Miradschname: Das Buch der Himmelfahrt des Propheten Mohammed

Ms. Suppl. Turc. 190 - Bibliothèque nationale de France (Paris, Frankreich)

Alternativ-Titel:

Mi’ragnama: The Apocalypse of Mohamed, Miraj Nameh, Mi‘rajnama: The Book of the Prophet Muhammads' Ascension, Mi´ragnama: Apocalipsis de Mahoma, Miradschname: Das Buch der Himmelfahrt des Propheten Mohammed, Le Livre de l'Ascension du Prophète Mahommed, Il Libro dell’Ascensione del Profeta Maometto, O livro da Ascensão do Profeta Maomé

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Alternativ-Titel

Mi’ragnama: The Apocalypse of Mohamed
Miraj Nameh
Mi‘rajnama: The Book of the Prophet Muhammads' Ascension
Mi´ragnama: Apocalipsis de Mahoma
Miradschname: Das Buch der Himmelfahrt des Propheten Mohammed
Le Livre de l'Ascension du Prophète Mahommed
Il Libro dell’Ascensione del Profeta Maometto
O livro da Ascensão do Profeta Maomé

Art
Umfang / Format

70 Seiten / 34.5 x 24.5 cm

Herkunft
Datum
Ca. 1436-1437
Stil
Genre
Sprache
Auftraggeber

Shah Rukh (Timuriden-Herrscher)

Künstler / Schule

timuridischer Stil

Buchschmuck

61 ganzseitige Miniaturen in Gold

Vorbesitzer

Jean-Baptiste Colbert

Kurzbeschreibung

In der Bibliothèque Nationale der France in Paris befindet sich ein bedeutendes Zeugnis islamischer bzw. zentralasiatischer Buchmalerei: die unter dem Titel Miraj-Name bekannte, wunderbar illustrierte Handschrift zur Himmelfahrt Mohammeds. Die uigurische Handschrift aus dem 15. Jahrhundert bewahrt mit ihren farbenprächtigen Miniaturen die sehr seltene bildliche Darstellung des islamischen Propheten. In wunderschönen, sehr ornamental und zugleich realistisch gestalteten Bildern wird die Geschichte von Mohammed erzählt, der zusammen mit dem Erzengel Gabriel die vielfältigen Sphären des Himmels erkundet.

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Beschreibung

Miradschname – Das Buch der Himmelfahrt des Propheten Mohammed

In der Bibliothèque Nationale der France in Paris befindet sich ein bedeutendes Zeugnis islamischer bzw. zentralasiatischer Buchmalerei: die unter dem Titel Miraj-Name bekannte, prachtvoll illustrierte Handschrift zur Himmelfahrt Mohammeds. Die uigurische Handschrift aus dem 15. Jahrhundert bewahrt mit ihren farbenprächtigen Miniaturen die sehr seltene bildliche Darstellung des islamischen Propheten. In wunderschönen, sehr ornamental und zugleich realistisch gestalteten Bildern wird die Geschichte von Mohammed erzählt, der zusammen mit dem Erzengel Gabriel die verschiedenen Sphären des Himmels erkundet.

Ein grandioses Zeugnis timuridischer Kunst

1436 in Herat im heutigen Afghanistan entstanden, stellt der sogenannte Miradschname ein bedeutendes Zeugnis orientalischer Buchmalerei des 16. Jahrhunderts dar. Er wurde vermutlich für Sha Rukh als bedeutenden Auftraggeber gefertigt. Dieser war der Sohn Timurs, des Begründers der Timuriden-Herrschaft in Zentralasien, dem heutigen Gebiet von Afghanistan, Iran und Usbekistan. Unter ihm kam es zu einer kulturellen Blüte des Reiches, besonders auf dem Gebiet der Literatur und Kunst. Trotz des Bilderverbotes des Islam - wenn überhaupt, wurde Mohammed nur mit verdecktem Gesicht dargestellt - gab es ab 1300 erste Abbildungen des Propheten. Die Miniaturen des Pariser Miradschname zeigen ihn im Kreise weiterer Personen als einen von ihnen, mit offenem Gesicht.

Die wundersame Erzählung von der Himmelfahrt des Propheten Mohammed

Die prachtvolle Handschrift des Miradschname wurde vermutlich im Malatelier des Timuriden Baysungur gefertigt. Der Text ist nicht auf Arabisch, sondern Uigurisch verfasst, was auf die Entwicklung einer eigenen Landessprache am timuridischen Hof hinweist. Doch der eigentliche Höhepunkt der Handschrift sind die 61 Miniaturen. Auf unglaublich eindringliche Weise erzählen sie die Geschichte von der Himmelfahrt des Propheten Mohammed zusammen mit dem Erzengel Gabriel. Dargestellt wird etwa der Besuch des Erzengels Gabriel bei Mohammed und die folgende Einladung zur Himmelfahrt. Zusammen mit dem Erzengel begibt sich Mohammed sodann reitend auf die Reise in den Himmel, wo er die verschiedenen Sphären und Himmelsteile besucht. Diese werden auf vielfältige Weise in den zahlreichen Miniaturen verbildlicht.
Beeindruckend ist die ornamentale Gestaltung der farbenprächtigen Miniaturen. Nicht nur der Hintergrund ist oft ornamental gestaltet, sogar der Himmel mit den gleichmäßigen weißen Wolken wirkt ornamental. Die großformatigen Bilder werden in ihrer Pracht und Herrlichkeit noch gesteigert durch die reichliche Verwendung von Gold. Der orientalische Stil der Malereien, besonders deutlich durch das Ornament und das viele Gold, mischt sich auf spannende Weise mit (zentral-)asiatischen Einflüssen. Auf diese Weise entstehen die wohl nicht nur für muslimische, sondern auch für westliche Betrachter sehr eindrücklichen Bilder der Himmelfahrt des Propheten Mohammed.

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