Stundenbuch des Bischofs Fonseca

Real Seminario de San Carlos BorRomo (Saragossa, Spanien)

Alternativ-Titel:

Book of Hours of the Bishop Fonseca, Libro de Horas del Obispo Fonseca

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Book of Hours of the Bishop Fonseca
Libro de Horas del Obispo Fonseca

Art
Umfang / Format

406 Seiten / 18.5 x 12.5 cm

Herkunft
Datum
Um 1500
Stil
Genre
Sprache
Künstler / Schule

Meister der Gebetbücher um 1500

Buchschmuck

46 ganzseitige Miniaturen, sowie mehr als 22 großformatige, vollständige Bordüren, die widerum einen Text mit einer kleineren Miniatur umschließen

Vorbesitzer

Erzbischof Juan Rodríguez de Fonseca

Kurzbeschreibung

Das Stundenbuch des Bischofs Juan Rodriguez de Fonseca zählt zu den Höhepunkten der flämischen Buchmalerei um 1500. Obwohl bis heute keinem der großen Meister eindeutig zugeschrieben, ist die Qualität der künstlerischen Ausstattung unbestritten und für jeden Betrachter auf den ersten Blick erkennbar. Prunkvolles Ornament, ideenreiche Details überall, grandiose Miniaturen und besonders kreative Kalenderseiten machen das Stundenbuch des Bischofs Fonseca zu etwas ganz Besonderem. Darüber hinaus ist der Name des mutmaßlichen Auftraggebers mit der spanischen Geschichte um 1500 eng verknüpft, gehörte er doch zu den einflussreichsten und engen Vertrauten der Katholischen Könige.

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Stundenbuch des Bischofs Fonseca

Das Stundenbuch des Bischofs Juan Rodriguez de Fonseca zählt zu den Höhepunkten der flämischen Buchmalerei um 1500. Obwohl bis heute keinem der großen Meister eindeutig zugeschrieben, ist die Qualität der künstlerischen Ausstattung unbestritten und für jeden Betrachter auf den ersten Blick erkennbar. Prunkvolles Ornament, ideenreiche Details, grandiose Miniaturen und besonders kreative Kalenderseiten machen das Stundenbuch des Bischofs Fonseca zu etwas ganz Besonderem. Darüber hinaus ist der Name des mutmaßlichen Auftraggebers mit der spanischen Geschichte um 1500 eng verknüpft, gehörte er doch zu den einflussreichsten und engen Vertrauten der Katholischen Könige.

Ein Auftraggeber mit weitreichendem Einfluss

Erzbischof Juan Rodriguez de Fonseca (1451-1524) gehörte zur ersten Riege der politisch einflussreichen Personen unter den Katholischen Königen Ferdinand und Isabella. Er hatte als Bischof verschiedene Bischofssitze inne, u.a. Córdoba und Palencia, bevor er 1514 zum Bischof von Burgos ernannt wurde. Doch neben diesem kirchlichen Amt führte Fonseca häufig wichtige Staatsangelegenheiten für die Katholischen Könige Isabella I. von Kastilien und Ferdinand II. von Aragon aus. Dadurch nahm er erheblichen Einfluss auf die spanische Geschichte und wurde zu einer einflussreichen und historisch bedeutsamen Persönlichkeit.
Als solche war es fast unausweichlich, dass er, wie alle hochrangigen und vermögenden Menschen dieser Zeit, ob Bürger, Adlige oder Könige, ein eigenes, prachtvolles Stundenbuch in Auftrag gab. Dieses Stundenbuch des Bischofs Fonseca wird heute im Real Seminario de San Carlos Borromeo in Zaragoza aufbewahrt und birgt wahre Schätze der flämischen Buchmalerei.

Besonders qualitätvolle Malereien

Auf 406 Seiten versammelt das Stundenbuch 46 ganzseitige Miniaturen und unzählige kleinere Malereien, außerdem einen wunderbaren Kalender. Die Seiten sind überzogen von breiten Rahmen, zum Teil mit Goldgrund, mit schmückenden Blüten und anderem Ornament. Zahlreiche heraldische Hinweise auf den Bischof überziehen das Stundenbuch, etwa sein Wappen. Besonders der Kalender ist illustriert mit wunderbaren ganzseitigen Miniaturen etwa zur Weinernte im September oder mit einer Badeszene im Juni. Diese sind zwar Alltagsszenen, wie sie in vielen Miniaturen von Stundenbüchern zu finden sind. Doch hier scheint der Künstler eine besondere Kreativität an den Tag gelegt zu haben. So hat er beispielsweise auf einer Seite eine unterhaltsame Hasenjagd inszeniert. Die weißen Tiere sind in einer grünen Landschaft innerhalb einer runden Umzäunung untergebracht. Doch einer der Hasen ist entkommen und wird von einem weißen Hund über die Wiese gejagt. Unterhaltsame Szenen wie diese machen den besonderen Reiz des Stundenbuchs des Bischofs Fonseca aus.

Das Rätsel um den Meister der Miniaturen

Entstanden ist das Stundenbuch des Bischofs Fonseca wohl um 1500. Die Malereien verweisen eindeutig auf den Stil der Schule von Flandern, also auf eine Entstehung in Gent oder Brügge. Mit dem flämischen Stil in der Buchmalerei sind so bedeutende Namen wie der des Meisters der Maria von Burgund verknüpft. Der Name des Künstlers des Stundenbuchs des Bischofs Fonseca ist zwar bis heute nicht eindeutig festgelegt. Es ist unbestritten, dass die Miniaturen und die gesamte künstlerische Ausstattung des Stundenbuchs zum Besten gehören, was die flämische Buchmalerei um 1500 hervorgebracht hat. Aktuell ist der sogenannte Meister des Stundenbuchs von 1500 als ausführender Künstler des Stundenbuchs im Gespräch. Doch ist nicht auszuschließen, dass zukünftige kunsthistorische Forschungen einen besonders großen Namen als Meister der Miniaturen festlegen, wie Hans Memling, Huga van der Goes oder Gerard David. Eine solche endgültige Zuschreibung würde dem künstlerischen Rang des Objektes endlich gerecht.

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