Kalendarium der Diozese Utrech

Alternativ-Titel:

Geert Groote - Getijdenboek, Brewiarz Staroniderlandzki

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Geert Groote - Getijdenboek
Brewiarz Staroniderlandzki

Art
Umfang / Format

258 Seiten / 20.0 x 14.5 cm

Herkunft
Datum
Mitte des 15. Jahrhunderts
Stil
Genre
Sprache
Künstler / Schule

Buchbinder: Jacobus

Buchschmuck

Fast jedes Blatt mit einzigartigen und sehr schönen, bunten und goldenen Initialen sowie Rahmen mit floraler und figurativer Dekoration

Vorbesitzer

National- und Universitätsbibliothek in Królewiec

Kurzbeschreibung

Einer der hochwertigsten Kalender des Mittelalters entstand in der Mitte des 15. Jahrhunderts in den Niederlanden. Es handelt sich dabei um das Kalendarium der Diözese von Utrecht. Das Werk beinhaltet neben einem Jahreskalender auch eine Abschrift des „Getijdenboek“, einem Manuskript des niederländischen Theologen und Predigers Geert Groote. Jede Seite der Handschrift ist mit farbigen und teils goldbesetzten Initialen, sowie prachtvollen Blumenbordüren und figürlichen Dekorelementen geschmückt.

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Das Kalendarium der Diözese Utrecht

Historische Jahreskalender beschränkten sich kaum je auf die reine Darstellung des Jahresverlaufes, sondern informierten auch über jahreszeitabhängige Tätigkeiten, im Jahresverlauf zu erwartende Wetterlagen und gaben die besten Tage für das Haareschneiden, Baden, Schröpfen, Abstillen etc. an. Im Christentum bezeichnet der Begriff Kalendarium ein offizielles Verzeichnis für kirchliche Fest- und Gedenktage. Im Mittelalter gelangte der Kalender wie kaum ein anderer Lesestoff in die breitesten Schichten der Bevölkerung und wurde stets zu praktischen und ökonomischen Zwecken, aber auch zur erbaulichen und moralischen Belehrung genutzt. Das „Getijdenboek“ des Niederländers Geert Groote für die Diözese Utrecht ist eines der schönsten Beispiele für diese Gattung von Manuskripten. Beinahe jede Seite der Handschrift auf Pergament ist mit wunderschönen farbigen und goldenen Initialen, sowie floralen und figurativen Mustern illuminiert. Heute befindet sich die kostbare Originalausgabe des Werkes in der Universitätsbibliothek des Nikolaus Kopernikus in der polnischen Stadt Torun.

Der begabte Autor Geert Groote

Geert Groote war ein niederländischer Theologe und Bußprediger. Er wurde als Sohn des wohlhabenden Kaufmanns Werner Grote und seiner Frau Heylwig van der Basselen geboren. Als er zehn Jahre alt war, starben beide Eltern an der Pest. Der früh verwaiste Junge besuchte die Kapitelschule des Hochstiftes Utrecht und begann im Alter von 15 Jahren ein Studium an der Sorbonne in Paris. Hier kam er in Kontakt mit den großen Philosophen und Gelehrten seiner Zeit. Besonders beeinflusst wurde er durch die Schriften des berühmten mittelalterlichen Predigers und Mystikers Bernhard von Clairvaux. In seiner Jugend führte Groote ein ausschweifendes Leben. Bewegt durch ein Treffen mit Heinrich von Calcar, einem engen Freund und Kartäusermönch, entschied er sich eines Tages für ein frommes und rechtschaffenes Leben in einem Kloster im niederländischen Arnheim. Hier verfasste der gebildete und belesene Mönch unter anderem sein handschriftliches Kalendarium für die Diözese von Utrecht.

Zauberhafte Illumination

Das Kalendarium von Utrecht besteht aus zwei Buchteilen, die von einem Schreiber in der Mitte des 15. Jahrhunderts kombiniert wurden. Der zweite Teil des Werkes ist eine Abschrift des „Getijdenboek“ von Groote, der erste Teil beinhaltet den Jahreskalender. Die gleichmäßige Schrift des originalen Werkes ist noch heute ausgesprochen gut lesbar. Jede Seite ist mit einzigartigen, umwerfend schönen farbigen und goldenen Initialen geschmückt. Die Ränder der Buchseiten sind mit aufwendigen Bordüren aus Blumenranken und figürlichen Mustern versehen. Diese besonderen Dekorelemente zeigen den deutlichen Einfluss der Buchkunst der Renaissance, von dem sich der nicht namentlich bekannte Buchkünstler bei seiner Arbeit leiten ließ. Ebenfalls charakteristisch für die Entstehungszeit des Manuskripts ist sein Einband. Dieser besteht aus dunkelbraunem, mit einem Muster geprägten Leder, sowie zwei Messingschließen, die dem Schutz der Buchseiten gegen Staub und Schmutz dienen.

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