Leben und Wunder Ludwigs des Heiligen

Français 2829 - Bibliothèque nationale de France (Paris, Frankreich)

Alternativ-Titel:

Vida y Milagros de San Luis, Vie et Miracles de San Luis, Life and Miracles of St. Louis

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Vida y Milagros de San Luis
Vie et Miracles de San Luis
Life and Miracles of St. Louis

Art
Umfang / Format

328 Seiten / 37.0 x 26.5 cm

Herkunft
Datum
Um 1480
Stil
Genre
Inhalt

Beschreibung des Lebens und Wirkens König Ludwig des Heiligen von Frankreich

Sprache
Künstler / Schule

Meister des Kardinals Charles de Bourbon

Buchschmuck

Vielzahl ganzzeitiger Miniaturen aus dem Lieben König Ludwigs des heiligen, reiche Rahmenverzierungen und eine Vielzahl dekorierter Initialen

Vorbesitzer

Eine der drei Frauen von Johann II., Herzog von Bourbon, Bruder des Kardinals de Bourbon

Schrift

Gotische Schrift

Kurzbeschreibung

Einer der bedeutendsten mittelalterlichen Monarchen, der das „Ideal eines christlichen Herrschers“ im 13. Jahrhundert neu definierte, war König Ludwig IX. von Frankreich, genannt der Heilige. Seine Person und sein Wirken boten Stoff für unzählige Chroniken, Biographien und Wundererzählungen, die zum Teil in herrlichen Handschriften festgehalten wurden. Ein besonders schönes Exemplar lies Kardinal Charles de Bourbon um 1480 von einem begnadeten Künstler fertigen. Dieser unter dem Namen Meister des Kardinals Charles de Bourbon bekannte flämische Miniaturist stellte mit der künstlerischen Ausschmückung des Livre des faits de monseigneur saint Louis sein ganzes, herausragendes Können dar. Die prachtvollen, goldgeschmückten Miniaturen zu der Lebensbeschreibung Ludwigs des Heiligen und Wundererzählungen, die sich nach seinem Tod an seinem Grab abgespielt haben, bestechen durch feinste Details und wunderbare Bildkompositionen. Die französische Handschrift kann zu den großen Werken der Buchmalerei des späten 15. Jahrhunderts gezählt werden.

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Beschreibung

Leben und Wunder Ludwigs des Heiligen

Einer der bedeutendsten mittelalterlichen Monarchen, der das „Ideal eines christlichen Herrschers“ im 13. Jahrhundert neu definierte, war König Ludwig IX. von Frankreich, genannt der Heilige. Seine Person und sein Wirken boten Stoff für unzählige Chroniken, Biographien und Wundererzählungen, die zum Teil in herrlichen Handschriften festgehalten wurden. Ein besonders schönes Exemplar lies Kardinal Charles de Bourbon um 1480 von einem begnadeten Künstler fertigen. Dieser unter dem Namen Meister des Kardinals Charles de Bourbon bekannte flämische Miniaturist stellte mit der künstlerischen Ausschmückung des Livre des faits de monseigneur saint Louis sein herausragendes Können dar. Die prachtvollen, goldgeschmückten Miniaturen zu der Lebensbeschreibung Ludwigs des Heiligen und Wundererzählungen, die sich nach seinem Tod an seinem Grab abgespielt haben, bestechen durch feinste Details und überraschende Bildkompositionen. Die französische Handschrift kann zu den großen Werken der Buchmalerei des späten 15. Jahrhunderts gezählt werden.

König und Heiliger, Kreuzritter und Friedensrichter

Ludwig IX. (1214-1270), genannt der Heilige, war einer der berühmtesten Könige von Frankreich. Seine Herrschaft markierte ein goldenes Zeitalter. Als Anführer zweier Kreuzzüge und als Wahrer des Friedens und gerechter Schiedsrichter ging er in die Geschichte ein. Ludwig der Heilige gilt heute als einer der bedeutendsten mittelalterlichen Monarchen und „Idealtypus eines christlichen Herrschers“. Schon zu Lebzeiten war er für seine besondere Frömmigkeit und seine enge Verbundenheit mit dem christlichen Glauben bekannt. Dies führte dazu, dass er im Jahr 1297 durch Papst Bonifatius VIII. heilig gesprochen wurde. Das beeindruckende und anekdotenreiche Leben und Wirken Ludwigs des Heiligen wurde in zahlreichen Biographien, zeitgenössischen Chroniken und ausgeschmückten Wundererzählungen festgehalten.

Das prachtvolle Livre des faits de monseigneur saint Louis

Kardinal Charles de Bourbon (1433-1488), Kardinal und Erzbischof von Lyon, war es, der eine der schönsten Handschriften zum Leben und Wirken Ludwigs des Heiligen in Auftrag gab. Der Kardinal war ein großer Verehrer Ludwigs des Heiligen. Um 1480 gefertigt, enthält das Livre des faits de monseigneur saint Louis eine ausführliche Lebensbeschreibung und Wundererzählungen, die sich nach Ludwigs Tod an seinem Grab abgespielt haben. Der Text stammt von einem anonymen Autor, der seine Vorlagen bei Guillaume de Saint-Pathus (Vie de Saint Louis), Vincent de Bauvais (Miroir historial) und Guillaume de Nangis fand und daraus eine spannende und informative Erzählung formte. Kardinal Charles de Bourbon gab die prächtige Handschrift als Geschenk weiter an eine auch im Buch erwähnte „duchesse de Bourbonnois“, eine der drei Gemahlinnen seines Bruders, Herzog Jean II de Bourbon.

Grandiose Buchmalerei des späten 15. Jahrhunderts

Diese Szene ist in einer der wundervollen Miniaturen der Handschrift festgehalten. Eine Darstellung zeigt die Szene von der Übergabe der fertigen Handschrift an den Kardinal. Dieser gibt sie dann weiter an eben diese Herzogin von Bourbon. Auf den 328 Seiten der Handschrift finden sich insgesamt 122 Miniaturen, 48 von ihnen sogar ganzseitig. Beeindruckende Darstellungen mit unglaublicher Räumlichkeit prägen den Stil der Miniaturen. Landschaften und Innenräume, die gekonnt miteinander verknüpft sind, lassen ein spannendes Spiel von Innen und Außen erkennen. Der besonders feine Pinselstrich macht sogar im Hintergrund herrlich detaillierte Szenen möglich. Die gekonnten Schattierungen in leuchtendem Gelbgold lassen alle Miniaturen schimmern und glänzen, als ob sie von der Sonne erhellt wären. Verantwortlich für diese Pracht war der sogenannte Meister des Kardinals Charles de Bourbon, der seine künstlerische Ausbildung wohl in Brügge erhielt. Ab 1480 war er in Paris tätig und hat unter anderem zahlreiche herrliche Stundenbücher illuminiert. Mit dem Livre des faits de monseigneur saint Louis legte er ein eindrucksvolles Zeugnis seiner herausragenden Kunst vor.

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