Murasaki Shikibu Nikki Ekotoba

Murasaki Shikibu Nikki Ekotoba – Maruzen-Yushodo Co. Ltd. – Verschiedene EigentĂŒmer

Japan — Mitte des 13. Jahrhunderts

Dem japanischen Kaiserhof der Heian-Zeit des 11. Jahrhunderts zum Greifen nahe: Intime Einblicke aus dem Tagebuch der berĂŒhmten Dichterin und Hofdame Murasaki Shikibu

  1. Murasaki Shikibu (ca. 973/975 - ca. 1014/1031) ist die berĂŒhmte Verfasserin der Geschichte des Prinzen Genji

  2. Ihre Episoden vom Leben bei Hofe hat Fujiwara Nobuzane (1176-1265) illustriert

  3. Die Technik des fukinuki yatai, des "weggeblasenen Daches", zeigt Innenszenen aus der Vogelperspektive

Murasaki Shikibu Nikki Ekotoba

  1. Beschreibung
  2. Faksimile-Editionen (1)
Beschreibung
Murasaki Shikibu Nikki Ekotoba

Ein fantastischer Einblick in das höfische Leben der Heian-Zeit aus dem Tagebuch einer der bedeutendsten japanischen Autorinnen: Murasaki Shikibu, einer Dichterin und Hofdame am kaiserlichen Hof in der Heian-Zeit. Ihr Tagebuch, das sogenannte Murasaki Shikibu Nikki Ekotoba, offenbart ihre innersten GefĂŒhle in Bezug auf das Leben bei Hofe, das sie letztlich enttĂ€uscht und unerfĂŒllt bleiben ließ. Die Handschrift aus der Mitte des 13. Jahrhunderts bedient sich innovativer Techniken, um sowohl große Festlichkeiten als auch persönliche Innenszenen darzustellen.

Murasaki Shikibu Nikki Ekotoba

BerĂŒhmt als Autorin von Die ErzĂ€hlung von Genji, dem wohl ersten Roman der Welt, war Murasaki Shikibu (ca. 973/975 - ca. 1014/1031) eine Dichterin und Hofdame am japanischen Kaiserhof zur Heian-Zeit. Ihr Tagebuch ist eine unschĂ€tzbare Quelle fĂŒr jeden, der sich fĂŒr die Gedankenwelt einer Person interessiert, die vor tausend Jahren in die höchsten Ebenen der japanischen Gesellschaft eingebunden war. Diese vier emaki, also "Bildrollen", wurden in der Mitte des 13. Jahrhunderts im Auftrag des Regenten Kujƍ Michiie (1193-1252) geschaffen. Sie enthalten 23 Textpassagen, die von 24 Miniaturen geschmĂŒckt werden, und stellen ein wertvolles historisches Zeugnis dar. Der berĂŒhmte Dichter Gokyƍgoku Yoshitsune (1169-1206) soll als Kalligraph fĂŒr die Schriftrollen gedient haben, die im frĂŒhen 17. Jahrhundert unter verschiedenen Clans aufgeteilt wurden und heute auf verschiedene öffentliche und private Sammlungen verteilt sind. Hier sind sie dagegen zum ersten Mal seit Jahrhunderten wieder vereint zu sehen.

Leben am Kaiserhof

Das Tagebuch prĂ€sentiert eine Reihe von Episoden des höfischen Lebens, darunter wichtige Ereignisse wie die Geburten neuer Erben und eher profane Details wie die Kleidung der adligen Frauen oder die Interaktionen der Höflinge, die oft betrunken waren oder sich ungehobelt verhalten haben. DarĂŒber hinaus beschreibt sie ihre eigenen GefĂŒhle der EnttĂ€uschung ĂŒber das Leben am Hof wie etwa ĂŒber den Mangel an Bildung und Kultiviertheit der anderen Hofdamen. Murasaki Shikibu war ein Pseudonym und es wird vermutet, dass sie in Wirklichkeit Fujiwara no Takako war, eine kaiserliche Hofdame an der Wende zum 11. Jahrhundert.

Malerei in drei Etappen

Fujiwara Nobuzane (1176-1265) wurde als derjenige KĂŒnstler identifiziert, der wahrscheinlich fĂŒr dieses Manuskript verantwortlich ist. Die Miniaturen sind rein erzĂ€hlerischer Natur und so gestaltet, dass die Geschichte fĂŒr den Leser leicht mit zu verfolgen ist. Eine reiche opake Farbpalette wird unter Verwendung der Tsukuri-e, also etwa der "aufgebauten Malerei"-Technik ausgefĂŒhrt: eine Linienzeichnung wird zuerst in Tusche angefertigt und dann mit Farbschichten aus zerkleinerten Mineralien ausgefĂŒllt, bevor die Details, wie z.B. die GesichtszĂŒge, durch Linien in Tusche verstĂ€rkt werden. Die Miniaturen besitzen eine deutliche Kantigkeit, vor allem die Architektur, die mit den weichen Linien kontrastiert, mit denen BĂ€ume und andere Pflanzen dargestellt werden. Innenszenen werden durch die Technik des fukinuki yatai oder des "weggeblasenen Daches" möglich, bei der die Szenen von oben und die WĂ€nde eines GebĂ€udes in der Diagonalen dargestellt werden. KleidungsstĂŒcke und andere Textilien werden mit verschiedenen Mustern wiedergegeben, die von floral bis geometrisch reichen - und GegenstĂ€nde aus dem tĂ€glichen Leben erfahren die gleiche detaillierte Sorgfalt des Meisters.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Illustrierte Querrollen des Tagebuchs von Murasaki Shikibu
Murasaki Shikibu Diary Emaki
Herkunft
Japan
Datum
Mitte des 13. Jahrhunderts
Sprache
Inhalt
Hachisuka, Matsudaira, Hinohara und Fujita Rollen aus dem Tagebuch von Murasaki Shikibu

VerfĂŒgbare Faksimile-Editionen:
Murasaki Shikibu Nikki Ekotoba – Maruzen-Yushodo Co. Ltd. – Verschiedene EigentĂŒmer
Yushodo – Tokio, 2004
Limitierung: Nicht limitiert
Faksimile-Editionen

#1 Murasaki Shikibu Diary Emaki

Yushodo – Tokio, 2004

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Yushodo – Tokio, 2004
Limitierung: Nicht limitiert
Einband: Holzkassette
Kommentar: 1 Band von Midori Sano
Sprache: Japanisch
Faksimile: 1 Band Detailnahe Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprĂŒnglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
Ausgabe bei uns verfĂŒgbar!
Preis Kategorie: €€
(1.000€ - 3.000€)
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