Reichenauer Martyrologium für Kaiser Lothar I.

Cod. Reg. lat. 438 - Biblioteca Apostolica Vaticana (Vaticanstadt, Vaticanstadt)

Alternativ-Titel:

Martyrologium von Wandalbet von Prüm, Martyrologium of Wandalbert of Prum

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Martyrologium von Wandalbet von Prüm
Martyrologium of Wandalbert of Prum

Art
Umfang / Format

72 Seiten / 19.0 x 14.2 cm

Herkunft
Datum
Nach 855
Stil
Genre
Sprache
Künstler / Schule

Autor: Wandalbert von Prum

Buchschmuck

12 ganzseitige Miniaturen

Vorbesitzer

Vermutlich gewidmet Ludwig dem Deutschen

Kurzbeschreibung

Das Reichenauer Martyrologium wurde etwa 855 für Kaiser Lothar I. angefertigt. Das Werk wurde vom gebildeten Benediktinermönch Wandalbert von Prüm verfasst, der für einige der schönsten liturgischen Handschriften des frühen Mittelalters verantwortlich war. Das Martyrologium enthält neben einem Verzeichnis zu den Festtagen der Heiligen auch ein Kalendergedicht, das das mittelalterliche Leben auf dem Land nach dem Ablauf des Jahres schildert.

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Das Reichenauer Martyrologium für Kaiser Lothar I.

Etwa 839 war die Benediktinerabtei Prüm das bedeutendste Kloster der Karolinger. Zu diesem Zeitpunkt war der hochgebildete Wandalbert Mönch in jener Abtei. Vom Leben Wandalberts ist nicht viel bekannt. Er war Diakon, einflussreicher Theologe und der bedeutendste Poet des Klosters Prüm. Höchste geistliche Würdenträger schätzten den Dichter so sehr, dass sie ihn regelmäßig mit dem Verfassen lateinischer Prunkhandschriften beauftragten und ihm bei der Gestaltung keine finanziellen Grenzen setzten. Unter jenen kostbaren Handschriften befindet sich auch das Martyrologium für Kaiser Lothar I. Dieses Schmuckstück ist die bekannteste Arbeit des Benediktinermönches.

Was ist ein Martyrologium?

Ein Martyrologium ist ein Verzeichnis von Märtyrern und anderen Heiligen, meist mit Angabe ihrer Lebensumstände und ihrer Todesart. Spätestens seit dem 4. Jahrhundert gab es für einzelne Ortskirchen Kalendarien mit den Festen der dort verehrten Märtyrer. Aus der Zusammenstellung solcher Märtyrerverzeichnisse entstanden Martyrologien, die die Märtyrer und Heiligen der gesamten Kirche mitsamt dem Ort ihres Grabes oder ihrer Verehrung aufführten. Die einzelnen Einträge wurden seit dem Mittelalter mit Einzelheiten aus der Vita der Heiligen angereichert.

Ein Martyrologium für den König

Das Martyrologium Wandalberts wurde in der Zeit zwischen 848 und 855 fertiggestellt. Der liturgische Heiligenkalender ist in Versen gehalten und wurde für Kaiser Lothar I. angefertigt. Der Karolinger Lothar I. war der Sohn Ludwigs des Frommen und dessen Frau Irmingard. Er war König der Bayern, Langobarden und bis zu seinem Tod im Jahre 855 römischer Kaiser. Er starb in der Abtei Prüm, seine Gebeine wurden in der Abteikirche begraben. Das prunkvolle Martyrologium wurde zum Gedenken des Königs angefertigt.

Prunkvoller Buchschmuck

Der Text des Martyrologiums wurde in lateinischen Hexametern abgefasst. Den Hauptteil des Werkes bildet die Dichtung zu den Festtagen der Heiligen. Dem eigentlichen Martyrologium wurde ein Kalendergedicht beigefügt, das von den alltäglichen Dingen des Lebens im neunten Jahrhundert berichtet. Das Gedicht handelt von den Monaten und Jahreszeiten. Es beschreibt das einfache Leben auf dem Land, das sich nach dem Ablauf des Jahres richtet. Die Jagd, die Fischerei, der Obstbau und der Weinbau werden nach dem Jahreslauf geschildert. Die Handschrift ist mit 12 ganzseitigen, farbigen Miniaturen ausgestattet. Die Illustrationen im einnehmend naiven karolingischen Stil sind reich mit Gold verziert. Die Bilder stellen monatstypische Szenen dar, beispielsweise zeigt das Bild für den Kalendermonat Juli einen Bauern mit einer Sense. Das Martyrologium ist ein kostbares Werk frühmittelalterlicher Buchkunst und ist gleichzeitig eine verlässliche Geschichtsquelle.

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