Beatus von Liébana - Codex von Manchester

Ms. Lat. 8 - John Rylands Library (Manchester, Großbritannien)

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Beatus of Liébana - Manchester Codex, Beato de Liébana: Códice de Manchester, Manchester Beatus, Beatus de Liébana: Codex de Manchester

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Beatus of Liébana - Manchester Codex
Beato de Liébana: Códice de Manchester
Manchester Beatus
Beatus de Liébana: Codex de Manchester

Art
Umfang / Format

510 Seiten / 45.0 x 31.5 cm

Datum
12. Jahrhundert
Stil
Genre
Sprache
Künstler / Schule

Autor: Beatus von Liébana (gestorben nach 798)

Buchschmuck

123 schöne, mit Gold und Silber ausgestattete ganzseitige Miniaturen

Vorbesitzer

Marquis von Astorga und Graf von Altamira

Kurzbeschreibung

Der Manchester-Codex des Beatus von Liébana, entstanden zwischen 1170 und 1180, gehört zu den späten romanischen Beatus-Handschriften. In insgesamt 123 ganzseitigen Miniaturen wird die Offenbarung des Johannes und der berühmte Apokalypse-Kommentar des asturischen Mönches Beatus von Liébana wunderbar illustriert. Grandiose, farbenprächtige Miniaturen schmücken den 510 Seiten starken Codex, der in der Tradition der Beatus-Handschriften in Nordspanien gefertigt wurde. So stehen die eindrucksvollen und oft grausamen Bilder der Apokalypse, etwa vom Höllenschlund oder vom Untergang Babylons, auf kunstvolle Art und Weise vor dem Auge des Betrachters auf.

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Beatus von Liébana – Codex von Manchester

Der Manchester-Codex des Beatus von Liébana, entstanden zwischen 1170 und 1180, gehört zu den späten romanischen Beatus-Handschriften. In insgesamt 123 ganzseitigen Miniaturen wird die Offenbarung des Johannes und der berühmte Apokalypse-Kommentar des asturischen Mönches Beatus von Liébana wunderbar illustriert. Grandiose, farbenprächtige Miniaturen schmücken den 510 Seiten starken Codex, der in der Tradition der Beatus-Handschriften in Nordspanien gefertigt wurde. So stehen die eindrucksvollen und oft grausamen Bilder der Apokalypse, etwa vom Höllenschlund oder vom Untergang Babylons, auf kunstvolle Art und Weise vor dem Auge des Betrachters auf.

Das Hauptwerk des Beatus von Liébana

Der Autor des berühmtesten und weit verbreiteten Apokalypse-Kommentars des Mittelalters war Beatus von Liébana, ein Mönch und Theologe in einem Kloster im Königreich Asturien im heutigen Nordspanien. Er lebte im 8. Jahrhundert und starb wohl nach 798. Um das Jahr 800 - man befürchtete für diese große Zeitenwende das Ende der Welt - erschien das Hauptwerk des Beatus, der Kommentar zur Apokalypse des Johannes in zwölf Büchern. Die allegorischen und symbolischen Bilder der Offenbarung des Johannes zum Ende der Welt sollten so leichter verständlich gemacht werden. Beatus hat in seinem Werk Versatzstücke verschiedener Autoren zusammengefasst, er nennt im Text sogar seine Quellen. Der Text der Apokalypse wurde in 66 Abschnitte eingeteilt, und nach jedem Abschnitt folgt die sogenannte explanatio, der Kommentar des Beatus zu den Versen. Diese Fülle an erzählerischen Bildern spiegelt sich auch in den Miniaturen wieder. Die Beatus-Handschriften enthalten üblicherweise mehr als 100 Illustrationen zu den einzelnen Abschnitten. Im Codex von Manchester sind es gar 123.

Bedeutendes Zeugnis nordspanischer Kunst

Wunderbare, eindrückliche Bilder schmücken den 45 x 31,5 cm großen, umfangreichen Codex. Neben den leuchtenden Farben – wobei die Primärfarben Rot, Blau, Grün und Gelb dominieren - begeistert vor allem die kunstvolle Gestaltung der Miniaturen mit Gold und Silber. Die meist ganzseitigen Miniaturen sind jeweils von einem Rahmen eingefasst. Als Besonderheit der Bilderfindung überschneiden manche Figuren diese Begrenzung und erstrecken sich darüber hinaus. Stilistisch muten die Bilder leicht byzantinisch an, sind aber vergleichbar mit nordspanischer Kunst um 1170-1180. Die Forschung ist sich darüber einig, dass zwei Buchmaler an dem Werk beteiligt waren, das vermutlich in Kastilien, unzweifelhaft aber in Nordspanien gefertigt wurde.

Eine unglaubliche Bilderfülle

Die einzelnen Miniaturseiten begeistern mit ihrer kreativen Art der Textillustration. So zeigt das Bild zur Erzählung von Noahs Arche einen wunderbaren Querschnitt durch das Schiff, das wie ein Haus aufgebaut ist. In unzähligen bunt gestalteten Fächern ist jeweils ein Tierpaar untergebracht. Die Taube holt einen Zweig von der grünen Palme rechts neben der Arche und bringt ihn Noah als Zeichen, dass die Flut vorüber ist. Allein die monochromen Tier-Darstellungen in den buntfarbigen Würfeln sind so kreativ gestaltet, dass man sich kaum sattsehen kann. Des Weiteren enthält der Beatus von Manchester eine wunderbare Darstellung einer Weltkarte, die Beatus' Text über die verschiedenen Regionen illustriert, in denen die zwölf Aposteln das Evangelium verbreiteten. Eine weitere Miniaturseite mit der Darstellung von Babylon, von Schlangen umgeben, wirkt sehr ornamental. Sie zeigt die Stadt als symmetrische Architekturkulisse, die von den gewundenen Schlangen als kunstvolle Rahmung umgeben wird.
Die Künstler brachten ihr gesamtes Können zum Ausdruck und schufen ein besonderes Exemplar der im Früh- und Hochmittelalter besonders in Nordspanien so populären Beatus-Handschriften. Wie wohl die meisten dieser illustrierten Codices des Apokalypse-Kommentars des Beatus von Liébana diente auch der Codex von Manchester als Luxusobjekt zur privaten Andacht. Noch heute kann sich der Betrachter in der grandiosen Bilderflut verlieren.

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