Geschrieben von einem Rivalen: Die faszinierende, nicht "autorisierte" Fortsetzung von *Don Quijote*, die dem eigentlichen Teil II von Miguel de Cervantes vorausging

Madrid, 2017

Terragona (Spanien) — 1614

Madrid, 2017

Madrid, 2017

Terragona (Spanien) — 1614

  1. Miguel de Cervantes (1547-1616) verewigte sich mit seinem berühmten Roman, der erstmals 1605 veröffentlicht wurde

  2. Eine falsche zweite Ausgabe wurde 1614 veröffentlicht - allerdings von einem mysteriösen Autor, der nur unter dem Pseudonym Avellaneda bekannt ist

  3. Avellaneda ist möglicherweise ein Rivale von Cervantes und beleidigt ihn im Prolog, was Cervantes dazu anspornte, seine Fortsetzung zu beenden

Madrid, 2017

Alternativ-Titel:
  • The Quixote of Avellaneda
  • El Quijote de Avellaneda
Quijote von Avellaneda – Cerv. vit. III-3 – Biblioteca Nacional de Catalunya (Barcelona, Spanien)
Bildvon
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  1. Kurzbeschreibung
  2. Kodikologie

Kurzbeschreibung

Der ikonische spanische Roman Don Quijote ist Miguel de Cervantes grandioser Beitrag zur Weltliteratur und war ein sofortiger Erfolg. Ein unbekannter Gelehrter unter dem Pseudonym Alonso Fernández de Avellaneda schuf, ungeduldig auf die Veröffentlichung der Fortsetzung des Romans wartend, seinen eigenen, in dem er Cervantes beleidigt. Diese nicht autorisierte "Fan-Fiction" spornte Cervantes dazu an, seine eigene Fortsetzung zu vollenden, und zeugt von dem enormen Einfluss, den das Werk zu Beginn des 17

Der Don Quijote von Avellaneda

Mit seinem Roman Don Quijote hat sich Miguel de Cervantes (1547-1616) in der Weltliteratur unsterblich gemacht. Das Werk wurde im Laufe der Zeit in über 140 Sprachen übersetzt und ist damit das ** meistübersetzte Buch nach der Bibel**. Erzählt wird darin die Geschichte des verarmten Landjunkers Alonso Quijano aus der Mancha, der durch die übermäßige Lektüre mittelalterlicher Ritterromane den Verstand verliert und sich selbst in der Rolle eines stolzen Ritters wähnt. Die Ritterparodie ragt als das einflussreichste Werk des spanischen „Siglo de Oro“, des Goldenen Jahrhunderts, und des gesamten spanischen Literaturkanons heraus. Nach der Veröffentlichung des ersten Teils im Jahr 1605 begann Cervantes mit der Arbeit an einer Fortsetzung, die 1615 veröffentlicht wurde. Ein Jahr davor, in 1614, kam ihm ein mysteriöser Autor, der unter dem Pseudonym Alonso Fernández de Avellaneda von Tordesillas auftrat, mit der Veröffentlichung einer gefälschten zweiten Ausgabe zuvor, die angeblich ein gewisser Felipe Roberto in Tarragona gedruckt hatte. Unzählige Theorien ranken sich bis heute um die wahre Identität des Avellaneda, der ein gebildeter Mann, möglicherweise aus gehobenen Adelskreisen stammend, und ein erfahrener Schreiber gewesen sein muss. Es ist nicht auszuschließen, dass er ein Rivale von Cervantes war, da er ihn in der Vorrede zu seinem Plagiat unnötigerweise verspottet und beleidigt. Cervantes konterte mit einer geistvoll eingebauten Kritik an Avellaneda in seinem eigenen, authentischen zweiten Teil. Wenngleich Avellanedas Werk nicht an die Kunstfertigkeit von Cervantes’ Meisterwerk heranreicht, spornte es diesen immerhin dazu an, seinen Zweiten Teil des Don Quijote zu vollenden. Der apokryphe Roman selbst wurde mehrmals nachgedruckt und ist bis heute eine interessante Lektüre, besonders für Literaturhistoriker.

Kodikologie

Alternativ-Titel
The Quixote of Avellaneda
El Quijote de Avellaneda
Datum
1614
Sprache
Inhalt
Fortsetzung von Don Quijote
Künstler / Schule

1 verfügbare Faksimile-Ausgabe(n) von „Madrid, 2017“

2017
Quijote von Avellaneda – Cerv. vit. III-3 – Biblioteca Nacional de Catalunya (Barcelona, Spanien)
Bildvon

2017

Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten)
Verlag
Millennium Liber
Einband
Leder gebunden auf einem Brett, vergoldet wie das Original. Das Faksimile und der begleitende Kommentarband werden in einem eleganten Gehäuse präsentiert.
Kommentar
Sprache: Spanisch
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Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband. Faksimile-Edition auf Spezialpapier gedruckt. Gesammelt, gefaltet und von Hand genäht.
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