Codex Boernerianus

Codex Boernerianus

Boerner Skriptorium, Kloster von St. Gallen (Schweiz) — Zweite Hälfte des 9. Jahrhunderts

Codex Boernerianus

Mscr. Dresd. A.145.b Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek (Dresden, Deutschland)
  1. Beschreibung
  2. Faksimile-Editionen (1)
Beschreibung
Codex Boernerianus

Dieser kleine neutestamentliche Codex stammt aus dem 9. Jahrhundert und ist nach seinem ehemaligen Besitzer, dem Theologieprofessor Christian Frederick Boerner (1683–1753), benannt. Der Text umfasst die Paulusbriefe mit Ausnahme des Hebräerbriefs und ist einspaltig mit 20 Zeilen pro Seite geschrieben. Der Primärtext ist in Griechisch unter Verwendung des westlichen Texttyps geschrieben und mit einer lateinischen Übersetzung unter Verwendung des angelsächsischen Alphabets versehen, die über den Zeilen des griechischen Textes erscheint. Relevante Zitate aus dem Alten Testament sind am linken Rand vermerkt. Den Abschluss des Manuskripts bildet ein Gedicht in altirischer Sprache, das von einem enttäuschten Pilger nach der gefährlichen Reise nach Rom verfasst worden zu sein scheint. Dieses Gedicht deutet zusammen mit stilistischen Hinweisen im Schriftbild darauf hin, dass der Codex von einem irischen Mönch in der Abtei von St. Gallen in der Schweiz zwischen 850 und 900 geschrieben wurde. Der Codex erlitt während des Zweiten Weltkriegs einen schweren Wasserschaden, wurde aber glücklicherweise 1909 als Faksimile veröffentlicht.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Codex Boernerianus epistolarum Paulinarum graeco-latin
Codex Boernerianus der Briefe des Apostles Paulus
Umfang / Format
110 Folios / 24,7 × 19,0 cm
Herkunft
Schweiz
Datum
Zweite Hälfte des 9. Jahrhunderts
Schrift
Unzialis

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Faksimile-Editionen

#1 Der codex Boernerianus der Briefe des Apostles Paulus

Karl W. Hiersemann – Leipzig, 1909

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Karl W. Hiersemann – Leipzig, 1909
Kommentar: 1 Band von Alexander Reichardt
Sprache: Deutsch
Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten) Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
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