Beatus von Liébana - Codex von Navarra

Ms. Nouv. Acq. Lat. 1366 - Bibliothèque nationale de France (Paris, Frankreich)

Alternativ-Titel:

Beatus of Liébana - Navarra Codex, Beato de Liébana - Códice de Navarra, Codex of Navarre, Navarra-Kodex, Codex de Navarre, Codice de Navarra

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Beatus of Liébana - Navarra Codex
Beato de Liébana - Códice de Navarra
Codex of Navarre
Navarra-Kodex
Codex de Navarre
Codice de Navarra

Art
Umfang / Format

314 Seiten / 34.5 x 23.5 cm

Herkunft
Datum
11. Jahrhundert
Stil
Genre
Sprache
Künstler / Schule

Autor: Beatus von Liébana (gestorben nach 798)

Buchschmuck

63 Miniaturen

Vorbesitzer

Karl III. von Navarra
Jean Bauses
Dombibliothek Pamplona

Kurzbeschreibung

Der grandiose Navarra-Beatus ist ein herausragendes Exemplar der nordspanischen Beatus- Handschriften des 12. Jahrhunderts. Auf 64 der insgesamt 314 Seiten des Codex wird in beeindruckenden Miniaturen der berühmte Apokalypse-Kommentar des Beatus von Liébana aus dem späten 8. Jahrhundert illustriert. Mehrköpfige Wesen, Engel mit Posaunen und weitere phantastische und teils erschreckende Figuren und Wesen bevölkern diese Welt. Der Codex von Navarra ist ganz der spanischen Beatus-Tradition verbunden. Und neben der besonders schönen bildlichen Ausstattung ist auch die Geschichte der Handschrift eines der Merkmale, die sie zu etwas Besonderem machen!

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Beatus von Liébana – Codex von Navarra

Der grandiose Navarra-Beatus ist ein herausragendes Exemplar der nordspanischen Beatus- Handschriften des 12. Jahrhunderts. Auf 64 der insgesamt 314 Seiten des Codex wird in beeindruckenden Miniaturen der berühmte Apokalypse-Kommentar des Beatus von Liébana aus dem späten 8. Jahrhundert illustriert. Mehrköpfige Wesen, Engel mit Posaunen und weitere phantastische und teils erschreckende Figuren und Wesen bevölkern diese Welt. Der Codex von Navarra ist ganz und gar der spanischen Beatus-Tradition verbunden. Und neben der besonders schönen bildlichen Ausstattung ist auch die Geschichte der Handschrift eines der Merkmale, die sie zu etwas Besonderem machen!

Der berühmte Autor des Kommantars

Beatus von Liébana (gestorben um 798) war ein bedeutender Theologe und Mönch in dem asturischen Kloster von San Martín de Liébana. Als bedeutender Gelehrter seiner Zeit ist er bis heute berühmt für sein Hauptwerk, einen Kommentar zur Apokalypse in zwölf Büchern. Die biblische Offenbarung des Johannes zum Ende der Welt bot mit ihren geheimnisvollen Figuren und erschreckenden Ereignissen zahlreiche Interpretationsmöglichkeiten, die einer eingehenden Erklärung bedurften. Diese lieferte Beatus von Liébana in seinem erklärenden und deutenden Kommentar. Große Berühmtheit erlangte der Apokalypse-Kommentar des Beatus vor allem durch die zahlreichen - meist nordspanischen - Handschriften, in denen er vom 10. bis 13. Jahrhundert festgehalten und illustriert wurde. Diese großformatigen und reich ausgestatteten Codices bildeten ein eigenes Genre der Buchmalerei, die sogenannten Beatus-Handschriften.

Künstlerische Ausstattung von höchster Qualität

Der Codex Ms. Nouv. Acq. Lat. 1366 der Bibliothèque nationale de France in Paris wurde als sogenannter Navarra-Beatus berühmt. In 36 Miniaturen präsentieren sich hier wunderschöne Illustrationen voller Leuchtkraft und Magie. Sowohl die wunderschöne karolingische Schrift mit kreativ gestalteten Initialen als auch die qualitätvollen Miniaturen sind stilistisch eindeutig nach Spanien zu verorten, und auch das typische Bildprogramm ist der spanischen Beatus-Tradition eng verbunden. Der Codex wurde in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts in Navarra gefertigt, vermutlich in Astorga in der Region La Rioja, da auf diesen Ort in der mappa mundi, der doppelseitigen Weltkarte der Handschrift, besonders explizit verwiesen wird.

Detaillierte und geheimnisvolle Aspekte der Geschichte

Die genaue Provenienz des Navarra-Beatus ist bis heute ein Geheimnis. Laut dem Jesuitenpater José Moret existierte in der Bibliothek der Kathedrale von Navarra im 17. Jahrhundert ein prachtvoller Beatus-Codex. Diese kann als die heute in Paris verwahrte Handschrift identifiziert werden. Im Einband des Codex ist außerdem ein spannendes Dokument aus dem Jahr 1389 eingebunden, das König Karl III. von Navarra (1361-1425) an den Bischof von Dax, Juan Bauses, und den Prior von Roncesvalles, Miguel de Taver, richtete. Auch so lassen sich Rückschlüsse auf die Geschichte der Handschrift ziehen. Der Beatus von Navarra gelangte dann über einen Buchhändler nach Lyon, durch einen weiteren Händler nach Mailand und schließlich nach Paris, wo er im Jahr 1879 von der Bibliothèque Nationale angekauft wurde. Der Navarra-Beatus ist eines der besonders schönen Exemplare dieser Jahrhunderte alten Beatus-Tradition!

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