Prophezeiungen der Sibyllen

Cod.icon. 414 - Bayerische Staatsbibliothek (München, Deutschland)

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Die Sibyllinischen Propezeiungen
Sibyls and Prophets Foretelling Christ the Savior
Sibylline Oracles
Sibyllae et Prophetae de Christo Salvatore Vaticinantes
Las Profecías de las Sybilas
La Sabiduría de las Mujeres

Art

Handschrift auf Pergament

Umfang / Format

40 Seiten / 24.0 x 16.5 cm

Herkunft

Tours (Frankreich)

Datum
1490-1500
Stil

Gotisch / Renaissance

Genre

Mythologie / Prophezeiungen
Sonstige religiöse Bücher

Inhalt

Die sibyllenischen Prophezeiungen und ihre Deutung auf das Alte und Neue Testament

Sprache

Französisch und Latein

Künstler / Schule

Jean Poyer (ca. 1445 - 1504)

Buchschmuck

25 ganzseitige Illuminationen: Einem Auftaktbild mit der Arche Noah folgen zwölf Doppelseiten: links je eine der zwölf christlichen Sybillen mit ihren Prophezeiungen, rechts im oberen Bereich die zugehörigen Szenen aus der Heilsgeschichte, im unteren Bere

Vorbesitzer

Kurfürst Maximilian I. von Bayern (1573-1651)

Schrift

Gotisch

Kurzbeschreibung

Der Codex icon. 414 der Bayerischen Staatsbibliothek in München präsentiert sich als wunderschöne Handschrift des späten 15. Jahrhunderts aus der berühmten Werkstatt des Jean Poyer in Tours. In 25 beeindruckenden, großformatigen Miniaturen wird die Lebensgeschichte Jesu in Verbindung gesetzt zu den Prophezeiungen der zwölf Sibyllen, außerdem begegnen hier die zwölf Propheten und die Evangelisten. Als wahrhafter Buchschatz befand sich die Handschrift im Besitz des Kurfürsten Maximilian I. von Bayern und schmückte dessen Münchner Residenz.

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Beschreibung

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Sibyllinische Prophezeiungen

Der Codex icon. 414 der Bayerischen Staatsbibliothek in München präsentiert sich als wunderschöne Handschrift des späten 15. Jahrhunderts aus der berühmten Werkstatt des Jean Poyer in Tours. In 25 beeindruckenden, großformatigen Miniaturen wird die Leb ensgeschichte Jesu in Verbindung gesetzt zu den Prophezeiungen der zwölf Sibyllen, außerdem begegnen hier die zwölf Propheten und die Evangelisten. Als wahrhafter Buchschatz befand sich die Handschrift im Besitz des Kurfürsten Maximilian I. von Bayern und schmückte dessen Münchner Residenz.

Die zwölf Prophetinnen

Der Zyklus der zwölf Sibyllen macht diese kostbare französische Handschrift des späten 15. Jahrhunderts zu etwas ganz Besonderem. In der Antike als Seherinnen berühmt, wurden diese Figuren ab dem 2. Jahrhundert umgedeutet und galten in der christlichen Ikonographie fortan als Prophetinnen Christi. Als solche sind die Sibyllen auch im Münchner Kodex dargestellt. Die Handschrift mit dem Titel „Sibyllae et prophetae de Christo Salvatore vaticinantes“ (die Sibyllen und Propheten, die das Kommen Christi des Erlösers vorhersagen) beeindruckt neben diesem originellen Bildprogramm aber auch und vor allem mit ihrer äußerst qualitätvollen künstlerischen Ausstattung.

Eine französische Handschrift

Die Handschrift der Sibyllinischen Prophezeiungen gilt in der Forschung als ein herausragendes Werk aus der Werkstatt des Jean Poyer (1445-1504), dieses berühmten französischen Buchmalers in Tours. Sie entstand vermutlich in den Jahren um 1490-1500. Als Vorbild dienten höchstwahrscheinlich die Malereien des Jean Fouquet. Doch lässt die Handschrift zugleich deutliche italienische Einflüsse erkennen. Und der Sibyllen-Zyklus ist demjenigen im Stundenbuch des Louis de Laval sehr ähnlich – und wird auch dort mit einer Arche Noah-Szene eingeleitet.

Die herrlichen Miniaturen

Auf diese wunderbare und elegante Darstellung der Arche Noah folgen in der Münchner Handschrift 24 großformatige Miniaturen auf 12 Doppelseiten. Auf der Verso-Seite ist eine Darstellung jeweils einer Sibylle zu sehen, auf der gegenüberliegenden Bildseite eine Miniatur in zwei Registern: jeweils ein Prophet links und ein Evangelist rechts in der unteren Bildhälfte und darüber die zugehörige Szene aus dem Evangelium zum Leben Jesu.
Die thronenden Sibyllen präsentieren sich in prächtigen, wertvollen Gewändern, pelzverbrämt, mit Brokatstoff und goldenen Akzenten. Ihre Prophezeiungen sind auf Schriftrollen lesbar (auch ihr Name und Alter und weitere Informationen werden hier genannt). Eine äußerst abwechslungsreiche Gestaltung unterstreicht die großartige Kunstfertigkeit der Miniaturen. So ist der Thron ist auf jeder Miniatur in einer anderen Stellung dargestellt, mal im Profil, mal frontal dem Betrachter gegenüber. Unzählige figürliche Reliefs und Statuen an den Wänden, an den Thronen und im Hintergrund schmücken die Szenen. Und die architektonischen Rahmungen der bewundernswerten perspektivischen Kompositionen runden die Darstellungen gelungen ab.

Ein Schatz des Kurfürsten

Heute ist die Handschrift unter der Signatur Cod.icon. 414 ein Schmuckstück der Bayerischen Staatsbibliothek in München. Sie wurde vermutlich erworben von Kurfürst Maximilian I. von Bayern (1573-1651). Maximilian war neben seiner politischen Bedeutung bekannt für den Ausbau der Münchner Residenz und die Förderung von Kunst und Kultur. Die kostbare französische Handschrift war spätestens ab 1641 im Bestand seiner Bibliothek und wurde in der sogenannten „Kammergalerie“ der Münchner Residenz präsentiert.

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