Stundenbuch der Johanna I. von Kastilien und Philipp des Schönen

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Alternativ-Titel:

Stundenbuch der Johanna der Wahnsinnige, Hours of Joanna I of Castile and Philip the Fair

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Stundenbuch der Johanna der Wahnsinnige
Hours of Joanna I of Castile and Philip the Fair

Art
Umfang / Format

850 Seiten / 11.0 x 8.0 cm

Herkunft
Datum
1486-1496
Stil
Genre
Inhalt

Verschiedene Texte über den Glauben einschließlich der Zehn Gebote, die sieben Todsünden, die sieben Taten der Barmherzigkeit, die theologischen Tugenden, die Kardinalstugenden, die sieben Gaben des Heiligen Geistes

Sprache
Auftraggeber

Johanna I. von Kastilien

Künstler / Schule

Rogier van der Weyden und Simon Marmion

Buchschmuck

844 Miniaturen illuminiert mit Gold; 83 ganzzeitige Miniaturen; 767 bizarre Figuren, sowie 767 schöne Illustrationen von Blümen, Vögeln und Insekten

Vorbesitzer

Johanna I. von Kastilien und Philipp der Schön

Schrift

Gotisch mit humanistische Besonderheiten

Kurzbeschreibung

Das Stundenbuch der Johanna I. von Kastilien ist ein herausragendes Kleinod der flämischen Buchmalerei des späten 15. Jahrhunderts: entstanden in königlichem Auftrag, ist die Handschrift rundherum mit Hinweisen auf ihre Besitzerin und deren Gemahl - Wappen, Devisen und sogar Porträts - ausgestattet. Und kein geringerer als der berühmte Meister der Davidszenen aus dem Breviarium Grimani fertigte den überbordenden Buchschmuck aus über 800 Miniaturen!

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Stundenbuch der Johanna I. von Kastilien und Philipp des Schönen

Johanna I. von Kastilien (1479-1555), auch bekannt als Johanna die Wahnsinnige, lebte ein wechsel- und schicksalhaftes Leben. Als Tochter der Katholischen Könige Ferdinand und Isabella erbte sie die Kronen von Aragon und Kastilien und fand mit Philipp dem Schönen, dem einzigen Sohn Kaiser Maximilians I., der Legende nach ihre große Liebe. Im Jahr 1496 wurden die beiden verheiratet. Doch nach Philipps überraschendem Tod wurde Johannas Herrschaft durch politische Ränkespiele und psychische Probleme erschwert und sie verbrachte ihre letzten Jahre mit dem Beinamen die Wahnsinnige eingesperrt in Tordesillas.

Zahlreiche persönliche Hinweise auf die Königin

Das Stundenbuch Johannas I. von Kastilien ist ein eindrucksvolles Zeugnis ihrer Gläubigkeit. Die kostbare Handschrift ist in der für ein solches privates Andachtsbuch typischen Größe von lediglich 11 x 8 cm gefertigt. Sie entstand vermutlich in den Jahren 1486 bis 1506 in Brügge. Dass das Stundenbuch persönlich auf Johanna zugeschnitten wurde und also vermutlich von ihr selbst oder als Geschenk für sie in Auftrag gegeben wurde, belegen einige eindeutige Hinweise. So finden sich unter anderem zwei wunderbare Seiten mit den Porträts der Königin in der Handschrift. Eine dieser Darstellungen etwa zeigt sie versunken im Gebet vor dem aufgeschlagenen Buch, hinter ihr Johannes der Täufer und ein Schutzengel. Dieses Porträt ist umgeben von Wappen und Motti und präsentiert Johannas Initialen verbunden mit denen ihres Ehemannes Philipp des Schönen.

Der geheimnisvolle Meister

Doch sind diese beiden Porträts nur zwei von insgesamt 83 ganzseitigen Miniaturen innerhalb der über 800 bildlichen Darstellungen der Handschrift. Diese sind wunderschön und äußerst qualitätvoll ausgearbeitet und zeigen lebhafte Figuren inmitten einer flämisch angehauchten Landschaft und Umgebung. Und nicht nur die Hauptminiaturen, auch und vor allem die abwechslungsreich gestalteteten Rahmen lohnen einen genaueren Blick, ist hier doch jedes Detail mit einer ungeheuren Bedeutung aufgeladen. Der herausragende Künstler, der diese Pracht schuf, ist der sogenannte Meister der Davidszenen des Breviarium Grimani, ein geheimnisvoller Miniaturist, der in der Forschung zusammen mit den größten Künstlern der Zeit genannt wird, wie etwa Hans Memling oder Simon Bening.

Ungewöhnliches im Text

Doch nicht nur die künstlerische Ausstattung des königlichen Andachtsbüchleins ist besonders. Auch im Text finden sich Besonderheiten, unter anderem einige weniger gebräuchliche religiöse und liturgische Texte. Auf den Kalender mit typischen Darstellungen des bäuerlichen Jahresverlaufs und Tierkreiszeichen folgt der sogenannte Speculum conscientie mit den Texten der zehn Gebote, der sieben Todsünden, der Kardinaltugenden und weiterer Bestandteile des Katechismus.

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