Moskauer Stundenbuch

F. 183 Nr. 446 - Array (St. Petersburg, Russland)

Alternativ-Titel:

Moscow Book of Hours

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Moscow Book of Hours

Art
Umfang / Format

470 Seiten / 18.5 x 13.5 cm

Herkunft
Datum
15. Jahrhundert
Stil
Genre
Sprache
Buchschmuck

17 großformatigen Miniaturen, 24 Bilder zum Kalenderzyklus, 200 Seiten mit Druckgold, 357 Seiten mit 23-karätigem Echtgold, überreiches Bordürendekor auf 173 Seite, über 1200 ein- oder zweizeilige Goldinitialen

Kurzbeschreibung

Das Moskauer Stundenbuch ist eine imposante Handschrift auf Pergament, die in den 1470er Jahren in Paris entstanden ist. Mit insgesamt 17 großformatigen Miniaturen und 24 Bildern zum Kalenderzyklus lädt sie den Betrachter ein in eine erfinderische Welt aus zauberhaften Landschaften mit Burgen und liebevoll gestalteten Innenräumen. Zudem sorgen 200 Seiten mit Druckgold und 357 Seiten mit 23-karätigem Echtgold für einen glanzvollen Gesamteindruck des Buches zur privaten Andacht. Beteiligt waren an diesem Meisterwerk wohl zwei Maler, die eine enge Beziehung zu der niederländischen und französischen Miniatur-Malerei aufweisen. Wer ihnen den Auftrag für die anschauliche Handschrift gegeben hat muss aufgrund abgeschabtem Wappen und Krone ungeklärt bleiben.

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Das Moskauer Stundenbuch

Während der 1470er Jahre entstand in Paris das atemberaubende Moskauer Stundenbuch, das auf seinen 470 Seiten ganze 17 großformatige Miniaturen, 24 Bilder zum Kalenderzyklus und überreichen Bordürendekor auf 173 Seiten versammelt. Zudem sind 200 Seiten mit schimmerndem Druckgold versehen und zusätzliche 357 mit 23-karätigem Echtgold. Ein so prächtig ausgestattetes Stundenbuch diente als Andachts- und Gebetbuch für das Stundengebet. Im 13. Jahrhundert kam dieser Buchtyp auf, der zunächst für Laien bestimmt war, aber später auch von Klerikern genutzt wurde. Vor allem beim reichen und lesekundigen Adel und Stadtadel war er im Spätmittelalter als privates Andachtsbuch verbreitet.

Die Frage nach dem Auftraggeber

Immer wieder spannend, doch nicht leicht zu beantworten, ist die Frage nach dem Auftraggeber von kostbaren Handschriften des Mittelalters. Beim Moskauer Stundenbuch lassen versteckte Hinweise darauf schließen, dass es sich um jemanden von hohem Rang handeln muss. Darauf deuten ein Wappen und innerhalb der Miniaturen wiederkehrende Symbole von Reichtum und Adel hin. Eine Malerei zeigt beispielsweise einen auf Knien betenden Schutzpatron samt Krone auf einem Hocker. Leider sind sowohl Krone als auch Wappen abgeschabt, sodass sich daraus keine weiteren Erkenntnisse gewinnen lassen. Eine solche Vorgehensweise lässt sich öfters finden, wenn spätere Besitzer von Handschriften die Erinnerungen an den Vorgänger löschen wollten. Somit bleibt der Name von der Person, die das mannigfaltige Moskauer Stundenbuch in Auftrag gegeben hat wohl für immer unbekannt.

Impulse aus Frankreich und den Niederlanden

An den herrlichen Miniaturen waren mindestens zwei Buchmaler beteiligt. Die märchenhaften Landschaften mit ihren Burgen und Wäldern sowie die liebevoll gestalteten Innenräume zeugen deutlich von einer Beeinflussung des Coëtivy Meisters, der zu den führenden Pariser Buchmalern seiner Zeit gehörte und bekannt für seine Nähe zur niederländischen Malerei ist. Bezüge zu Rogier van der Weyden (1399/1400-1464) lassen sich auch bei der Miniatur des Evangelisten Markus erkennen. Eine solch aufwändige architektonische Gestaltung war vor allem bei den niederländischen Meistern sehr beliebt. Solche Gemeinsamkeiten kamen wohl durch den Gebrauch einer Musterblattsammlung zustande, die eine Vielzahl an Zeichnungen und Vorlagen enthielt und der Werkstatt der beiden Maler zugänglich war.

Seit dem 19. Jahrhundert lückenhafter Zyklus

Jeder Teil des Stundenbuches enthält einen Miniatur-Zyklus von beachtlicher Größe, doch bedauerlicherweise fehlen insgesamt 12 Darstellungen, darunter die Anbetung der Heiligen Drei Könige, die Flucht nach Ägypten und fast der ganze Passionszyklus. Es kann sein, dass westliche Sammler im 19. Jahrhundert, als im westlichen Europa die mittelalterliche Kunst und Buchmalerei in Mode kamen, die genannten Seiten rücksichtslos aus ihrem Kontext rissen, um sie einzeln auf den Markt zu bringen.

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