Abhandlung über Heilpflanzen - Egerton 747

Abhandlung über Heilpflanzen - Egerton 747 – British Library – MS Egerton 747 – British Library (London, Vereinigtes Königreich)

Salerno (Italien) — Ca. 1280–1310

Gebündeltes pharmakologisches Wissen aus der Schule von Salerno: Ein außergewöhnlich kunstvolles Arzneibuch mit künstlerischen Illustrationen auf der Grundlage direkter Beobachtung

  1. Die Handschrift aus der Zeit um 1300 enthält 524 Kapitel, in denen Wissen aus anderen Werken auf den Punkt gebracht wird

  2. Es handelt sich um das älteste erhaltene und wahrscheinlich ursprüngliche Manuskript des Tractatus de herbis

  3. Der Text befasst sich mit der medizinischen Verwendung von Substanzen, die aus Pflanzen, Tieren und Mineralien gewonnen werden

Abhandlung über Heilpflanzen - Egerton 747

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Preis Kategorie: €
(unter 1.000€)
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Beschreibung
Abhandlung über Heilpflanzen - Egerton 747

Die im 9. Jahrhundert in der süditalienischen Stadt Salerno gegründete Schola Medica Salernitana war die erste und bedeutendste medizinische Schule in Westeuropa. Hier wurden griechische und arabische medizinische Texte erstmals ins Lateinische übersetzt, bevor sie kopiert und über den Kontinent verbreitet wurden. Einer der populärsten und einflussreichsten dieser Texte war der Tractatus de herbis, ein Arzneibuch, das in 524 Kapiteln das Wissen aus verschiedenen anderen Werken über die medizinische Verwendung von Substanzen aus Pflanzen, Tieren und Mineralien zusammenfasst.
Eine außergewöhnlich kunstvolle Abschrift des Werkes, die um 1300 in Italien entstand, wird unter der Signatur Egerton 747 in der British Library aufbewahrt. Es ist das älteste erhaltene Exemplar des Tractatus de herbis und zum ersten Mal seit der Spätantike scheinen die Illustrationen der Pflanzen auf direkter Beobachtung zu beruhen, die vermutlich in einem botanischen Garten vorgenommen wurden. Diese Miniaturen suchen unter den zeitgenössischen Kunstwerken ihresgleichen.

Abhandlung über Heilpflanzen - Egerton 747

Der Tractatus de herbis ist ein schönes Beispiel für die medizinischen Handbücher, die im Mittelalter für Ärzte und Apotheker erstellt wurden und in denen Wissen aus byzantinischen, arabischen und mozarabischen Quellen zusammengetragen wurde. Aufgrund der verschiedenen kulturellen und ethnischen Ursprünge dieser Informationen hatten die Heilpflanzen viele verschiedene Namen. Um eine Verwechslung der verschiedenen Pflanzen zu vermeiden, wurden in den pharmakologischen Manuskripten Abbildungen der Pflanzen mit Beschreibungen ihrer Eigenschaften und Anwendungen sowie mit ihren gebräuchlichsten Namen in verschiedenen Sprachen kombiniert. Die älteste erhaltene Version dieses Textes und zugleich eine der schönsten stammt aus Salerno aus dem frühen 14. Jahrhundert, war zwar vor 1950 relativ wenig bekannt, sollte aber entscheidend sein für die Erkenntnis der Forscher, dass es eine ganze Familie mittelalterlicher Kräuterbücher mit einem gemeinsamen Vorfahren gab.

Ein italienisches Meisterwerk

Egerton 747 der British Library wurde am 10. Juli 1839 für die fürstliche Summe von £12 000 erworben. Obwohl es unvollständig ist, gehört es zu den künstlerisch raffiniertesten Werken dieser Zeit und zeichnet sich durch seine Schönheit und einen Naturalismus aus, der höchstwahrscheinlich das Ergebnis einer direkten Beobachtung durch die Künstler selbst ist. Die Handschrift entstand in Salerno etwa zwischen 1280–1310, der Heimat der ersten und wichtigsten medizinischen Schule des mittelalterlichen Westeuropas. Während einige Versionen des Tractatus de herbis nur die Namen der abgebildeten Pflanzen, Tiere oder Mineralien zeigen, enthält Egerton 747 detaillierte Informationen, sauber in zwei Spalten geschrieben, wobei die Miniaturen in den jeweiligen Text eingebettet sind. Es ist somit eines der wichtigsten Beispiele für die Erforschung der Gattung der Tractatus de herbis-Handschriften.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Tractatus de Herbis - Egerton 747
De Simplici Medicina
Circa instans
Antidotarium Nicolai
Egerton Tractatus de Herbis
Umfang / Format
294 Seiten / 36,0 × 24,0 cm
Herkunft
Italien
Datum
Ca. 1280–1310
Stil
Sprache
Schrift
Gotisch
Buchschmuck
6 ganzseitige Miniaturen mit Titeln; Große Miniaturen illustrieren im Tractatus de herbis jede der beschriebenen Pflanzen du Substanzen; 2 historisierte Initialen; Initialen in Rot und Blau; Randdekoration
Inhalt
Sammlung medizinischer Texte: Tractatus de herbis, Text über die Vorhersage mit einem Mondkalender, Antidotarium Nicolai, De dosibus medicinarum, eine Substitutionsliste für den Fall, dass ein bestimmter Inhaltsstoff nicht verfügbar ist, 3 Texte über Gewi
Künstler / Schule
Vorbesitzer
Reverend John Josias Conybeare
Sir Frederick Madden

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Abhandlung über Heilpflanzen - Egerton 747 – British Library – MS Egerton 747 – British Library (London, Vereinigtes Königreich)
The Folio Society – London, 2003
Limitierung: 1000 Exemplare

A Medieval Herbal - Egerton 747
British Library – London, 2003
Limitierung: Nicht limitiert
Faksimile-Editionen

#1 A Medieval Herbal

The Folio Society – London, 2003
Abhandlung über Heilpflanzen - Egerton 747 – British Library – MS Egerton 747 – British Library (London, Vereinigtes Königreich)
Abhandlung über Heilpflanzen - Egerton 747 – British Library – MS Egerton 747 – British Library (London, Vereinigtes Königreich) Copyright Bildmaterial: Ziereis Faksimiles

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: The Folio Society – London, 2003
Limitierung: 1000 Exemplare
Einband: Gebunden in grünem Ziegenleder
Kommentar: 1 Band von Minta Collins and Sandra Raphael
Sprache: Englisch
Faksimile: 1 Band Faksimile und Kommentar sind in dieser Ausgabe in einem Band untergebracht, wobei der Kommentar in einem separaten Abschnitt abgedruckt ist. Detailnahe Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
Ausgabe bei uns verfügbar
Preis Kategorie: €
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#2 A Medieval Herbal - Egerton 747

British Library – London, 2003

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: British Library – London, 2003
Limitierung: Nicht limitiert
Einband: Gebunden in Leinen
Kommentar: Kommentar beigebunden von Minta Collins and Sandra Raphael
Sprache: Englisch
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