Stundenbuch Karls V.

Vitr. 13 - Real Biblioteca del Monasterio (San Lorenzo de El Escorial, Spanien)

Alternativ-Titel:

Book of Hours of Charles V, Libro de Horas de Carlos V, Libro de horas del viaje de Carlos V para ser coronado Emperador, Book of Hours for the voyage of Charles V to his Coronation as Holy Roman Emperor

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Kodiologie

Alternativ-Titel

Book of Hours of Charles V
Libro de Horas de Carlos V
Libro de horas del viaje de Carlos V para ser coronado Emperador
Book of Hours for the voyage of Charles V to his Coronation as Holy Roman Emperor

Art
Umfang / Format

74 Seiten / 27.0 x 18.0 cm

Herkunft
Datum
Vor 1520
Stil
Genre
Sprache
Auftraggeber

Karl V., Römischer Kaiser und König von Spanien (1500-1558)

Künstler / Schule

Maler: Robert de Keyser von Genf und seine Schwester Clara

Buchschmuck

12 Miniaturen

Kurzbeschreibung

Ein wahrhaft prächtiges Geschenk für den Kaiser! Um 1503 wurde in einer Pariser Werkstatt dieses wertvolle Kleinod der Buchmalerei gefertigt, vermutlich sogar in der Werkstatt des großen Jean Poyer, des bedeutendsten Meisters der französischen Buchmalerei um 1500. Stilistisch orientiert an den bekannten gedruckten Stundenbücher von Simon Vostre und Philippe Pigouchet, ist das Stundenbuch Karls V. mit seinem reichen und überaus qualitätvollen Bilderschmuck ein wahres Meisterwerk. Eine Inschrift verweist auf den kaiserlichen Besitzer der Handschrift, der das Stundenbuch wohl als wertvolles Geschenk eines anonymen Schenkers erhielt. Über weitere bedeutende Besitzer, etwa Philipp III. oder den Kardinal Zelada, gelangte die Handschrift in die Spanische Nationalbibliothek in Madrid, wo sie heute als wertvoller Schatz gehütet wird.

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Stundenbuch Karls V.

Ein wahrhaft prächtiges Geschenk für den Kaiser! Um 1503 wurde in einer Pariser Werkstatt dieses wertvolle Kleinod der Buchmalerei gefertigt, vermutlich sogar in der Werkstatt des großen Jean Poyer, des bedeutendsten Meisters der französischen Buchmalerei um 1500. Stilistisch orientiert an den bekannten gedruckten Stundenbücher von Simon Vostre und Philippe Pigouchet, ist das Stundenbuch Karls V. mit seinem reichen und überaus qualitätvollen Bilderschmuck ein wahres Meisterwerk. Eine Inschrift verweist auf den kaiserlichen Besitzer der Handschrift, der das Stundenbuch wohl als wertvolles Geschenk eines anonymen Schenkers erhielt. Über weitere bedeutende Besitzer, etwa Philipp III. oder den Kardinal Zelada, gelangte die Handschrift in die Spanische Nationalbibliothek in Madrid, wo sie heute als wertvoller Schatz gehütet wird.

Das Stundenbuch des Kaisers

„His liber fuit Magni Imperatoris Caroli Quinti“ - diese Inschrift bezeugt unweigerlich, dass das kostbare Stundenbuch im Besitz Kaiser Karls V. war. Karl V. (1500-1558), von 1516 an als Karl I. spanischer König, bevor er 1530 durch Papst Clemens VII. zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches gekrönt wurde, war ein großer Freund der Künste. Die Handschrift ist jedoch wohl nicht im Auftrag des Kaisers entstanden, sondern wurde ihm von einem unbekannten Schenker als wertvolles Geschenk dargebracht.

Ein gedrucktes Vorbild

Das Stundenbuch ist ein wahrer Schatz der Buchmalerei um 1500. Enge Verbindungen gibt es auch zu der neuen Technik des Buchdrucks, die der großen Kunst der Buchmalerei bald zur Konkurrenz werden sollte. Der Künstler der Handschrift orientierte sich an den gedruckten Stundenbücher von Simon Vostre und Philippe Pigouchet. Diese, ein Drucker und ein Buchmacher, veröffentlichten um 1500 mehrere stilprägende gedruckte Stundenbücher, die hauptsächlich von wohlhabenden Sammlern erworben wurden und weitreichenden Einfluss ausübten. Gekennzeichnet waren diese Werke des Buchdrucks besonders durch detaillierte Ornamente. So entstand unter anderem das Stundenbuch für Cambrai und Besancon. Vostre und Pigouchet zählen zusammen mit Gutenberg und anderen großen Namen zu den herausragenden Figuren des Druckhandwerks im 15. Jahrhundert!

Eine Handschrift aus der bedeutendsten Pariser Werkstatt?

Jedoch präsentiert das Stundenbuch Karls V. auf beeindruckende Weise die Überlegenheit der Handschrift gegenüber dem gedruckten Buch. Die Handschrift ist ein Werk aus einer Pariser Werkstatt der Zeit unter Charles VIII. Und Louis XII. Aufgrund der herausragenden Qualität der künstlerischen Ausstattung wird vermutet, dass es sich sogar um ein Werk aus der Werkstatt des Jean Poyer (1465-vor 1504) handeln könnte. Dieser war ein einflussreicher und herausragender Meister der französischen Buchmalerei um 1500, von dem zahlreiche herrliche Stundenbücher überliefert sind.

Prachtvolle Miniaturen

Das Stundenbuch Karls V. mit seinen 333 Seiten begeistert und beeindruckt mit seinem reichen Ornament und den leuchtenden Farben, darüber hinaus prachtvoll geschmückt mit wertvollem Gold und Silber. Die luxuriöse künstlerische Ausstattung ist wahrlich eines Kaisers würdig: unzählige doppel- oder ganzseitige Miniaturen schmücken die Handschrift auf insgesamt 320 fast vollständig verzierten Seiten. Dabei werden nach dem typischen Kalender mit herrlicher figürlicher Szenerie sowohl Szenen aus dem Alten und Neuen Testament als auch weitere religiöse und biblische Darstellungen - vom Sündenfall und der Vertreibung aus dem Paradies über die Verkündigung und die Geburt Christi bis hin zu David und Goliath - präsentiert. Außerdem werden vielfältigste Heilige und Märtyrer vorgestellt. Besonders beeindruckend ist etwa die Darstellung der Arche Noah: ein prächtiges Schiff mit großem Aufbau steht im Zentrum der Szene, und auf der grünen Wiese im Vordergrund kommen die Tiere jeweils als Paar zu Noah heran. Dieser steht vor der Arche und befehligt die Arbeiten. Über allem breitet sich ein tiefblauer Himmel aus.

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