Ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung der Medizin: Die Kunst, Alkohol zu destillieren, kombiniert mit einer Abhandlung über die Natur des Universums

Madrid, 2003

1525

Madrid, 2003

Madrid, 2003

— 1525

  1. Philipp Ulstad war ein Nürnberger Adliger, der zu Beginn des 16. Jahrhunderts in Freiburg lehrte

  2. Er ist Autor eines bedeutenden Werks in der Geschichte der Destillation, die den Prozess und die Gerätschaften im Detail beschreibt

  3. Ulstad entwirft auch die Theorie, dass das Universum zwischen der Welt der vier Elemente und dem unveränderlichen Himmel aufgeteilt ist

Madrid, 2003

Coelum philosophorum seu de Secretis Naturae – Biblioteca Nacional de España (Madrid, Spanien)
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  1. Kurzbeschreibung
  2. Kodikologie

Kurzbeschreibung

Coelum philosophorum seu de Secretis Naturae

Dieses lateinische Werk, dessen Titel sich als „Der Himmel der Philosophen oder die Geheimnisse der Natur“ ins Deutsche übersetzen ließe, verfasste der Nürnberger Patrizier Philipp Ulstad, der zu Beginn des 16. Jahrhunderts in Fribourg in der Schweiz Medizin lehrte und das Werk dort im Jahr 1525 drucken ließ. Bei der Abfassung stützte er sich auf das Vorläuferwerk des deutschen Wundarztes, Botanikers und Alchemisten Hieronymus Brunschwig (ca. 1450-ca. 1512), das den Titel Liber de arte distillandi de simplicibus oder „Buch von der Kunst der einfachen Destillation“ trug. Ebenso wie sein Vorläufer beschäftigt sich Ulstad mit der Kunst der Destillation und ihren Techniken. Sein Werk gilt als ein Hauptwerk in der Geschichte der Destillation und enthält verschiedene Heilmittel für Ärzte sowie Rezepte für das berühmte Trinkgold der Alchimisten, das sogenannte„Aurum potabile“. Sein Hauptaugenmerk liegt jedoch auf der Gewinnung des ”Mercurialwassers“ oder „Wassers des Lebens” - Destillatorium ad aqua vitae. Ulstad spezifiziert die verschiedenen Instrumente, die bei der Herstellung von Alkohol zum Einsatz kommen, befasst sich aber auch mit anderen Themen wie der Philosophie der Natur der Zeit. Er unterteilt das Universum in zwei voneinander getrennte Regionen: die Welt der vier Elemente (Wasser, Luft, Erde und Feuer), in der Korruption und Unvollkommenheit herrschen, und den unbestechlichen Himmel. Das durch Destillation gewonnene Aqua vitae (die fünfmal ausgezogene Kraft eines Stoffes) galt als „Quintessenz“, als fünftes Element, als angebliche Materie der Himmelskörper. Man nahm an, dieser „Fünftelsaft“ würde nach Aufnahme in den menschlichen Körper die unguten Körpersäfte eliminieren, da diese Substanz alle Elemente unter dem Himmel übertraf. Bereits die antiken Philosophen arbeiteten an der Herstellung der Quintessenz um das Leben zu stärken und zu verlängern. Heute sind diese Lehren überholt, doch entstand durch das Destillationsverfahren beispielsweise Äther, ein Frühnarkotikum, und destillierter Alkohol dient auch heute noch dazu, medizinische Instrumente zu desinfizieren. Dieses Dokument stellt somit einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung der Medizinwissenschaft dar.

1 verfügbare Faksimile-Ausgabe(n) von „Madrid, 2003“

2003
Coelum philosophorum seu de Secretis Naturae – Biblioteca Nacional de España (Madrid, Spanien)
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2003

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Circulo Cientifico
Kommentar
1 Band von Benito Del Castillo, Javier Puerto, Manuel Arroyo González, Agustín Fernández Merino
Sprache: Spanisch

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