Codex Trivulzianus

ms. 2162 - Biblioteca Trivulziana del Castello Sforzesco (Mailand, Italien)

Alternativ-Titel:

Il Codice Trivulziano

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Il Codice Trivulziano

Art
Umfang / Format

110 Seiten / 20.5 x 14.0 cm

Herkunft
Datum
1487-1490
Stil
Genre
Sprache
Künstler / Schule

Leonardo da Vinci

Kurzbeschreibung

Im sogenannten Codex Trivulzianus wird Leonardo da Vinci, der berühmte Künstler und Universalgelehrte der italienischen Renaissance, in all seiner Vielfalt greifbar. In dem Kompendium aus dem schriftlichen Nachlass Leonardos werden unter anderem seine intensive Beschäftigung mit der italienischen Sprache und seine architektonischen Visionen festgehalten. Außerdem enthält der Codex eine Serie unterhaltsamer Karikaturen. Entstanden in den Jahren 1487-1490, ist der Codex Trivulzianus eines der ältesten bekannten Manuskripte Leonardos.

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Codex Trivulzianus

Die menschliche Physiognomie faszinierte Leonardo da Vinci (1452-1519) sein gesamtes Schaffen hindurch. Doch befasste sich das berühmte Universalgenie nicht nur wissenschaftlich damit – wie etwa in den berühmten Proportionsstudien -, sondern konnte dem Thema auch äußerst unterhaltsame Aspekte abgewinnen. Im vorliegenden Codex Trivulzianus findet sich unter anderem eine komplette Serie solch lustiger Karikaturen, eine Reihe von imaginären Porträts.

Eines der ältesten erhaltenen Manuskripte Leonardos

Der sogenannte Codex Trivulzianus ist benannt nach seinem heutigen Aufbewahrungsort, der Biblioteca Trivulziana del Castello Sforzesco in Mailand. Unter den zahlreichen Artefakten des schriftlichen Nachlasses Leonardo da Vincis nimmt dieser Codex eine besondere Stellung ein, handelt es sich doch um eines der ältesten bekannten Manuskripte aus Leonardos schriftlichem Nachlass, entstanden in den Jahren 1487-1490. Diesen Schatz einem breiten Publikum zugänglich zu machen war das Ziel der Nationalen Edition der Manuskripte und Zeichnungen von Leonardo da Vinci, zur der auch der Codex Trivulzianus gehört.

Architektur, Technik und Sprachwissenschaft

Neben den schon erwähnten Karikaturen enthält der Codex Trivulzianus unter anderem auch architektonische Studien und Entwürfe - vor allem anlässlich eines Wettbewerbs zur Vollendung des Mailänder Doms und zur Militärarchitektur – und Aufzeichnungen zu mechanischen und physikalischen Experimenten. Außerdem ist der Codex interessant als sprachwissenschaftliche Fundgrube. Leonardo beschäftigte sich intensiv mit der Italienischen Sprache und ihren wissenschaftlichen und philosophischen Ausdrücken. Leonardo wollte ein lexikonähnliches Wörterbuch anlegen. Die Begriffe darin stammen überwiegend aus dem Lateinischen und Leonardo stützte sich dabei auf populäre Werke wie die Schriften Roberto Valturius und Luigi Pulcis.

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