Astrologie im Auftrag Alfons des Weisen: Die Heilwirkung von Steinen und Edelsteinen in leuchtenden Miniaturen

Lapidarium von König Alfons des Weisen

Spanien — 1253

Lapidarium von König Alfons des Weisen

Lapidarium von König Alfons des Weisen

Spanien — 1253

  1. König Alfons X. von Kastilien (1221-1284) erhielt seinen Beinamen "der Weise" wegen seiner Begeisterung für die Künste und Wissenschaften

  2. Seine Abhandlung befasst sich mit den magischen und medizinischen Wirkungen Steinen und Edelsteinen im Zusammenhang mit Astrologie

  3. Entstanden ca. 1253, enthält sie leuchtende Miniaturen, historische Initialen und astrologische Tabellen

Lapidarium von König Alfons des Weisen

Alternativ-Titel:
  • Lapidary by Alfonso X the Wise
  • Primer Lapidario del Rey Alfonso X El Sabio
Lapidarium von König Alfons des Weisen – ms. H. I. 15 – Real Biblioteca del Monasterio (San Lorenzo de El Escorial, Spanien)
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  1. Kurzbeschreibung
  2. Kodikologie

Kurzbeschreibung

König Alfons X. von Kastilien erhielt seinen Beinamen der Weise aufgrund seiner Begeisterung für die Wissenschaften und Künste. Ein besonderes Zeugnis seines Ruhmes als Gelehrter ist die Handschrift des Lapidariums aus dem Jahr 1253. Dieses Traktat des Königs befasst sich mit der Magischen und medizinischen Bedeutung und Wirkung von Edelsteinen und anderem Gestein in Beziehung zur Astrologie. Die wunderschöne Handschrift im Escorial präsentiert dieses Werk ausgeschmückt in überbordender Pracht!

Lapidarium König Alfons des Weisen

Tierkreiszeichen, Sternbilder, Himmelskörper und ihre Bewegungen: die Wissenschaft der Astrologie war das gesamte Mittelalter hindurch ein ehrgeizig betriebenes Forschungsfeld. Mit Bezug auf antike Autoren wurden vergessene und neue Theorien durchdacht und untersucht und schließlich in kostbaren Handschriften festgehalten. Ein besonderes Gebiet dieser Beschäftigung mit astrologischen Phänomenen war dabei die Verbindung zur Mineralogie. In sogenannten Lapidarien – wissenschaftlichen Abhandlungen zu diesem Thema - wurde die Bedeutung und Wirkung von Steinen und Edelsteinen und ihre Beziehungen zur Astrologie festgehalten.

Der gelehrte König als Autor

Auch König Alfons der Weise beschäftigte sich mit diesem Forschungsfeld zwischen Astrologie und Naturwissenschaften. Seinen Beinamen erhielt der Kastilische König Alfons X. (1221-1284) durch seinen Ruhm als Gelehrter. Er war ein begeisterter Wissenschaftler und Poet, der besonders durch die Mauren mit zahlreichen neuen Wissensgebieten in Kontakt kam. Alfons X. gründete nicht nur eine Übersetzerschule in Toledo und betätigte sich als Förderer der Kunst und Wissenschaft, sondern war selbst Verfasser einiger Schriften und Bücher. Dabei reichte sein Themenfeld von Geschichte, Kosmologie und Philosophie bis hin zur Astronomie und Mathematik.

Eine wunderschöne Handschrift zwischen Kunst und Wissenschaft

Im Jahr 1253 entstand schließlich die Handschrift mit dem Lapidarium König Alfons des Weisen. Die eindrucksvolle Pergamenthandschrift begeistert jedoch nicht nur mit dem gehaltvollen wissenschaftlichen Inhalt, sondern auch mit ihrer außerordentlich schönen künstlerischen Gestaltung. Der überbordende Buchschmuck besteht aus leuchtend bunten Miniaturen, die in wunderschönen ornamentalen Darstellungen die Theorien verbildlichen, etwa mit astrologischen Tabellen. Daneben finden sich kunstvolle historisierte Initialen mit wunderbaren szenischen Darstellungen und zu Beginn der Handschrift eine Miniatur mit der Übergabe der Handschrift an den König.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Lapidary by Alfonso X the Wise
Primer Lapidario del Rey Alfonso X El Sabio
Umfang / Format
94 Seiten / 40,2 x 29,1 cm
Herkunft
Spanien
Datum
1253
Sprache
Buchschmuck
638 farbige Miniaturen und Initialen
Künstler / Schule

1 verfügbare Faksimile-Ausgabe(n) von „Lapidarium von König Alfons des Weisen“

Lapidario de Alfonso X el Sabio
Lapidarium von König Alfons des Weisen – ms. H. I. 15 – Real Biblioteca del Monasterio (San Lorenzo de El Escorial, Spanien)
Bildvon

Lapidario de Alfonso X el Sabio

Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten)
Verlag
Edilan – Madrid, 1982
Einband
Leder
Kommentar
1 Band (256 Seiten) von Jose Luis Amorós Portolés und Ana Domínguez Rodríguez
Sprache: Spanisch
Mehr Informationen
Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
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