Hochzeitsurkunde der Kaiserin Theophanu

Dowry Certificate 6 Urk 11 - Niedersächsisches Staatsarchiv (Wolfenbüttel, Deutschland)

Alternativ-Titel:

Theophanu-Urkunde, Hochzeitsurkunde Theophanus, Marriage Certificate of the Empress Theophano

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Theophanu-Urkunde
Hochzeitsurkunde Theophanus
Marriage Certificate of the Empress Theophano

Art
Umfang / Format

1 Schriftrolle (bestehend aus 3 Teilen) / 144.5 x 39.5 cm

Herkunft
Datum
972
Stil
Genre
Sprache
Auftraggeber

Otto II., Römisch-deutscher Kaiser, und seine Frau Theophanu

Vorbesitzer

Stift Gandersheim

Kurzbeschreibung

Die Heiratsurkunde der Kaiserin Theophanu anlässlich ihrer Heirat mit dem römisch-deutschen Kaiser Otto II. im Jahr 972 stellt ein außergewöhnliches und einmaliges Dokument der ottonischen Zeit dar. Die historische Bedeutung der Urkunde als Beispiel für die Verbindung des byzantinischen mit dem abendländischen Kaiserreich ist unbestreitbar. Doch auch die detaillierte künstlerische Gestaltung und die außerordentlich hochwertigen Materialien machen die Urkunde der Theophanu zu einem wertvollen Relikt der ottonischen Zeit.

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Theophanu-Urkunde

Die Heiratsurkunde der Kaiserin Theophanu anlässlich ihrer Heirat mit dem römisch-deutschen Kaiser Otto II. im Jahr 972 stellt ein außergewöhnliches und einmaliges Dokument der ottonischen Zeit dar. Die historische Bedeutung der Urkunde als Beispiel für die Verbindung des byzantinischen mit dem abendländischen Kaiserreich ist unbestreitbar. Doch auch die detaillierte künstlerische Gestaltung und die außerordentlich hochwertigen Materialien machen die Urkunde der Theophanu zu einem wertvollen Relikt der ottonischen Zeit.

Eine Heirat als politisches Ereignis

Im April 972 traute Papst Johannes XIII. in der Peterskirche zu Rom Otto II., den Sohn Kaiser Ottos I., und Theophanu, die byzantinische Prinzessin. Mit diesem vor allem politisch hoch bedeutenden Akt wurde ein seit der Kaiserkrönung Karls des Großen im Jahr 800 bestehender Konflikt zwischen dem byzantinischen Reich im Osten und den karolingischen römisch-deutschen Kaisern im Westen diplomatisch beendet, die jeweils Anspruch auf den Kaisertitel in der Nachfolge des Römischen Reiches erhoben. Durch eine Heirat zwischen den beiden Parteien sollte der Titel auch für das ottonische Kaisertum legitimiert werden. Kaiser Otto I. vermählte deshalb seinen siebzehnjährigen Sohn und Mitkaiser Otto II. mit der zwölfjährigen Nichte des byzantinischen Ostkaisers Johannes I. Tzimiskes, Theophanu.
Die Heiratsurkunde dokumentiert dieses Ereignis mit allen daraus folgenden Legitimationen und regelt darüber hinaus die Rechte, die der zukünftigen Kaiserin zustanden. Ihr wird das Recht zugesprochen, neben ihrem Gemahl das Reich mitzuregieren, und außerdem werden die Einkommen und Pfründe festgesetzt, die ihr zugeteilt wurden, darunter Provinzen und Pfalzen in Italien, den Niederlanden und Deutschland. Im ottonischen Reichsstift Gandersheim, dem die Kaiserin Theophanu persönlich eng verbunden war, wurde die Urkunde verwahrt und dort um 1700 wiederentdeckt. Unter anderem erkannte Gottfried Wilhelm Leibnitz schon früh die historische Bedeutung des Dokuments.

Überbordende Pracht mit gewichtigem Inhalt

Die Urkunde wird heute im Niedersächsischen Staatsarchiv in Wolfenbüttel aufbewahrt. Die Rolle aus Purpurpergament, ist aus drei aneinandergeklebten Stücken gefertigt und hat eine beeindruckendes Format von 144,5 x 39, 5 cm. Schon die äußere Erscheinung des historisch sehr bedeutsamen Dokuments lässt auf den Inhalt schließen. Große kreisrunde Medaillons prägen das Erscheinungsbild der Urkunde, die in ihrer ornamentalen Gestaltung auf byzantinische Muster, etwa von kostbaren Seidenstoffen, verweist. In den purpurnen Kreisflächen finden sich die feinsten Zeichnungen von verschiedenen Tieren, jeweils paarweise kämpfend angeordnet. Unter ihnen finden sich Darstellungen von Löwen, Hirschen oder Pferden. Die Flächen zwischen den Medaillons sind mit Indigo gefärbt, neben Purpur ein weiterer Stoff von ungeheurem Wert. Kunstvolle Ornamente schmücken diese Zwischenräume. Das ganze Dokument wird gerahmt von einem umlaufenden goldenen Schmuckband mit weiteren feinen Ornamenten und am oberen Rand sogar mit kleinen Halbfigurendarstellungen von Christus, Maria, Johannes dem Täufer und den Evangelisten. Auf diesem überbordenden Hintergrund ist in Goldtinte und schönster Schrift der Text der Urkunde aufgebracht. All diese Pracht zusammen mit dem historisch hoch bedeutenden Inhalt machen die Heiratsurkunde der Theophanu zu einem einzigartigen Dokument der (Kunst-)Geschichte.

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