Mensuralcodex von St. Emmeram

Mensuralcodex von St. Emmeram

Wien (Österreich), Regensburg und Leipzig (Deutschland) — 15. Jahrhundert

Mensuralcodex von St. Emmeram

  1. Beschreibung
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Beschreibung
Mensuralcodex von St. Emmeram

Der Codex St. Emmeram, benannt nach seinem langjährigen Aufbewahrungsort, dem Benediktinerkloster St. Emmeram in Regensburg, ist eine der wichtigsten Quellen für mehrstimmige Musik. Er wurde ursprünglich vom Emmeramer Schulrektor Magister Conrad Hermann Poetzlinger in Auftrag gegeben, der ihn bei seinem Tod 1469 zusammen mit dem Rest seiner persönlichen Bibliothek dem Kloster vermachte. Sie enthält eine Sammlung sowohl geistlicher als auch weltlicher Musik aus der Zeit zwischen 1370 und 1450 und es gibt Belege dafür, dass mindestens 16 Schreiber das Manuskript ergänzt haben. Die 276 Lieder im Manuskript sind hauptsächlich deutschen, italienischen, französischen und englischen Ursprungs und beinhalten Werke von Guillaume Du Fay, Gilles Binchois, Johannes Roullet und John Dunstable. Sie wurden in Mensuralnotation komponiert, die ab dem 13. Jahrhundert für mehrstimmige Musik verwendet wurde und verschiedene Notenformen zur Kennzeichnung von rhythmischen Dauern hatte, die in klar definierten, hierarchischen numerischen Beziehungen zueinander standen.

Kodikologie

Alternativ-Titel
St. Emmeram Codex
Herkunft
Österreich
Datum
15. Jahrhundert
Stil
Genre
Sprache
Vorbesitzer
Hermann Poetzlinger

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Reichert Verlag – Wiesbaden, 2006
Faksimile-Editionen

#1 Der Mensuralcodex St. Emmeram

Reichert Verlag – Wiesbaden, 2006

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Reichert Verlag – Wiesbaden, 2006
Kommentar: 1 Band von Ian Rumbold, Peter Wright, Martin Staehelin und Lorenz Welker
Sprache: Deutsch
Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten) Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
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