Feldtbüch der Wundtartzney

Feldtbüch der Wundtartzney Faksimile

Straßburg (Frankreich) — 1517

Über viele Jahre das führende Chirurgie-Lehrbuch in Europa: Ein praktischer Text zur Erläuterung von Amputationen oder zur Behandlung von Schädelverletzungen mit meisterhaften Holzschnitten aus der Zeit der Renaissance

  1. Der Traktat wurde von Hans von Gersdorff (ca. 1455-1529), einem versierten Chirurgen, geschrieben

  2. Ausgeschmückt von Hans Wechtlin (fl. 1502-26), dem produktivsten Hersteller deutscher Chiaroscuro-Holzschnitte

  3. Verschiedene Verfahren und detaillierte Darstellungen des Skeletts und der Organe des menschlichen Körpers sind enthalten

Feldtbüch der Wundtartzney

  1. Beschreibung
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Beschreibung
Feldtbüch der Wundtartzney

Das Feldtbüch der Wundtartzney des versierten Chirurgen Hans von Gersdorff ist ein praktischer Text, der verschiedene Eingriffe wie Amputationen oder die Behandlung von Schädelverletzungen erklärt. Das 1517 von dem Straßburger Drucker Johann Schott herausgegebene Werk ist mit meisterhaften Holzschnitten des deutschen Renaissance-Künstlers Hans Wechtlin illustriert. Dazu gehören detaillierte Darstellungen des Skeletts und der Organe des menschlichen Körpers sowie eine Darstellung des Aderlasses und eines Mannes mit vielen Wunden aus verschiedenen Waffen. Neben Gersdorffs eigenen Arbeiten enthält das Buch Übersetzungen von bereits existierenden Texten von Guy de Chauliac und anderen. Es fand weite Verbreitung und blieb für viele Jahre der grundlegende chirurgische Text in Europa.

Feldtbüch der Wundtartzney

Der im elsässischen Gœrsdorf geborene Hans von Gersdorff (um 1455 - 1529) war wahrscheinlich der Sohn eines Chirurgen und erhielt seine Ausbildung während der Burgunderkriege (1474-77) von dem Tiroler Chirurgen und Gynäkologen Klaus von Matrei (um 1440 - um 1490). Gersdorff erlernte die menschliche Anatomie, indem er die verstümmelten Leichen von blutigen Schlachtfeldern untersuchte, und man nimmt an, dass er mindestens 200 Amputationen selbst durchgeführt hat. Er wurde als "Schylhans" berühmt, nachdem er sich als geschickter Mediziner hervorgetan hatte, und wurde Bürger von Straßburg, wo er zum Hofarzt ernannt wurde. Er ist auch der Autor des Feldtbüch der Wundtartzney, das sinngemäß etwa als "Feldbuch des Wundarztes" zu übersetzen wäre. Darin stützt er sich auf die Arbeiten früherer Ärzte und Chirurgen, insbesondere auf die Chirurgia Magna von Guy de Chauliac (um 1300-68). Illustriert mit meisterhaften, oft grausamen Holzschnitten von Hans Wechtlin (tätig 1502-26), wurde Gersdorffs Werk zu einem der einflussreichsten medizinischen Lehrbücher** in Europa und erschien in zahlreichen gedruckten Auflagen, von denen die erste hier vorgestellt wird.

Brutal realistische Holzschnitte

Der produktive Straßburger Drucker Johann Schott (1477-1548) nahm sich vor, das medizinische Wissen Gersdorffs der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und veröffentlichte 1517 das Feldtbüch der Wundtartzney. Um das Werk zu illustrieren, beauftragte Schott den größten deutschen Hersteller von Clair-obscur-Holzschnitten: Hans Wechtlin, der als Schöpfer einiger der kraftvollsten Bilder der deutschen Renaissance gilt. Die Holzschnitte, die er für dieses Handbuch für Militärchirurgen schuf, zählen zu seinen berühmtesten und zeichnen sich durch ihren Realismus aus, der die Brutalität der mittelalterlichen Kriegsführung ungeschönt widerspiegelt. Sie enthalten Abbildungen von Amputationen, Aderlass, Knochenbegradigung und Uroskopie sowie ein Skelett und eine Darstellung der inneren Organe. Der vielleicht berühmteste Holzschnitt ist der Wundmann, der mit fast allen erdenklichen Waffen angegriffen wurde und außerdem Schnittwunden, Prellungen, Ausschläge, Pusteln, Dornenkratzer und Bisse von giftigen Tieren aufweist. Er steht trotzig, obwohl sein Rumpf von einem Schwert und einem Dolch durchbohrt wurde, Pfeile aus seinem Bein ragen, seine Schultern von einem Kriegshammer und einem Kurzschwert getroffen wurden und er mit Keulen auf Kopf und Arm geschlagen wurde.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Field Book of Surgery
Feldbuch der Wundarznei
Herkunft
Frankreich
Datum
1517
Sprache
Künstler / Schule

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Feldtbüch der Wundtartzney – Universitätsbibliothek Heidelberg (Heidelberg, Deutschland) Faksimile
Editions Medicina Rara – Stuttgart, 1971–1973
Limitierung: 2800 Exemplare
Faksimile-Editionen

#1 Feldtbüch der Wundtartzney

Editions Medicina Rara – Stuttgart, 1971–1973

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Editions Medicina Rara – Stuttgart, 1971–1973
Limitierung: 2800 Exemplare
Kommentar: 1 Band
Sprache: Deutsch
Faksimile: 1 Band Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
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