Das Stundenbuch des Prinzen von Frankreich

Das Stundenbuch des Prinzen von Frankreich – CM Editores – Ms. 1011 – Bibliothèque municipale de Grenoble (Grenoble, Frankreich)

Brügge (Belgien) — Spätes 15. Jahrhundert

Alle 128 Seiten einfallsreich und detailverliebt illuminiert: Das prächtige Meisterwerk fßr den Thronfolger Frankreichs, geschaffen von einem berßhmten Vater-Sohn-Gespann

  1. Dieser Schatz aus dem goldenen Zeitalter der franzĂśsischen Buchmalerei entstand um das Jahr 1500 in Bourges

  2. Alle 128 Seiten wurden von Jean de Montluçon und seinem Sohn Jacquelin im raffinierten franzÜsischen Stil illuminiert

  3. Das erfolgreiche Gespann aus Vater und Sohn erhielt viele Aufträge vom Adel und der franzÜsischer Krone

Das Stundenbuch des Prinzen von Frankreich

Ausgabe bei uns verfĂźgbar
Preiskategorie: €€€
(3.000€ - 7.000€)
  1. Beschreibung
  2. Detailbild
  3. Einzelseite
  4. Faksimile-Editionen (1)
Beschreibung
Das Stundenbuch des Prinzen von Frankreich

Das Stundenbuch des Prinzen von Frankreich ist ein hervorragend gearbeitetes illuminiertes Manuskript, das um 1500 in Bourges, im Atelier von Jean und Jacquelin de Montluçon in Zusammenarbeit von Vater und Sohn hergestellt wurde. Diese waren eine erfolgreiche Familie von Buchilluminatoren, die sehr von der Gunst der Adeligen und sogar der französischen Krone profitierten. Das Stundenbuch, das für den Thronanwärter Frankreichs gedacht war, gilt als eines der prächtigsten Manuskripte, die im goldenen Zeitalter der französischen Buchmalerei geschaffen wurden – und eines der kostspieligsten! Alle 128 Seiten sind verschwenderisch im eleganten französischen Stil und mit leuchtkräftigen Farben und Goldakzenten illuminiert.

Das Stundenbuch des Prinzen von Frankreich

Diese Kostbarkeit aus dem goldenen Zeitalter der franzÜsischen Buchmalerei war eine Anfertigung fßr den Thronfolger von Frankreich, den Dauphin, und das Ergebnis einer Vater-Sohn-Kollaboration in Bourges. Jean de Montluçon und sein Sohn Jacquelin betrieben in Bourges um etwa 1500 ein Kunstatelier, ebenso wie ihr Zeitgenosse, der talentierte Kßnstler Jean Colombe, der fßr das ßberaus prächtige Stundenbuch Les Très Riches Heures du Duc de Berry verantwortlich zeichnete. Das Stundenbuch des Prinzen von Frankreich, das heute in der Bibliothèque Municipal von Grenoble unter der Signatur Ms. 1011 aufbewahrt wird, ist eines der aufwendigsten und kostbarsten illuminierten Handschriften, das je hergestellt wurde und das mit einer Kunstfertigkeit ausgefßhrt wurde, die als unßbertroffen gelten muss.

Ein Vater-Sohn-Team

Im Jahr 1461 gründete Jean de Montluçon sein Atelier in Bourges, wo zwei Jahre später auch sein Sohn Jacquelin geboren wurde. Unter der Gönnerschaft der französischen Adeligen und der Krone florierte ihr künstlerisches Schaffen – Jean wurde sogar mit den Dekorationen für das Begräbnis König Charles VII beauftragt. Nach dem Tod seines Vaters in 1494 übernahm Jacquelin die Werkstatt und führte sie weiter bis zu seinem eigenen Tod im Jahr 1505. Neben illuminierten Manuskripten wie dem Monypenny-Brevier, dem Stundenbuch von Chappes (Bibliothèque de l’Arsenal, Ms 438) oder dem Missel franciscain (Bibliothèque municipale de Lyon, ms. 514), die Montluçon der Ältere in Zusammenarbeit mit Jean Colombe anfertigte, schufen Vater und Sohn herrliche Altargemälde, wie die Anbetung des Kindes von Chambéry, sowie eine Vielzahl heraldischer Malereien.

