Beatus von Liébana - Genfer Codex

ms. lat. 357 - Bibliothèque de Genève (Genf, Schweiz)

Alternativ-Titel:

Beatus of Liébana - Geneva Codex, Beato de Ginebra, Genfer Beatus

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Beatus of Liébana - Geneva Codex
Beato de Ginebra
Genfer Beatus

Art
Umfang / Format

245 Seiten / 25.0 x 16.0 cm

Herkunft
Datum
Frühes 11. und spätes 12. Jahrhundert
Stil
Genre
Sprache
Künstler / Schule

Autor: Beatus von Liébana (gestorben nach 798)

Buchschmuck

65 Miniaturen, die Mehrheit mit Gold und rahmenlos in den Text eingefügt

Vorbesitzer

Gemeinde von St. Francis de Sales

Kurzbeschreibung

Im Jahr 2007 gab es aus Genf eine Sensation für Liebhaber alter Bücher zu vermelden: eine bisher unbekannte Beatus-Handschrift war wieder aufgetaucht. Bei dem sogenannten Genfer Codex handelt es sich um eine im 11. Jahrhundert in Süditalien entstandene, reich illustrierte Handschrift zum bedeutenden Apokalypse-Kommentar des spanischen Benediktinermönches Beatus von Liébana aus dem 8. Jahrhundert. Dieser, der nun 27. bekannte Beatus, wartet auf mit 65 pracht- und prunkvollen Miniaturen, die die phantastischen Erzählungen der Apokalypse auf eindringliche Weise vor Augen führen.

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Beatus von Liebana – Genfer Codex

Im Jahr 2007 gab es aus Genf eine Sensation für Liebhaber alter Bücher zu vermelden: eine bisher unbekannte Beatus-Handschrift war wieder aufgetaucht. Bei dem sogenannten Genfer Codex handelt es sich um eine im 11. Jahrhundert in Süditalien entstandene, reich illustrierte Handschrift zum bedeutenden Apokalypse-Kommentar des spanischen Benediktinermönches Beatus von Liébana aus dem 8. Jahrhundert. Dieser, der nun 27. bekannte Beatus, wartet auf mit 65 pracht- und prunkvollen Miniaturen, die die phantastischen Erzählungen der Apokalypse auf eindringliche Weise vor Augen führen.

Ein Aufsehen erregendes Ereignis

Die Brüder der Kongregation des Heiligen Franziskus von Sales waren es, die sich im Jahr 2007 mit einem sensationellen Stück an die Bibliothèque de Genève wandten. In ihrem Besitz befand sich eine illustrierte Beatus-Handschrift aus dem 11. Jahrhundert. Diese war der Forschung bislang völlig unbekannt und ergänzte die bis dato 26 illustrierten Beatus-Codices um ein weiteres Meisterwerk. Wann und auf welche Weise die Handschrift in den Besitz der Genfer Sales-Brüder gelangt war, bleibt ein Geheimnis. Doch konnte festgestellt werden, dass diese im 11. Jahrhundert in Süditalien entstanden ist. Als möglicher Entstehungsort kann das Skriptorium der Abtei Montecassino vermutet werden. Damit stellt der Genfer Beatus eine weitere Besonderheit dar, stammen die übrigen 26 Codices dieser Art doch hauptsächlich aus Nordspanien.

Bedeutender Apokalypse-Kommentar des Mittelalters

Im Norden Spaniens, genauer in Asturien, nahm auch die Geschichte der sogenannten Beatus-Handschriften ihren Anfang. Dort war der Verfasser des berühmtesten Apokalypse-Kommentars des gesamten Mittelalters als Mönch im Kloster San Martin de Turieno (heute Santo Toribio de Liébana) beheimatet. Der als Theologe einflussreiche Beatus von Liébana ist bis heute vor allem für sein Hauptwerk bekannt, den um 776 entstandenen Apokalypse-Kommentar in 12 Büchern. Beatus hat darin Versatzstücke verschiedener Autoren zusammengefasst. Der Text der Apokalypse des Johannes wurde in 66 Abschnitte eingeteilt, von denen jeder mit einem Kommentar des Beatus, der sogenannten explanatio, ergänzt wird. Die allegorischen und symbolischen Bilder der Apokalypse sollten so leichter verständlich gemacht werden. Für das Jahr 800 wurde das Weltende erwartet, was Beatus wohl auch zu seinem berühmten Apokalypse-Kommentar veranlasst hat.

Zarte Miniaturen und harmonische Schrift

Die wunderbaren, phantastischen und oft auch grausamen Erzählungen des Johannes zum Ende der Welt werden im Genfer Beatus in eindringlichen Bildern illustriert. Diese Miniaturen sind mehrheitlich ohne Rahmen direkt in die Textseiten integriert und führen an der jeweils passenden Stelle die Szenen auch bildlich vor Augen. Der Miniaturist hat die filigranen Zeichnungen mit zarten Farben koloriert und so den Illustrationen eine beeindruckende Lebendigkeit verliehen. An vielen Stellen wurden die Miniaturen zusätzlich mit Gold ausgeschmückt, was der gesamten Handschrift auf 245 Seiten eine prächtige Aura verleiht. Der Text des Beatus wurde von geübten Schreibern in der Beneventana und der Karolingische Minuskel in einem gleichmäßigen Schriftbild niedergeschrieben und vervollständigt den einheitlichen und harmonischen Eindruck des italienischen Beatus, der heute in Genf aufbewahrt wird.

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