Astronomische Texte

Astronomische Texte Faksimile

Frankreich — 11. oder 12. Jahrhundert

Kolorierte Federzeichnungen von Sternen, Planeten und mythischen Figuren: Ein Meisterwerk der französischen Gotik in der Tradition des astronomischen Aratea-Codex

  1. Dieses astronomische Kompendium aus dem 14. Jahrhundert ist ein gotisches Exemplar in der Tradition des Aratus von Soloi (ca. 315–240 a.D.)

  2. Wissenschaftlich korrekte Darstellungen der Planeten und Sterne erscheinen neben kunstvollen Sternzeichensymbolen

  3. 43 hell kolorierte Federzeichnungen von Planeten, Sternen und Tierkreiszeichen bebildern das Manuskript

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Beschreibung
Astronomische Texte

Die vorliegende Handschrift ist ein Kompendium verschiedener astronomischer Traktate, Tabellen und Abbildungen, Werk eines unbekannten Autors des 14. Jahrhunderts. Vermutlich wurde die Handschrift mit den astronomischen Texten, die heute in der Staatsbibliothek zu Berlin verwahrt wird, in Frankreich gefertigt. Die herrlichen Illustrationen – insgesamt 43 kolorierte Zeichnungen - mit Sternbildern und anderen astronomischen Phänomenen zeugen von großartiger Kunstfertigkeit. So bieten die astronomischen Texte einen herrlichen Einblick in diese Wissenschaft, die seit der Antike immer wieder Wissenschaftler und auch Laien begeistert!

Astronomische Texte

Die vorliegende Handschrift ist ein Kompendium verschiedener astronomischer Traktate, Tabellen und Abbildungen, Werk eines unbekannten Autors des 14. Jahrhunderts. Vermutlich wurde die Handschrift mit den astronomischen Texten, die heute in der Staatsbibliothek zu Berlin verwahrt wird, in Frankreich gefertigt. Die wunderschönen Illustrationen – insgesamt 43 kolorierte Zeichnungen - mit Sternbildern und anderen astronomischen Phänomenen zeugen von großartiger Kunstfertigkeit. So bieten die astronomischen Texte einen herrlichen Einblick in diese Wissenschaft, die seit der Antike immer wieder Wissenschaftler und auch Laien begeistert!

Ein begeisterter Astronom

Der Codex Lat. cot. 44 der Staatsbibliothek in Berlin besteht aus 24 Seiten im handlichen Format von 15,5 x 11 cm. Es handelt sich bei dieser Handschrift mit dem Titel „Planetarum et Asteriscorum Coeli figurae et Virtutes Astronomicae“ um ein Kompendium astronomischer Texte samt bildlicher Ausstattung. Diese Abhandlung, eine französische Handschrift des 14. Jahrhunderts, begeistert mit ihren fundierten Kenntnissen, die auf einen gebildeten Autor hindeuten. Der unbekannte Verfasser der astronomischen Texte in der Staatsbibliothek zu Berlin war vermutlich ein Mann, der sehr bewandert war in der Wissenschaft der Astronomie und Astrologie und auch über die praktische Anwendung dieser Wissenschaften Bescheid wusste.

Großartige künstlerische Ausstattung

43 Zeichnungen von Planeten, Sternen und Sternbildern illustrieren die Handschrift. Die herrlichen, bunt kolorierten Federzeichnungen präsentieren Sternbilder und Symbole, mythische Figuren, aber auch Darstellungen, die der Zeit entsprungen sind. Geheimnisvolle Tabellen und Diagramme runden die Handschrift ab, etwa zu den zwölf Tierkreiszeichen und den ihnen zugeordneten Kräften. Der Text selbst ist ein astronomisches Traktat, das als Kompendium verschiedene astronomische Texte vereint. Sternbilderbeschreibungen der ptolemäischen Himmelsbilder und eine Beschreibung der Himmels- und Wettererscheinungen im Verlauf der zwölf Monate eines Jahres sind ebenso enthalten wie ein Astrolabium.

Die berühmte Aratea

Die astronomischen Texte in der Staatsbibliothek in Berlin sind wie fast alle astronomischen Traktate der Zeit beeinflusst von der Aratea. Dieses Traktat zu den Himmelserscheinungen basiert auf der antiken Schrift Phainomena des Aratos von Soloi, die unter anderem von Cicero und Germanicus ins Lateinische übersetzt worden war. Berühmt ist unter anderem die Handschrift der Leidener Aratea, einem Codex aus dem frühen 9. Jahrhundert, in dem – wie in der vorliegenden Handschrift - ebenfalls solche Sternbilder in wunderschönen Miniaturen präsentiert werden.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Astronomical Texts
Textos Astronómicos
Recopilación de textos astronómicos
Astronomische Texte
Textes astronomique
Testi di Astronomia
Umfang / Format
24 Seiten / 15,5 × 11,0 cm
Herkunft
Frankreich
Datum
11. oder 12. Jahrhundert
Stil
Sprache
Buchschmuck
43 Zeichnungen von Planeten, Sternen und Sternbilder

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Astronomische Texte – Ms. Lat. Cot. 44 – Staatsbibliothek Preussischer Kulturbesitz (Berlin, Deutschland) Faksimile
Millennium Liber – Madrid, 2007
Limitierung: 995 Exemplare
Detailbild

Astronomische Texte

Perseus

In diesem Manuskript werden neben den Tierkreiszeichen auch mythische Figuren dargestellt. Obwohl der berühmte griechische Held Perseus im Stil des 14. Jahrhunderts gekleidet ist, erkennt man ihn automatisch an seinem Schwert und dem abgeschlagenen Kopf, die er beide in seinen Händen hält. Der Kopf gehört natürlich zu Medusa, der Gorgone, deren Blick ihre Opfer in Stein verwandelte. Sie zu töten, war ein Auftrag von König Polydectes an Perseus gewesen, der seine Mutter Danaë begehrte und auf frevlerische Art ihren Sohn loswerden wollte.

Textos Astronómicos
Einzelseite

Astronomische Texte

Waage, Schütze, Steinbock und Skorpion

Die Tierkreiszeichen der letzten vier Monate des Jahres werden hier im Uhrzeigersinn von oben links zusammen mit den Namen der entsprechenden Monate und erklärenden Texten aufgeführt: Waage, Schütze, Steinbock und Skorpion. Diese Gruppe von Tierkreiszeichen nimmt im astrologischen Kalender den Zeitraum zwischen der Tagundnachtgleiche im September und der Sonnenwende im Dezember ein, wenn der kürzeste Tag des Jahres eintritt.

Diese relativ einfachen Zeichnungen basieren wahrscheinlich auf früheren Vorlagen, vielleicht sogar auf einem karolingischen Manuskript, das seinerseits auf einem Werk aus der Spätantike basiert. Sie sind mit roter und schwarzer Tinte gezeichnet, wobei die Sterne, die die tatsächlichen Sternbilder nicht genau wiedergeben, mit runden Punkten aus Blattgold dargestellt sind.

Textos Astronómicos
Faksimile-Editionen

#1 Textos Astronómicos

Millennium Liber – Madrid, 2007

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Millennium Liber – Madrid, 2007
Limitierung: 995 Exemplare
Einband: Leder über Holzdeckeln
Kommentar: 1 Band
Sprache: Spanisch
Faksimile: 1 Band Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
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