Geschmckt mit goldenen Miniaturen: Ein byzantinisches Meisterwerk mit einem der frühesten aufgezeichneten Mariengebete

Akathistos Hymnos

Spanien — 16. Jahrhundert

Akathistos Hymnos

Akathistos Hymnos

Spanien — 16. Jahrhundert

  1. Eines der frühesten aufgezeichneten Mariengebete aus Konstantinopel (626 n. Chr.)

  2. Nur zwei Exemplare des historischen Werks sind heute erhalten

  3. Die 24 Hymnenstrophen beginnen mit allen 24 Buchstaben des griechischen Alphabets

Akathistos Hymnos

Alternativ-Titel:
  • Greek Hymn honouring the Virgin Mary
  • Poesías en loor de la Virgen
Akathistos Hymnos – R.I.19 – Real Biblioteca del Monasterio (San Lorenzo de El Escorial, Spanien)
Akathistos Hymnos – R.I.19 – Real Biblioteca del Monasterio (San Lorenzo de El Escorial, Spanien)
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  1. Kurzbeschreibung
  2. Kodikologie

Kurzbeschreibung

Diese einzigartige Handschrift präsentiert den griechischen Text des berühmten Hymnos Akathistos, eines altchristlichen Marienlobes aus Konstantinopel. Im späten 14. oder beginnenden 15. Jahrhundert in Konstantinopel entstanden, wird der Text hier mit einem typischen Bilderzyklus illustriert, der jedoch heute nur noch in zwei Exemplaren überliefert ist. Auf geheimnisvollen Wegen gelangte die Handschrift schließlich in den Besitz Philipps II. und ist, heute im Escorial aufbewahrt, „eines der kostbarsten byzantinischen Kunstobjekte in Spanien“.

Hymnos Akathistos

Der Hymnos Akathistos gilt als einer der Hauptbestandteile der orthodoxen Liturgie. Der Lobpreis auf die Jungfrau Maria wurde der Legende nach erstmals im Jahr 626 in Konstantinopel gesungen, als man bei einem Angriff der Avaren zum Schutz die Muttergottes anrief. Somit ist der Hymnos Akathistos, der noch heute gesungen wird, eine der ältesten und schönsten Mariendichtungen des Christentums. Seit weit über einem Jahrtausend wird der bedeutende liturgische Hymnos vor allem in der orthodoxen Ostkirche zelebriert, hatte aber auch großen Einfluss auf die gesamte christliche Kirche als tiefgläubiger Ausdruck der marianischen Frömmigkeit.

Sei gegrüßt, du jungfräuliche Mutter

Der griechische Hymnus „an die allerheiligste Gottesgebärerin und immerwährende Jungfrau Maria“ stammt von einem unbekannten griechischen Dichter und besteht aus 24 Strophen. Diese folgen einem interessanten Prinzip: ihre Anfangsbuchstaben ergeben der Reihe nach alle Buchstaben des griechischen Alphabets. Inhaltlich behandeln die ersten beiden Abschnitte lobpreisende Grüße an die Muttergottes in der Nachfolge des Verkündigungsengels Gabriel, der dritte und vierte Abschnitt besingt das neue Schöpfungswunder der Menschwerdung Christi aus Maria.

Eine späte Handschrift aus Konstantinopel

Die Bedeutung des Hymnos Akathistos wird auch durch diese wunderbare Handschrift aus dem späten 14. oder frühen 15. Jahrhundert verdeutlicht. Auf 60 Seiten enthält dieser buchkünstlerische Schatz nicht nur den griechischen Text des Marienlobes. Als Besonderheit gilt der wunderbare Bilderzyklus zum Akathistos. Dieser ist heute nur noch in zwei griechischen Manuskripten überliefert, neben dem hier vorgestellten im Escorial außerdem in einer Handschrift in Moskau. Der Bilderschmuck besteht aus 23 Miniaturen in byzantinischem Stil auf Goldgrund und umfasst außerdem 15 Seiten mit eleganten ornamentalen Initialen aus Tier- und Pflanzenmotiven. Deutliche italienische Einflüsse in der Malerei führten zu Spekulationen einer Entstehung der Handschrift in Venedig oder Kreta. Doch gilt heute in der Forschung Konstantinopel als Entstehungsort des Hymnos Akathistos aus dem Escorial.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Greek Hymn honouring the Virgin Mary
Poesías en loor de la Virgen
Umfang / Format
60 Seiten / 24,5 x 18,5 cm
Herkunft
Spanien
Datum
16. Jahrhundert
Buchschmuck
23 halbseitige Miniaturen und 15 Verzierungen mit Pflanzenmotiven
Auftraggeber
Philipp II., König von Spanien (1527-1598)

1 verfügbare Faksimile-Ausgabe(n) von „Akathistos Hymnos“

Akathistos himno Marial Griego
Akathistos Hymnos – R.I.19 – Real Biblioteca del Monasterio (San Lorenzo de El Escorial, Spanien)
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Akathistos himno Marial Griego

Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten)
Verlag
Edilan – Madrid, 1981
Einband
Geprägte gelde Seide, dem Original entsprechend
Kommentar
1 Band (113 Seiten) von Gregorio de undrés
Sprache: Spanisch
Mehr Informationen
Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
Details
Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten)
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