Bibel des Borso d’Este

Mss. Lat. 422 e Lat.423 - Biblioteca Estense Universitaria (Modena, Italien)

Alternativ-Titel:

Bible of Borso d'Este, Bibbia di Borso d'Este

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Bible of Borso d'Este
Bibbia di Borso d'Este

Art
Umfang / Format

2 Bände - 1,208 Seiten / 37.5 x 26.5 cm

Herkunft
Datum
1455-1461
Stil
Genre
Sprache
Auftraggeber

Borso d'Este (1413 - 1471), Herzog von Modena und Reggio Emilia

Künstler / Schule

Taddeo Crivelli (1425 - vor 1479)
Franco de Rossi
Giorgio D'Alemagna
Marco di Giovanni dell'Avogaro
Girolamo da Cremona und andere

Buchschmuck

Zahlreiche szenische Miniaturen, historisierte Initialen, Grenzfriese, architektonische Rahmen, heraldische und rechteckigen Felder und Medaillons

Vorbesitzer

Senator Giovanni Traccani

Kurzbeschreibung

Die Bibel des Borso d´Este wurde zwischen 1455 und 1461 von den begabtesten Renaissancekünstlern Italiens am Hofe der Este-Grafschaft in Ferrara angefertigt. Es stellt einen Höhepunkt der italienischen Buchmalerei dar und kombiniert auf einzigartige Weise die realitätsnahe Malerei der Renaissance mit fantasievollen gotischen Stilelementen. Jede Seite des Manuskripts ist beeindruckend vielfältig illuminiert.

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Die Bibel des Borso d´Este

Italien war im Zeitalter der Renaissance eine Hochburg der Kunst und der Wissenschaft. Die innovative Malerei, Architektur, Skulptur sowie Literatur und Philosophie Italiens beeinflusste Künstler und Gelehrte aus allen Ländern. Die ganze Welt orientierte sich an der Kultur Italiens. Ein künstlerisches Zentrum Italiens befand sich am Hofe des Markgrafen Borso d´Este von Modena, Ferrara und Reggio. In der Malerschule von Ferrara erlernten einige der talentiertesten Maler und Illustratoren der Renaissance ihr Handwerk. Zahlreiche beeindruckende illuminierte Handschriften entstanden hier. Dazu zählt die atemberaubende Bibel des Borso d´Este. Das zweiteilige, über 1200 Seiten umfassende Werk ist mit entzückenden Miniaturen und Randdarstellungen auf jeder Seite geschmückt.

Das Buchhandwerk der Renaissance

Der Markgraf Borso d´Este war ein belesener und hochgebildeter Mann. Er blieb unverheiratet und hatte keine Nachkommen. Sein Leben war seinem Herzogtum, der Kunst und der Religion gewidmet. Der Graf gab zahlreiche lateinische und griechische Manuskripte in Auftrag, die von berühmten Buchkünstlern wie Taddeo Crivelli, Franco dei Russi, Guglielmo Giraldi und Girolamo de'Corradi angefertigt wurden. Ebendiese vier herausragenden Künstler, sowie weitere Angestellte aus ihren Malerateliers fertigten die zweibändige Bibel für den Grafen an. Die Miniatoren bemalten jedes Blatt des Buches beidseitig und orientierten sich dabei an neuen Regeln der Perspektive aus der Toskana und am Realismus der flämischen Kunst.

Unfassbare Gestaltungsvielfalt

Der handgeschriebene Text der Renaissancebibel ist durch unzählige Initialen und verzierte Buchstaben in leuchtenden Farben und mit schimmernden Blattgoldeinsätzen dekoriert. Zahlreiche ganzseitige Miniaturszenen von überraschendem Realismus veranschaulichen die im Text geschilderten Ereignisse und fesseln jeden Betrachter. Besonders bemerkenswert sind die Randverzierungen jeder Seite, die eine unglaubliche Vielfalt an Motiven aus der Mythologie, der Tierwelt und Heraldik zeigen. Den meisterhaften Buchmalern gelang es in diesem Codex, die neue Bildersprache der Renaissance mit der Fantasie und Eleganz der Spätgotik zu verbinden. Die Bibel stellt den absoluten Höhepunkt der italienischen Buchmalerei der Renaissance dar.

Die Geschichte des Codex

Als Gesamtwerk stellt die Bibel des Borso d’Este eine Ausnahmegalerie der Renaissancemalerei dar, an deren Pracht kein anderes zeitgenössisches Monument heranreicht. Das berühmte und weltweit begehrte Meisterwerk gelangte in den Wirren des ersten Weltkrieges in den Besitz der letzten österreichischen Kaiseren Zita von Habsburg, welche es nach Amerika verkaufen wollte. Durch den italienischen Großindustriellen Giovanni Treccani konnte die Schrift in einer aufopferungsvollen Aktion für Italien erhalten werden. Heute befindet sich der Prachtcodex in der Biblioteca Estense Universitaria in Modena.

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