Kosmologie, Astronomie und Astrologie: Isidor von Sevillas Vermittlung zwischen Naturwissenschaft und Religion

Liber Astrologicus des Heiligen Isidor von Seville

11. Jahrhundert

Liber Astrologicus des Heiligen Isidor von Seville

Liber Astrologicus des Heiligen Isidor von Seville

— 11. Jahrhundert

  1. Isidor von Sevilla (ca. 500-636) versöhnte die Schriften der alten Philosophen mit denen der Kirchenväter

  2. Isidor spricht in dem gut strukturierten Text kosmologische, astronomische und astrologische Themen an

  3. Der dem westgotischen König Sisebut gewidmete Text wurde durch kreisförmige astrologische Karten ergänzt

Liber Astrologicus des Heiligen Isidor von Seville

Alternativ-Titel:
  • Liber Astrologicus by Saint Isidore of Seville
  • Liber Astrologicus de San Isidoro de Sevilla
  • De Natura Rerum
  • Liber rotarum
  • Liber Astrologicus
Liber Astrologicus des Heiligen Isidor von Seville – Ms. 44 – Museu Episcopal de Vic (Vic (Barcelona), Spanien)
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  1. Kurzbeschreibung
  2. Kodikologie

Kurzbeschreibung

Das berühmte Liber Astrologicus des Isidor von Sevilla ist auch bekannt unter den Titeln De natura rerum und Liber rotarum. Zu Beginn des 7. Jahrhunderts versuchte Isidor von Sevilla damit, das Wissen antiker Philosphen und Wissenschaftler mit dem der Kirchenväter in Einklang zu bringen. Neben der Bibel und den Kirchenvätern zitierte er zahlreiche lateinische Dichter und römische Autoren. Unterteilt in 48 Abschnitte zu drei Haupt-Kapiteln, behandelt Isidor im Liber Astrologicus sowohl kosmologische, astronomische und astrologische als auch weitere verschiedene Themengebiete. Seine Schrift widmete er dem Westgotenkönig Sisebuto. In dieser Handschrift des 11. Jahrhunderts wird die bekannte Schrift des so bedeutenden Gelehrten wunderschön vor Augen geführt!

Liber Astrologicus des Heiligen Isidor von Sevilla

Das berühmte Liber Astrologicus des Isidor von Sevilla ist auch bekannt unter den Titeln De natura rerum und Liber rotarum. Zu Beginn des 7. Jahrhunderts versuchte Isidor von Sevilla damit, das Wissen antiker Philosphen und Wissenschaftler mit dem der Kirchenväter in Einklang zu bringen. Neben der Bibel und den Kirchenvätern zitierte er zahlreiche lateinische Dichter und griechische und römische Autoren. Unterteilt in 48 Abschnitte zu drei Haupt-Kapiteln, behandelt Isidor im Liber Astrologicus sowohl kosmologische, astronomische und astrologische als auch weitere verschiedene Themengebiete. Seine Schrift widmete er dem Westgotenkönig Sisebuto. In dieser Handschrift des 11. Jahrhunderts wird die bekannte Schrift des so bedeutenden Gelehrten wunderschön vor Augen geführt!

Ein großer Kirchenlehrer

Isidor von Sevilla (um 560-636), unter anderem Bischof von Sevilla, ist eine der bekanntesten Figuren des Frühmittelalters und bis heute berühmt als herausragender Gelehrter und Kirchenlehrer. Isidor von Sevilla beeinflusste mit seinen Schriften eine Vielzahl an mittelalterlichen Autoren, Wissenschaftlern und Gelehrten, war grundlegendes Vorbild unter anderem für so große Namen wie Beda Venerabilis, Alkuin und Rhabanus Maurus. Besonders seine Etymologiae – eine Enzyklopädie des antiken Wissens in 20 Büchern - machen ihn bis heute berühmt.

„…was wir von heidnischen und kirchlichen Gelehrten wissen“

Zu Beginn des 7. Jahrhunderts verfasste Isidor von Sevilla die Schrift des Liber Astrologicus, auch bekannt unter den Titeln De natura rerum oder Liber rotarum. In dieser Schrift versuchte Isidor, das Wissen antiker Philosphen und Wissenschaftler mit dem der Kirchenväter zusammen zu bringen. Auf diese Weise entstand ein wunderbares Buch als Vermittler zwischen Naturwissenschaft und Religion. Isodor versammelte hier Informationen zu den verschiedensten Fragen und Themengebieten, von den verschiedensten Autoren und aus vielerlei Quellen. Er zitiert nicht nur die Bibel, sondern auch lateinische Dichter wie Vergil, die Kirchenväter und griechische und vor allem römische Autoren, etwa Thales von Milet oder Lukrez.

Die Widmung an den König

Das Liber Astrologicus ist unterteilt in 48 Abschnitte, die in drei Haupt-Kapitel eingeteilt sind: die sogenannte Chronologie behandelt die Definition und Einteilung von Tagen, Wochen, Monaten und Jahreszeiten mit den jeweiligen Festen. Ein Kapitel zu Kosmos und Gestirnen beschäftigt sich mit Himmel, Erde und den Planeten. Hier nimmt Isidor Bezug auf die Genesis, aber vermittelt auch Erläuterungen anderer Theorien. Im dritten Kapitel geht es um atmosphärische und terrestrische Phänomene, etwa Wetterphänomene oder Erdbeben und Ähnliches. Isisdor von Sevilla hat dieses Werk König Sisebuto (612-620) gewidmet, dem König des Westgotenreiches. Am Ende der wissenschaftlichen Abhandlung des Isidor steht als Epilog ein von König Sisebuto verfasstes Gedicht in Hexametern.

Eine Kopie des 11. Jahrhunderts

Das Manuskript 44 des Museu Episcopal de Vic in Barcelona ist eine Handschrift aus dem 11. Jahrhundert. Das Liber Astrologicus ist in dieser Pergamenthandschrift mit 32 Seiten mit sechs bunten astrologischen Kreisdiagrammen illustriert. Außerdem finden sich im Text zahlreiche farbig gestaltete Initialen und andere bunte Wörter. Diese Handschrift bietet die wunderbare Gelegenheit, sich in die Welt des Isidor von Sevilla zu vertiefen, dieses so bedeutenden mittelalterlichen Gelehrten!

Kodikologie

Alternativ-Titel
Liber Astrologicus by Saint Isidore of Seville
Liber Astrologicus de San Isidoro de Sevilla
De Natura Rerum
Liber rotarum
Liber Astrologicus
Umfang / Format
32 Seiten / 33,5 x 27,0 cm
Datum
11. Jahrhundert
Sprache
Buchschmuck
6 kreisrunde Illustrationen
Künstler / Schule

1 verfügbare Faksimile-Ausgabe(n) von „Liber Astrologicus des Heiligen Isidor von Seville“

Liber Astrologicus
Liber Astrologicus des Heiligen Isidor von Seville – Ms. 44 – Museu Episcopal de Vic (Vic (Barcelona), Spanien)
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Liber Astrologicus

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Millennium Liber – Madrid
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Einband
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1 Band von Constantino Robles und Josefina Planas
Sprache: Spanisch
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Details
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