Luzerner Chronik des Diebold Schilling

Hs.S.23 - Zentralbibliothek Luzern (Lucerne, Schweiz)

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Lucerne Chronicle of Diebold Schilling

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Lucerne Chronicle of Diebold Schilling

Art
Umfang / Format

680 Seiten / 39.5 x 28.5 cm

Herkunft
Datum
1513
Stil
Genre
Sprache
Auftraggeber

Wahrscheinlich der Stadtrat von Luzern

Künstler / Schule

Diebold Schilling und ein weiterer Meister

Buchschmuck

443 illuminerte Seiten in Gotik- und Renaissance-Stil

Kurzbeschreibung

Die Luzerner Chronik des Diebold Schilling ist die schönste Bilderchronik der Schweiz und stellt den Höhepunkt der Karriere des berühmten Schreibers und Chronisten Diebold Schilling dar. Die meisterhaften Illustrationen zeigen eine ausufernde Vielfalt an Szenen aus dem politischen, religiösen und sozialen Leben im Mittelalter dar und lassen den Text des Buches in den Hintergrund treten.

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Luzerner Chronik des Diebold Schilling

Die Schweizer Chronisten des Spätmittelalters haben eine Reihe populärer Chroniken veröffentlicht, die der Nachwelt das politische, religiöse, ökonomische und soziale Leben in der Eidgenossenschaft näher gebracht haben. Das wohl herausragendste Werk dieser Art ist die Luzerner Chronik Diebold Schillings des Jüngeren. Die Schrift behandelt die eidgenössische Geschichte von der Gründungszeit bis ins Jahr 1513. Der Zeitabschnitt von 1474 bis 1513 wird dabei besonders beachtet. Im Vordergrund stehen die politischen Abhängigkeitsverhältnisse. Das Verhältnis der Eidgenossen zu den Großmächten, zum Kaiser und zum Reich wird auf insgesamt 443 Seiten erörtert. Davon wird nur wenig Platz durch Text in Anspruch genommen, die eindrucksvollen Miniaturen der Bilderchronik überwiegen.

Zwei Meister ihres Faches

Der Text der Luzerner Chronik wurde von Diebold Schilling dem Jüngsten verfasst und auch einige der Buchmalereien werden ihm zugeschrieben. Schilling stammt aus einer Familie der erfahrensten und talentiertesten Schriftsteller des Mittelalters. Sein Onkel, der den selben Namen trug, verfasste die weltberühmte Burgunderchronik. Der junge Diebold Schilling, erfolgreicher Absolvent des Jurastudiums in Basel, arbeitete 1479 als Notar in Luzern und ging später an den Hof der Sforza in Mailand. In dieser Zeit begann er mit den Arbeiten an seiner Luzerner Bilderchronik, die möglicherweise von der Luzerner Obrigkeit in Auftrag gegeben wurde. Genaueres zum Auftraggeber ist jedoch nicht bekannt. 1513 wurde das Werk fertiggestellt und in feierlicher Sitzung dem Stadtrat von Luzern überreicht.
Der zweite, nicht minder begabte Buchmaler ist anonym geblieben. Seine Miniaturen unterscheiden sich von denen Schillings in der Pinselführung und Farbwahl. Dieser Maler zeigt sich routinierter und bereits stark von der Renaissancemalerei beeinflusst, während Schillings Bilder noch dem naiven spätmittelalterlichen Stil entspringen.

Die prächtigste Werk seiner Art

Man kann gefahrlos sagen, dass die Luzerner Bilderchronik der am prächtigsten ausgestattete Codex des späten Mittelalters ist. Es gibt kein weiteres Werk, in dem die Illustrationen sorgfältiger und reicher gestaltet sind. Auf jeder Seite finden sich Bilder von größter Farbenvielfalt und Genauigkeit. Nicht der Text steht im Mittelpunkt, wie sonst üblich. Der Text begleitet lediglich die Bildkompositionen, und man stößt immer wieder auf doppelseitige Illuminationen ohne Text, jedoch in gotischer Rahmung, Banderolen oder Umschriften, die die Bilder noch monumentaler wirken lassen. Die Illustrationen, die in einer unzähligen Vielfalt von Farben und in schwarzer Federkontur gehalten sind, stellen eine ausufernde Fülle von Menschen, Landschaften und Bauwerken jeglicher Art dar. Im ersten Bild der Chronik beispielsweise ist der Festakt der Überreichung des Werkes an den städtischen Rat festgehalten. Diese bunte Art und Weise der Darstellung des damaligen Lebens macht das Werk zur unterhaltsamsten Quelle für jeden historisch interessierten Leser.

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