Stundenbuch von Borgia-Papst Alexanders VI.

Ms. IV 480 - Bibliothèque Royale de Belgique (Brüssel, Belgien)

Alternativ-Titel:

Book of Hours of Alexander VI. Pope Borgia, Libro de Horas de Alejandro VI. Papa Borgia, Livre d’Heures d’Alexandre VI. Pape Borgia, Libro d'Ore di Alessandro VI. Papa Borgia, Livro de Horas de Alexandre VI. Papa Bórgia

Faksimile-Ausgabe
Unser Preis
Frage / Bestellen
Kontakt

T: +49 (0)941.586 123 60

F: +49 (0)941.586 123 61

Bitte einloggen!
Auf die Vergleichsliste
Bitte einloggen!
Hinzufügen zur Wunschliste
Bitte einloggen!
Hinzufügen zur Bestandsliste

Kodiologie

Alternativ-Titel

Book of Hours of Alexander VI. Pope Borgia
Libro de Horas de Alejandro VI. Papa Borgia
Livre d’Heures d’Alexandre VI. Pape Borgia
Libro d'Ore di Alessandro VI. Papa Borgia
Livro de Horas de Alexandre VI. Papa Bórgia

Art
Umfang / Format

420 Seiten / 18.5 x 13.5 cm

Herkunft
Datum
Spätes 15. Jahrhundert
Stil
Genre
Sprache
Auftraggeber

Papst Alexander VI. (Rodrigo de Borgia)

Künstler / Schule

Gerard David

Buchschmuck

84 Miniaturen in Gold und Silber von Gerard David

Kurzbeschreibung

Das Stundenbuch des Borgia-Papstes Alexander VI. beeindruckt mit 84 Miniaturen aus der Hand eines der größten Maler seiner Zeit: Gerard David. Dieser, eigentlich als Tafelmaler tätig, brachte einige ausgesuchte, bewundernswerte Buchillustrationen hervor, unter anderem diese buntfarbigen und kostbaren Miniaturen für Papst Alexander VI. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts entstanden, zeigen die Miniaturen mit reicher Gold-Verzierung religiöse Szenen in berauschenden Rahmungen mit Tier-, Pflanzen-, Frucht und Architektur-Elementen. Die Handschrift war ein Auftrag des berüchtigten Borgia-Papstes Alexander VI., dessen Leben und Intrigen ihn noch heute zu einer der interessantesten Figuren der Geschichte des Papsttums machen.

Verfügbare Faksimile-Ausgaben

Beschreibung

Stundenbuch des Borgia-Papstes Alexander VI.

Das Stundenbuch des Borgia-Papstes Alexander VI. beeindruckt mit 84 Miniaturen aus der Hand eines der größten Maler seiner Zeit: Gerard David. Dieser, eigentlich als Tafelmaler tätig, brachte einige ausgesuchte, bewundernswerte Buchillustrationen hervor, unter anderem diese buntfarbigen und kostbaren Miniaturen für Papst Alexander VI. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts entstanden, zeigen die kostbaren Miniaturen mit reicher Gold-Verzierung religiöse Szenen in berauschenden Rahmungen mit Tier-, Pflanzen-, Frucht und Architektur-Elementen. Die Handschrift war ein Auftrag des berüchtigten Borgia-Papstes Alexander VI., dessen Leben und Intrigen ihn noch heute zu einer der interessantesten Figuren der Geschichte des Papsttums machen.

Der letzte große Buchmaler in Brügge

Kein geringerer als Gerard David (um 1455-1523) solle das private Stundenbuch des Papstes künstlerisch ausschmücken. Dieser berühmte Künstler war von den bedeutendsten Auftraggebern gefragt, ob für Werke der Tafel- oder Buchmalerei. Er war einer der letzten Vertreter der großen Zeit der Brügger Malerei. Gerard David war hauptsächlich als Tafelmaler tätig, brachte jedoch während seiner Schaffenszeit auch einige ausgesuchte, bewundernswerte Buchillustrationen hervor, etwa zwei Stundenbücher für die spanische Königin Isabella von Kastilien oder das nach ihm benannte Stundenbuch von 1486. Sein Stil war unverkennbar und bis ins Detail höchst kunst- und qualitätvoll. Dem Borgia-Papst Alexander VI. war nur das Beste gut genug.

Großartige Miniaturmalerei für den Papst

Auf 420 Seiten verteilen sich 84 prachtvolle Miniaturen mit reichlicher Gold- und Silberausstattung. Leuchtende Farben präsentieren ein wahres Feuerwerk der Miniaturmalerei vor dem Auge des Betrachters. Die Miniaturen sind als Bild im Bild konzipiert. So werden sie stets umfangen von einem breiten Rahmen, der kreative ornamentale Blumen-, Tier- oder Phantasiedarstellungen enthält, kunstvoll räumlich-architektonisch gestaltet ist, beides verbindet oder gar die gesamte Seite zu einem großen Tafelbild macht. Stets ist der Inhalt der Rahmung in Bezug gesetzt zur eigentlichen Miniatur. So wird etwa die Szene von der Heimsuchung Mariens umfangen von leuchtend roten Rosen. Die Beweinungsszene findet Platz vor einem architektonisch wie ein Kirchen- oder Altarraum gestalteten Hintergrund und scheint so stellvertretend wie ein Tafelbild aus einem Altar. Die eigentlichen Miniaturen sind geprägt durch Davids typischen Stil. Perspektivisch genaue Räume oder luftige Landschaften hinterfangen die feinen und doch körperlich präsenten Figuren.
Auch die Textseiten sind zum Teil mit den grandiosen Rahmen geschmückt. Diese enthalten als Hintergrund des Textes dazu passende Darstellungen, wie etwa die Arma Christi, oder eine beeindruckende Fülle an ornamentalem Schmuck aus architektonischen Elementen und Pflanzen-Darstellungen.

Der berühmt-berüchtigte Borgia-Papst

Rodrigo Borgia wurde im Jahr 1492 zum Papst Alexander VI. (1492-1503) gewählt. Um diese Wahl, die mithilfe von Bestechung und anderen kriminellen Machenschaften zustande gekommen sein soll, ranken sich zahlreiche Verschwörungstheorien. Und auch das Leben des Borgia-Papstes hat bis heute nicht von seiner unterhaltsamen und geheimnisvollen Aura verloren. Aus einer ursprünglich unbedeutenden Familie stammend, machte Rodrigo Borgia den Clan der Borgia zu einer einflussreichen und mächtigen Familie. Der berühmt-berüchtigte Papst führte ein ausschweifendes, lasterhaftes Leben und nutzte die Macht seines Amtes zu seinen Gunsten aus. Korruption und Intrigen gehörten zu seinem Papsttum und lassen ihn noch heute zur interessanten Figur von Geschichten und Erzählungen werden. Seinem Verständnis seines Amtes gemäß lies sich Alexander VI. ein privates Stundenbuch in der damaligen Hauptstadt der Buchmalerei, Brügge, anfertigen. Bis heute werden die Seiten geschützt durch den originalen Einband, der in Brüssel von Antoine de Gavere gefertigt wurde.

Schnellsuche
Verlag
Alle Kriterien zeigen