Buch der guten Liebe

ms. 2663 - Universidad de Salamanca (Salamanca, Spanien)

Alternativ-Titel:

Book of Good Love, Libro de Buen Amor, Livre de Bon Amour

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Book of Good Love
Libro de Buen Amor
Livre de Bon Amour

Art
Umfang / Format

105 Seiten / 28.0 x 21.0 cm

Herkunft
Datum
Zwischen dem späten 14. Jahrhundert und dem frühen 15. Jahrhundert
Stil
Genre
Sprache
Auftraggeber

Alfonso de Paradinas

Künstler / Schule

Autor: Juan Ruiz, Arcipreste de Hita

Kurzbeschreibung

Ein geheimnisvoller Autor mit dem Namen Juan Ruiz, Erzpriester von Hita, verfasste in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts dieses Kleinod der spanischen Literatur: das sogenannte libro de buen amor, das Buch der guten Liebe. Und anders als sonst zu der Zeit üblich, handelt dieses Buch nicht von der spirituellen Liebe zu Gott, sondern von der profanen Liebe. Der Autor präsentiert Geschichten über seine Liebesabenteuer, aber auch Allegorien und lyrische Erzählungen. Der Geistliche Alfonso de Paradinas fertigte mit dem hier vorliegenden Manuskript aus Salamanca schließlich die beste Kopie des Libro de buen amor.

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Buch der guten Liebe

Das Buch der guten Liebe, auch bekannt als Libro de los cantares, ist das einzige bekannte Werk des mysteriösen Autors namens Juan Ruiz de Cisneros, Erzpriester von Hita (um 1283-1350). Juan Ruiz de Cisneros war ein spanischer Poet, der mit seinem Libro de buen amor besonders die Geistlichkeit provoziert haben dürfte. Vermutlich war dies auch der Grund für seine Verhaftung und Inhaftierung durch den Erzbischof Gil Albornoz von Toledo.

Ein Potpourri der profanen Liebe

Das Libro de buen amor ist in zwei Ausgaben in den Jahren 1330 und 1343 – in verbesserter und überarbeiteter Form – erschienen. In der Forschung gilt dieses Werk des Juan Ruiz als ein Höhepunkt der spanischen Literatur und als eines der unterhaltsamsten Bücher des gesamten Mittelalters. Der Autor versammelt hier wunderbare Zeugnisse seines erzählerischen Könnens und seines satirischen Humors. Am Anfang des Buches steht ein Gebet, dann folgen jedoch keine spirituellen, sondern einzig profane Themen. Die unterhaltsamen Erzählungen von seinen Liebesabenteuern würzt der Autor mit eingestreuten Allegorien, Fabeln und lyrischen Erzählungen.

Unterhaltung mit bissigem Hintersinn

Dieses Werk verfolgte jedoch nicht nur den Zweck der leichten Unterhaltung des Lesers, sondern bot dem Autor zugleich Gelegenheit zu hintersinniger Kritik. In sogenannten Ensiemplos (lustigen Kommentaren) kreidete Juan Ruiz die moralischen Sitten seiner Zeit an und machte sich lustig über herrschende Vorschriften wie das Kontaktverbot für Geistliche zu Frauen.

Die beste Ausgabe

Dieses literarische Werk war sicherlich sehr gegehrt bei den Lesern. Heute ist es in drei mittelalterlichen Exemplaren erhalten. Das umfassendste davon wurde gegen Ende des 14. oder zu Beginn des 15. Jahrhunderts für die Bibliothek des Colegio Mayor de San Bartolomé in Salamanca gefertigt, wo es sich heute (in der Universitätsbibliothek) wieder befindet. Der Schreiber war vermutlich Alfonso de Paradinas (1395-1485), ein spanischer Geistlicher, Bischof und Anhänger des neuen Denkens der Renaissance. Paradinas ließ unter anderem in Rom die Iglesia de Santiago de los Españoles als spanische Nationalkirche in Rom errichten, die heutige Nostra Signora del Sacro Cuore. Mit der Handschrift des Libro de buen amor fertigte er ein wahres Schmuckstück der spanischen Literaturgeschichte.

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