Imago Mundi

Biblioteca Capitular y Colombina (Sevilla, Spanien)

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Kodiologie

Art
Umfang / Format

288 Seiten / 28.0 x 21.0 cm

Herkunft
Datum
Zwischen 1480 und 1483
Stil
Genre
Künstler / Schule

Autor: Pierre d´Ailly
Handschrift Anmerkungen von Christopher Columbus und seinem Sohn Hernando

Vorbesitzer

Christoph Columbus

Kurzbeschreibung

Christoph Kolumbus vertraute dieser Schrift mehr als allen Hinweisen seiner Zeitgenossen: die astronomisch-geographische Schrift Imago mundi von Pierre d'Ailly. Das bekannteste Werk dieses bedeutenden französischen Theologen aus dem Jahr 1410 war zu Kolumbus Zeiten jedoch schon längst nicht mehr auf dem aktuellsten Stand. So kam es zu den falschen Berechnungen des Entdeckers und dadurch zur Entdeckung eines neuen Kontinents. Pierre d'Aillys Imago mundi ist nichtsdestotrotz ein wundervolles und eindrückliches Zeugnis der kosmographischen Kenntnisse des frühen 15. Jahrhunderts, und die persönliche Ausgabe des Christoph Kolumbus mit seinen Notizen wahrhaft einzigartig!

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Imago Mundi

Christoph Kolumbus vertraute dieser Schrift mehr als allen Hinweisen seiner Zeitgenossen: die astronomisch-geographische Schrift Imago mundi von Pierre d'Ailly. Das bekannteste Werk dieses bedeutenden französischen Theologen aus dem Jahr 1410 war zu Kolumbus Zeiten jedoch schon längst nicht mehr auf dem aktuellsten Stand. So kam es zu den falschen Berechnungen des Entdeckers und dadurch zur Entdeckung eines neuen Kontinents. Pierre d'Aillys Imago mundi ist nichtsdestotrotz ein wundervolles und eindrückliches Zeugnis der kosmographischen Kenntnisse des frühen 15. Jahrhunderts, und die persönliche Ausgabe des Christoph Kolumbus mit seinen Notizen wahrhaft einzigartig!

Die wunderschöne Ausgabe des Kolumbus

Die Ausgabe der Schrift Imago mundi aus der Biblioteca Capitular y Colombina in Sevilla wurde um 1483 in Leuven im heutigen Belgien gedruckt. Drucker war Johann von Paderborn, einer der ersten Drucker in Leuven oder sogar in ganz Flandern. Auf 288 Seiten im Format von 28 x 21 cm ist das Hauptwerk des Pierre d'Ailly festgehalten. Unterteilt in 18 Kapitel oder Traktate, jeweils mit wunderschönen und informativen Zeichnungen illustriert, bietet sich ein herrlicher Überblick über das astrologisch-geographische Wissen des frühen 15. Jahrhunderts.

Ein Zeuge historischer Begebenheiten

Der Autor dieses Werkes war Pierre d'Ailly (1350/51-1420), ein bedeutender französischer Theologe und Kardinal. D'Ailly war unter anderem beteiligt an den Streitigkeiten des Abendländischen Schismas, am Konzil von Konstanz und am Verhör des Reformators Jan Hus. Er war also Zeuge der bedeutendsten historischen Ereignisse seiner Zeit. Außerdem verfasste er zahlreiche mystisch geprägte Werke und zeigte großes Interesse an der Wissenschaft der Astrologie. Sein bekanntestes Werk ist jedoch die astronomisch-geographische Schrift Imago mundi von 1410. Diese ist zusammengestellt aus verschiedenen Quellen der Antike und des Mittelalters und enthält Traktate zur Ordnung des Kosmos und der Erde samt einer Beschreibung der damals bekannten drei Kontinente.

Die Idee der Indienfahrt

Historisch noch bedeutender ist diese Schrift im persönlichen Exemplar von Christoph Kolumbus. Dieser bedeutende Entdecker Amerikas hat das Buch mit Notizen aus seiner Hand versehen, und auch sein Sohn Hernando hat einige Aufzeichnungen im Buch hinterlassen. Die vielen Anmerkungen belegen, wie intensiv sich der spanische Entdecker mit der Schrift Imago mundi auseinandergesetzt hat. Die Schrift hatte maßgeblich Einfluss auf die Entdeckungsfahrten und brachte Kolumbus – wie in der Forschung vermutet wird – gar erst auf die Idee einer Indienfahrt. Kolumbus verließ sich jedoch verheerenderweise eher auf die bereits 80 Jahre alten und damit veralteten Angaben von d'Ailly als auf die Hinweise seiner Zeit und kam deshalb vom vorgesehenen Kurs ab. Doch führte dies zu einem wichtigen Ereignis der Weltgeschichte: der Entdeckung Amerikas!

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