der Apokalypse des Johannes. Dabei bezog er sich auf Quellen verschiedener älterer Autoren, die er als Versatzstücke zusammenfasste. In prächtigen und außerordentlich qualitätvollen, meist wunderbar illuminierten Handschriften wurde dieser berühmteste Apokalypse-Kommentar des gesamten Mittelalters festgehalten. Hauptsächlich in Nordspanien im Zeitraum vom 10. bis 12. Jahrhundert entstanden die berühmten Beatus-Handschriften. Von der Beliebtheit und der hohen Qualität zeugen heute noch 30 erhaltene Beatus-Handschriften, von denen 27 mit herrlichen Miniaturen reich ausgestattet sind.

Herausragende Miniaturen, romanisch-mozarabisch

Der sogenannte Beatus von Burgo de Osma steht an der Schwelle vom mozarabischen zum romanischen Stil. Damit stellt er eine einzigartige Besonderheit dar. Die breite Farbpalette der herrlichen Miniaturen ist noch stark mozarabisch geprägt, doch sind die Figuren in ihrer Körperlichkeit bereits romanisch. Auf 71 Miniaturseiten präsentiert der Beatus von Burgo de Osma farbenprächtige Szenen vor einfarbigem Hintergrund. Der Miniaturist, dessen Name Martinus bekannt ist, hat die Bildseiten überaus dekorativ gestaltet, etwa in dem Ansinnen, die Miniaturen möglichst geometrisch und symmetrisch anzulegen. Umgeben werden die Miniaturen von wunderschönen Rahmen, die eigentlich schlicht wirken, jedoch an den Ecken mit ornamentalen Zierelementen aus Flechtband geschmückt sind. Diese Elemente erinnern stark an keltische Ornamente und die insulare Buchmalerei.

Die Apostel als Missionare der Welt

Berühmt ist vor allem die mappa mundi des Beatus von Burgo de Osma, die herrliche Weltkarte auf einer Doppelseite. Kreisrund präsentiert sich die Erde vom Wasser umflossen. Die Karte zeigt die Erdteile mit den 12 Aposteln, die von Jesus zur Missionierung in verschiedene Regionen der Welt ausgesendet wurden. Fabelwesen - hier ein phantastischer Mensch mit nur einem Bein, von den Griechen als Sciapoden bezeichnet - bevölkern die sogenannte terra incognita. In der Forschung wird die berühmte mappa mundi des Beatus von Burgo de Osma mit der Weltkarte des Beatus von Saint-Sever verglichen.

Berühmter Entstehungs- und Aufbewahrungsort

Entstanden ist der Beatus-Codex von Burgo de Osma im Jahr 1086. Laut einer Inschrift wurde die Handschrift am 3. Januar oder 3. Juni des Jahres begonnen. Als Entstehungsort wird in der Forschung Sahagún vermutet. Das Skriptorium dieses Cluniazenserklosters im Bistum Leon war im 11. Jahrhundert führend in der spanischen Buchmalerei. Heute wird die Handschrift in der Bibliothek der Kathedrale von Burgo de Osma aufbewahrt. Diese kastilische Bischofsstadt im Norden Spaniens ist bis heute bekannt für ihre wunderschöne mittelalterliche Altstadt. Zu Beginn des 12. Jahrhunderts wirkte dort der heilige Pedro de Osma als Bischof, dessen herausragendes Grabmal in der Kathedrale zu besichtigen ist. San Pedro de Osma war es auch, der den Bau einer Kathedrale in Burgo de Osmas anordnete. Die gotische Kathedrale von Burgo de Osmas beherbergt eine bedeutende Sammlung von Codices, allen voran der berühmte Beatus von Burgo de Osma.

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