Evangeliar des Johann von Troppau

Codex 1182 - Österreichische Nationalbibliothek (Wien, Österreich)

Alternativ-Titel:

Evangeliar des Johannes von Troppau, Gospels of John of Opava

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Evangeliar des Johannes von Troppau
Gospels of John of Opava

Art
Umfang / Format

384 Seiten / 37.3 x 25.5 cm

Herkunft
Datum
1368
Stil
Genre
Sprache
Auftraggeber

Albrecht III., Herzog von Österreich (1349-1395)

Künstler / Schule

Johann von Troppau

Buchschmuck

5 große Bildseiten, 4 Zierseiten mit Initialen, 85 Bildinitialen, alle Textseiten mit Rahmen und Eckblättern. Jedes Evangelium beginnt mit einer ganzseitigen Miniatur bestehend aus 12 Einzelminiaturen. Gesamter Text geschrieben mit Goldtinte.

Kurzbeschreibung

Als großer Liebhaber von kostbaren Büchern gab Albrecht III., Herzog von Österreich (1349-1395), bei dem Priester und Kanoniker Johann von Troppau ein besonders prunkvolles Evangeliar in Auftrag. Dieser sagt selbst, dass er den Text im Jahr 1368 mit einer Tinte aus reinem Gold geschrieben habe. Für die Dekoration der 348 Seiten mit fünf Bildseiten, vier Zierseiten mit Initialen, 85 historisierenden Initialen und zahlreichen Rahmenleisten mit Eckblättern erhielt von Troppenau jedoch Unterstützung von einem Assistenten und dem Miniaturmaler des Missales von Johann von Neumarkt. Ein effektvolles Highlight bilden vor allem die beiden filigranen Buchdeckel mit stilisierten Sonnenstrahlen und jeweils fünf Löwenköpfen aus vergoldetem Silber.

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Evangeliar des Johann von Troppau

Das prunkvolle Evangeliar des Johann von Troppenau nimmt als Gründungskodex der Österreichischen Nationalbibliothek eine besondere Stellung in dessen Sammlung ein. Die 384 Seiten umfassende Handschrift entstand 1368 im Norden der Tschechischen Republik im Auftrag von Albrecht III., dem Herzog von Österreich (1349-1395). Dieser war bereits bei seinen Zeitgenossen als Liebhaber der Künste und als großer Bücherfreund bekannt. Für die Gestaltung des Textes, die fünf großen Bildseiten, die vier Zierseiten mit Initialen sowie für die der 85 historisierenden Initialen war der Priester und Kanonikus Johann von Troppenau verantwortlich. Abgerundet wird der imposante Gesamteindruck der Handschrift von den Schmiedearbeiten der beiden Prunkdeckel aus vergoldetem Silber.

Die Signatur des Johann von Troppenau

Als Priester und Kanonikus von Brünn teilt Johann von Troppenau dem Leser der vier Evangelien des Neuen Testaments mit, dass er selbst den Text im Jahr 1368 mit einer Tinte aus reinem Gold geschrieben hat. Demnach kann das Manuskript zwar sicher datiert werden, doch es ist davon auszugehen, dass von Troppenau bei der Produktion der Handschrift Unterstützung hatte. So lassen sich bei der Dekoration drei unterschiedliche Hände scheiden: Die des Priesters als Hauptmeister, die eines Assistenten und die des Miniaturmalers von dem Missale des Johann von Neumarkt.

Detailreiche Darstellungen aus dem Leben der Evangelisten

Ganz meisterhaft sind die Prunkseiten, die jeweils zu Beginn des Evangeliums stehen und immer nach dem gleichen Grundschema aufgebaut sind. Auf der linken Seite befinden sich 12 Szenen aus der Legende Aurea, die Geschichten aus dem Leben des Evangelisten mit beeindruckender Genauigkeit schildern. Dem gegenüber steht eine aufwändig gestaltete Zierseite mit dem entsprechenden Anfangsbuchstaben des Evangeliums. Weiterhin verteilen sich über den Text 85 herrliche Bildinitialen, die den Beginn der einzelnen Kapitel markieren. Zudem sind alle Textseiten mit einer leuchtend blauen Rahmenleiste und zauberhaften Eckblättern geschmückt.

Strahlende Metallbuchdeckel

Ein ganz besonderes Kennzeichen der böhmischen Handschrift sind die überaus filigran gearbeiteten Buchdeckel aus vergoldetem Silber. Jeweils vier Maßwerkleisten bilden ein Innenfeld, welches von stilisierten Sonnenstrahlen gefüllt ist, die in dünne Spitzen auslaufen. In den vier Ecken und im Zentrum ist je ein Löwenkopf mit als Strahlenkranz gestalteter Mähne zu finden. Als einziger heute noch erhaltener Metallbuchdeckel der Österreichischen Nationalbibliothek ist diese hervorragende Schmiedearbeit von ganz besonderem Wert.

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