Mittelalterliche Propaganda in schönster Form: Großartige Miniaturen für den großen Kunstmäzen Robert den Weisen, König von Neapel

Rome/Turin, 2004

Rome/Turin, 2004

Rome/Turin, 2004

  1. Robert von Anjou (1275-1343), König von Neapel, war ein angesehener Herrscher, der als Robert der Weise bekannt wurde

  2. Ein ihm gewidmetes Lobgedicht wurde gegen 1320 von Convenole da Prato (ca. 1270-1338) geschrieben

  3. 30 meisterhafte Miniaturen aus einer florentinischen Werkstatt in einem von Taddeo Gaddi beeinflussten Stil schmücken den Text

Rome/Turin, 2004

Alternativ-Titel:
  • Panegyric in Honor of King Robert of Anjou
  • Regia Carmina
Lobgedicht auf Robert von Anjou – Banco Rari 38 – Biblioteca Nazionale Centrale di Firenze (Florenz, Italien)
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  1. Kurzbeschreibung
  2. Kodikologie

Kurzbeschreibung

Panegyrikus zur Ehrung König Roberts von Anjou

Ein Panegyrikus (von altgr. panēgyrikós „Festrede“) ist ein prunkvolles, erhabenes Dichtwerk zum Lob und Preis eines Herrschers, in diesem Fall, des Robert von Anjou (1275-1343), König von Neapel, auch bekannt als Robert der Weise. Er war zu seinen Lebenszeiten die zentrale Figur der italienischen Politik und kam dem Ziel, die italienische Halbinsel in einem einzigen Reich zu vereinen, näher als je ein anderer zuvor. Für den Widerstand, den er gegen die Ansprüche der deutschen Kaiser und der Könige von Aragon leistete, erhielt den Beinamen “Friedensstifter von Italien“. Er verwandelte Neapel von einem schmutzigen Seehafen in eine elegante mittelalterliche Stadt. Das vorliegende Preisgedicht stammt aus der Feder Convenole da Pratos (ca. 1270-1338), eines italienischen Autors, Notars, Botschafters und Lehrers des berühmten Humanisten Petrarca (1304-74), der es um das Jahr 1320 verfasste. Begleitet wird die Dichtung von 30 meisterhaften Miniaturen, die aus einer Florentiner Werkstatt stammen und stilistisch vom Einfluss Taddeo Gaddis (ca. 1290-1366) zeugen. Eine besonders berühmte Doppelseite zeigt eine Majestas Domini mit Christus auf einem Thron sitzend und die Erdkugel in Händen haltend, auf der die drei damals bekannten Kontinente Europa, Asien und Afrika zu erkennen sind, während auf der gegenüberliegenden Seite die betende Jungfrau Maria abgebildet ist. Bei Petrarca wird König Robert als Mann der Kultur und großzügiger Förderer der Künste gedacht und Boccaccio (1313-75) beschrieb ihn als „einzigartig unter den Königen unserer Tage“ und als „Freund des Wissens und der Tugend“.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Panegyric in Honor of King Robert of Anjou
Regia Carmina

1 verfügbare Faksimile-Ausgabe(n) von „Rome/Turin, 2004“

2004
Lobgedicht auf Robert von Anjou – Banco Rari 38 – Biblioteca Nazionale Centrale di Firenze (Florenz, Italien)
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2004

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