Ein Manuskript, das eines Prinzen wĂźrdig ist

Der Dauphin, als der Thronanwärter Frankreichs, gehörte im späten Mittelalter den allerhöchsten Adelskreisen von Europa an. Aus den Wirren des 100-jährigen Krieges war Frankreich einerseits angeschlagen doch durch die zentralere Ausrichtung des Staates auch erneuert hervorgegangen: es folgte eine neue Hochphase, die Ausdruck fand in vielfältigen Meisterwerken, die in dieser Zeit geschaffen wurden, und die heute als goldenes Zeitalter der französischen Illumination bezeichnet wird. Französische Manuskripte aus dieser Zeit sind unübertroffen in der Kunstfertigkeit, mit der sie geschaffen wurden, und in dem Reichtum an Dekorationen, die sie in leuchtenden Farben und mit fein schimmernden Goldakzentuierungen beherbergen. Das Stundenbuch des Prinzen von Frankreich bildet keine Ausnahme unter diesen künstlerischen Bravourleistungen – jede seiner 128 Seiten ist in elegantem französischem Stil illuminiert. Die Miniaturszenen, von architektonischen Rahmungen umgeben, stellen einen Realismus aus, der sich in Mimik und Gestik der Figuren und Geschöpfe zeigt, wie auch eine luftige, traumähnliche Qualität mittels strahlender Farben und glänzendem Gold. Es ist ein glänzendes Beispiel spätmittelalterlicher Kunstfertigkeit, der Inbegriff eines illuminierten Manuskripts und des Prinzen von Frankreich würdig.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Book of Hours of the Dauphin of France
Libro de Horas del DelfĂ­n de Francia
Umfang / Format
128 Seiten / 18,5 × 12,5 cm
Herkunft
Belgien
Datum
Spätes 15. Jahrhundert
Stil
Sprache

VerfĂźgbare Faksimile-Editionen:
Das Stundenbuch des Prinzen von Frankreich – CM Editores – Ms. 1011 – Bibliothèque municipale de Grenoble (Grenoble, Frankreich)
CM Editores – Salamanca, 2018 (NICHT LIEFERBAR)
Detailbild

Das Stundenbuch des Prinzen von Frankreich

Kriegselefant

Ein wilder Mann mit goldenen Haaren bläst ein großes Horn und führt einen Kriegselefanten an. Einer der symbolischsten Aspekte der antiken Kriegsführung war der mächtige Kriegselefant. Und obwohl sie für das mittelalterliche Europa neu waren - Karl der Große hatte einen Hauselefanten namens Abul-Abbas - blieb das Kriegerische das allgemein verbreitete Bild von ihnen. Mittelalterliche Bestiarien stellten gewöhnlich Elefanten in der Schlacht dar, oft mit einem Howdah oder einem Türmchen auf dem Rücken, und diese Randminiatur ist wahrscheinlich einem solchen Bestiarium nachempfunden.

Das Stundenbuch des Prinzen von Frankreich – CM Editores – Ms. 1011 – Bibliothèque municipale de Grenoble (Grenoble, Frankreich)
Einzelseite

Das Stundenbuch des Prinzen von Frankreich

Der brennende Dornbusch

Während Moses eine Schafherde auf dem Berg Horeb hütet, sieht er einen brennenden Busch, aus dem zuerst ein Engel und dann der Herr selbst zu ihm sprechen und Gott seinen Namen als Jahwe offenbart. Er befiehlt Mose, seine Schuhe auszuziehen, weil er auf heiligem Boden steht, und später die Juden aus Ägypten herauszuführen. Die Szene ist reich mit Gold verziert und Moses wird sehr naturalistisch dargestellt.

Während des Mittelalters entwickelte sich die mit Moses verbundene Ikonographie und er wurde mit kleinen Hörnern dargestellt. Dies ist auf eine Fehlübersetzung des hebräischen Wortes qaran ("glühend") aus Ex 34, 30 zurückzuführen. Beim Abstieg vom Berg Horeb soll Moses' Gesicht "strahlend" gewesen sein, aber die Vulgata übersetzte versehentlich das hebräische Wort qeren als „Es wuchsen Hörner.“

Das Stundenbuch des Prinzen von Frankreich – CM Editores – Ms. 1011 – Bibliothèque municipale de Grenoble (Grenoble, Frankreich)
Faksimile-Editionen

#1 Libro de Horas del DelfĂ­n de Francia

CM Editores – Salamanca, 2018 (NICHT LIEFERBAR)
Das Stundenbuch des Prinzen von Frankreich – CM Editores – Ms. 1011 – Bibliothèque municipale de Grenoble (Grenoble, Frankreich)
Das Stundenbuch des Prinzen von Frankreich – CM Editores – Ms. 1011 – Bibliothèque municipale de Grenoble (Grenoble, Frankreich) Copyright Bildmaterial: Ziereis Faksimiles

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: CM Editores – Salamanca, 2018 (NICHT LIEFERBAR)
Kommentar: 1 Band von Fernando S. VillaseĂąor
Faksimile: 1 Band Detailnahe Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht mĂśglicherweise nicht dem ursprĂźnglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
Ausgabe bei uns verfĂźgbar
Preiskategorie: €€€
(3.000€ - 7.000€)
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