Lambeth-Apokalypse

Ms. 209 - Lambeth Palace, Library of the Archbishop of Canterbury (London, Großbritannien)

Alternativ-Titel:

Apocalypse of Lambeth Palace

Faksimile-Ausgabe
Verschiedene Faksimile
Ausführungen erhältlich
Frage / Bestellen
Kontakt

T: +49 (0)941.586 123 60

F: +49 (0)941.586 123 61

Bitte einloggen!
Auf die Vergleichsliste
Bitte einloggen!
Hinzufügen zur Wunschliste
Bitte einloggen!
Hinzufügen zur Bestandsliste

Kodiologie

Alternativ-Titel

Apocalypse of Lambeth Palace

Art
Umfang / Format

112 Seiten / 27.2 x 19.6 cm

Herkunft
Datum
1260-1270
Stil
Genre
Inhalt

Die Offenbarung des Johannes, Auszüge aus dem Berengaudus-Kommentar aus dem späten 11. Jahrhundert

Sprache
Auftraggeber

Wohl Eleonore (1274), Tochter von William Ill., Graf Ferrers von Derby (1200-1254), und Frau des Grafen von Winchester. Oder Margaret Ferrers (1281), Frau von William III., Graf Ferrers von Derby

Buchschmuck

78 halbseitige Miniaturen auf 23-karätigen Echtgoldhintergründen und 28 kolorierte Federzeichnungen

Vorbesitzer

Im 17. Jahrhundert war die Apokalypse in Besitz der Bibliothek des Erzbischofs von Canterbury. Von 1648 - 1664 war sie zeitweise in Besitz der Universitätsbibliothek in Cambridge.

Kurzbeschreibung

Die aus dem 13. Jahrhundert stammende Lambeth-Apokalypse besticht durch ihre Kombination aus prachtvollen Miniaturen im Hauptteil und kolorierten Federzeichnungen im Anhang. Die Londoner Handschrift in lateinischer Sprache entstand wohl im Auftrag von Eleanor de Quincy (gest. 1274), der Tochter von William V. Earl Ferrers von Derby (1200-1254) oder dessen Frau Margaret de Ferrers (gest. 1281). Auf 112 Seiten finden sich der Text der Offenbarung des Johannes sowie Auszüge des Berengaudus-Kommentars, welche von 78 halbseitigen Miniaturen auf 23-karätigem Goldgrund und 28 Federzeichnungen illustriert werden. Mit ihrer pädagogischen Absicht konnte die Apokalypse dem Leser eine visuelle Hilfestellung beim Verständnis des biblischen Stoffes bieten.

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Die Lambeth-Apokalypse

Eine außerordentlich reizvolle Kombination aus kolorierten Federzeichnungen und prachtvollen Miniaturen bietet die zwischen 1260 und 1270 in England entstandene Lambeth-Apokalypse. Auf 112 Seiten präsentiert das Londoner Manuskript in lateinischer Sprache die Offenbarung des Johannes sowie Auszüge aus dem Berengaudus-Kommentar des späten 11. Jahrhunderts. Mit insgesamt 78 halbseitigen gerahmten Miniaturen auf 23-karätigem Goldgrund und 28 Federzeichnungen wird dem Leser eine visuelle Hilfestellung zum Verständnis der biblischen Johannesvision gegeben.

Handschrift mit pädagogischem Wert

Wer die Apokalypse in Auftrag gegeben hat ist nicht mit Sicherheit zu sagen. Entweder war es Eleanor de Quincy (gest. 1274), die Tochter von William V. Earl Ferrers von Derby (1200-1254) oder dessen Frau Margaret de Ferrers (gest. 1281). Die Absicht der Handschrift war pädagogisch und unterhaltsam zugleich. Sie sollte den Leser erziehen und ihm ein Verständnis für den biblischen Text vermitteln. Auf einen weiblichen Rezipienten ausgelegt scheint die Darstellung der Hure von Babylon. Die aristokratische Frau mit dem Becher des Teufels in den Händen steht auf einem siebenköpfigen Tier und ist als eine Warnung vor der Eitelkeit und dem Luxus zu verstehen.

Interessantes Seitenlayout

Die rechteckigen Miniaturen befinden sich jeweils über dem zweispaltigen Text, der fast immer von ornamentalen Linien in roter und blauer Tinte gerahmt ist. Hinzu treten filigrane goldene Initialen, welche die kalligraphisch faszinierende Schrift dekorieren. Diese Komposition wurde besonders häufig in englischen illuminierten Manuskripten mit hagiographischem Inhalt verwendet, aber auch für die Apokalypsen des 12. Jahrhunderts, wie beispielsweise im St. Albans Psalter oder der Winchester Bibel.

Rot und Blau als apokalyptische Farben

Auffallend großzügig ist der Gebrauch der Farben Rot und Blau. Zusammen schaffen die leuchtenden Töne eine apokalyptische Atmosphäre in den teils schaurigen Szenen der Endzeitgeschichte. Der meist goldene Hintergrund bildet einen strahlenden Kontrast zu den beiden Farben und hinterfängt die Bilder mit seinem überirdischen Glanz. Zudem ist jede Miniatur wie ein kleines Gemälde angelegt und von einem schlichten meist blauen oder roten Rahmen umgeben.

Kunstvoller Anhang

Zwischen 1265 und 1267 wurde die Lambeth-Apokalypse mit einem kunstvollen Anhang versehen, der sich von dem Rest der Ausstattung maßgeblich unterscheidet. Bei dem letzten Teil handelt es sich nicht um Miniaturen sondern um ganzseitige kolorierte Federzeichnungen, die Heilige oder Legenden illustrieren. Auch sie sind gerahmt, wobei die Darstellungen sich nicht immer an die Begrenzungen halten und diese gelegentlich sprengen. Es ist wahrscheinlich, dass dieser später hinzugefügte Teil mit didaktischen Zeichnungen an den Anspruch und Glauben der Besitzerin angepasst wurde.

Schnellsuche
Verlag
Alle Kriterien zeigen