Stundenbuch des Bonaparte Ghislieri

Ms. Yates Thompson 29 - British Library (London, Großbritannien)

Alternativ-Titel:

Book of Hours of Perugino, Book of Hours of Bonaparte Ghislieri, Libro d'Ore di Bonaparte Ghislieri, Libro d'Ore del Perugino

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Book of Hours of Perugino
Book of Hours of Bonaparte Ghislieri
Libro d'Ore di Bonaparte Ghislieri
Libro d'Ore del Perugino

Art
Umfang / Format

274 Seiten / 20.7 x 14.5 cm

Herkunft
Datum
1503
Stil
Genre
Sprache
Auftraggeber

Bonaparte Ghislieri

Künstler / Schule

Pietro Vannucci (Perugino)
Amico Aspertini
Lorenzo Costa
Francesco Francia
Matteo da Milano

Buchschmuck

Mehrere ganzseitigen Miniaturen und illustrierte Initialen

Vorbesitzer

Familie Albani von Urbino
Henry Yates Thompson

Kurzbeschreibung

Das Stundenbuch des Bonaparte Ghislieri um 1503 von einigen der berühmtesten Renaissancekünstler Italiens angefertigt. Das Gebetbuch, das zur privaten Messe und Meditation genutzt wurde, enthält erstaunlich vielfältigen Buchschmuck. Neben ganzseitigen, gemäldeartigen Miniaturen und interessanten Rahmungen sind die Seiten des Werkes mit zahlreichen illustrierten Initialen geschmückt.

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Das Stundenbuch des Bonaparte Ghislieri

Die künstlerische Gestaltung illuminierter Manuskripte erlangte in der Renaissance einen Höhepunkt. Zahlreiche Schreiber und Miniatoren, besonders aus italienischen Kulturhauptstädten wie Florenz und Mailand, schufen in jener Epoche kostbare und unvergessliche Werke, die uns teils noch heute erhalten sind. Das Stundenbuch des Bonaparte Ghislieri entstand in einer atemberaubenden Zusammenarbeit der berühmtesten und begabtesten Künstler der italienischen Renaissance. Das persönliche Andachtsbuch war ursprünglich mit 5 ganzseitigen Miniaturen von fünf Malern geschmückt, die zur obersten Riege der europäischen Kunstgemeinschaft zählten. Neben ganzseitigen Miniaturen sind die Seiten des Stundenbuches mit effektvoll gestalteten Initialen und farbigen und goldverzierten Medaillons dekoriert.

Die Liebe zur Kunst in der Renaissance

In der Zeit der Renaissance erreichte Italien eine wahre kulturelle Blütezeit, die die Gebiete der Musik, der Literatur, der Malerei, des Schauspiels und auch der Wissenschaft und Technik völlig revolutionierte. Die großen Fürsten der Renaissance legten viel Wert auf ein hochgebildetes höfisches Umfeld, die größten Künstler jener Zeit waren an Renaissancehöfen angestellt. Die Ghislieri, eine noble Familie aus Bologna, waren bekannt als Sammler von hochwertiger Kunst und Literatur. Bonaparte Ghislieri, ein Spross der Familie, gab zu Beginn des 16. Jahrhunderts sein Stundenbuch in Auftrag, das die Arbeit einiger der berühmtesten und anerkanntesten Künstler der Zeit zusammenbringen sollte. Jeder der namhaften Illuminatoren sollte eine ganzseitige Miniatur einer biblischen Szene beisteuern. Die Beteiligten waren Amico Aspertini, der eine Szene der Anbetung der Hirten gestaltete. Perugino malte ein Bild des Heligen Sebastian, Lorenzo Costa stellte König David mit der Kithara szenisch dar. Francesco Francia fertigte eine Miniatur des Heiligen Hieronymus an und Matteo da Milano malte vermutlich eine Verkündigungsszene, diese wurde allerdings später aus dem fertigten Werk herausgetrennt.

Gestalterische Höhepunkte

Die umwerfenden Miniaturen des Stundenbuches wirken wie kleine Tafelgemälde und verschlagen jedem ihrer Betrachter den Atem. Die schmucken Rahmen der Bilder sind besonders bewundernswert. Jede Rahmung wurde reich und aufwendig mit einer erstaunlichen Vielfalt an Mustern, Blumen, Gesichtern, architektonischen Elementen und Einsätzen aus Blattgold versehen. Die Seiten schimmern und funkeln geradezu. Einige Seiten sind mit Darstellungen grotesker Frazen umgeben, mit grazilen, bizarren Figuren, die an den berühmten Bilderschmuck der Grotten am Esquilin in Rom erinnern. Ebenso ließen sich die Buchkünstler sich von den Kunstwerken des 1480 entdeckten Domus Aurea, dem „goldenen Haus“ Kaiser Neros inspirieren. Das Stundenbuch des Bonaparte Ghislieri ist ein reizvolles Werk, dass die unterschiedlichsten künstlerischen Errungenschaften Italiens auf eine hervorragende Art und Weise miteinander kombiniert. Heute befindet sich der Buchschatz in der British Library in London.

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