Gedichte von Chaucer, Hoccleve und Lydgate

Gedichte von Chaucer, Hoccleve und Lydgate Faksimile

England (Vereinigtes Königreich) — Um 1450

Eine ergiebige Quelle für englische Literaturhistoriker: Kleinere Werke von Geoffrey Chaucer, Thomas Hoccleve und John Lydgate of Bury

  1. Eine Zusammenstellung kleinerer Werke von führenden englischen Literaten des Spätmittelalters

  2. Um 1450 mit einem prächtigen Frontispiz geschaffen, das die Götter Jupiter, Mars und Venus darstellt

  3. Der Text ist von geschickter Hand in einer einzigen Spalte geschrieben und mit roten und blauen Initialen verziert

Gedichte von Chaucer, Hoccleve und Lydgate

  1. Beschreibung
  2. Faksimile-Editionen (1)
Beschreibung
Gedichte von Chaucer, Hoccleve und Lydgate

Das wahrscheinlich um 1450 entstandene Manuskript, das als das schönste der Chaucer-Manuskripte der Oxford-Gruppe gilt, vereint kleinere Werke wichtiger englischer Literaten des Spätmittelalters. Dazu gehören Geoffrey Chaucer, der Autor der berühmten Canterbury Tales, Thomas Hoccleve und John Lydgate of Bury. Der englische Text, eine faszinierende Quelle für Literaturhistoriker, ist fein säuberlich in einer einzigen Spalte geschrieben und wird von roten und blauen Miniaturen verschönert. Eine ganzseitige Miniatur, die römische Götter darstellt, und eine Skizze einer elisabethanischen Adelsfrau aus dem späten 16. Jahrhundert zieren die ersten Seiten des Codex.

Gedichte von Chaucer, Hoccleve und Lydgate

Das schöne Manuskript aus der Mitte des 15. Jahrhunderts, das unter der Signatur MS. Fairfax 16 in der Bodleian Library in Oxford aufbewahrt wird, ist eine wertvolle Quelle für kleinere Werke der wichtigsten englischen Autoren des Spätmittelalters, darunter Geoffrey Chaucer (ca. 1342/43-1400), Thomas Hoccleve (1368-1426) und Lydgate of Bury (ca. 1370 - ca. 1451). Insgesamt sind die Inhalte durch gemeinsame Themen der höfischen Liebesdichtung vereint. Es scheint aus einer Reihe von Heften entstanden zu sein, die alle von derselben Hand geschrieben und auf Wunsch des Auftraggebers zusammengebunden wurden. Es handelt sich um die älteste Sammlung von Chaucers kleineren Gedichten, die er zu Lebzeiten offenbar nie in einer maßgeblichen Ausgabe zusammengefasst hatte, sondern sie stattdessen in einer Reihe von Heften veröffentlichte, von denen aufgrund ihrer Fragilität keines erhalten geblieben ist.

The House of Fame

Dieses Manuskript ist ein wichtiges Zeugnis für Chaucers Visionsgedichte, insbesondere für The House of Fame. Wahrscheinlich zwischen 1374 und 1385 geschrieben, ist es eines seiner frühesten Werke. Es handelt sich um eine Traumvision in achtsilbigen Zweizeilern, in der sich der Dichter in einem gläsernen Tempel wiederfindet, der mit Bildern berühmter historischer und mythologischer Figuren gefüllt ist. Geführt von einem Adler, denkt er über das Wesen des Ruhms, über die Glaubwürdigkeit der Aufzeichnungen und über das Leben und die Taten der berühmten Persönlichkeiten nach. Das Gedicht ist auch ein Meilenstein, der den Beginn einer Periode italienisch beeinflusster Werke in Chaucers Laufbahn markiert, und es scheint eine Parodie auf Dantes Göttliche Komödie zu sein, was die dreiteilige Struktur und die Verweise auf verschiedene Persönlichkeiten betrifft.

Eine gotische Miniatur und ein elisabethanisches Porträt

Dem Text vorangestellt ist eine ganzseitige Miniatur mit einer Blumenbordüre und einem Wappen, das auf den weltlichen Charakter der Gedichte hinweist. Sie ist dreigeteilt: Oben in Rot gekleidet, blickt links Jupiter in voller Rüstung und hermelinbesetztem Umhang auf Mars herab, rechts davon steht eine nackte, blumengekrönte und von Tauben umgebene Venus in einem Fluss, während in der Ecke Vulkan an seinem Amboss arbeitet. Das Wappen gehört John Stanley (gest. 1469) aus Hooton, Cheshire, Usher of the Chamber und Serjeant of the Armoury, was aber nicht unbedingt bedeuten muss, dass das Manuskript für ihn geschaffen wurde. Der britische Buchmaler William Abel, der zwischen 1440 und 1460 tätig war, scheint für die Miniatur verantwortlich zu sein. Irgendwann im späten 16. Jahrhundert wurde eine Skizze einer elisabethanischen Dame, die eine kunstvolle Halskrause trägt, und ein Diagramm eines Orriums mit dem Motto Cor mundanum oder "weltliches Herz" auf einem der leeren Vorsatzblätter am Anfang der Handschrift hinzugefügt.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Poems by Chaucer, Hoccleve and Lydgate
Datum
Um 1450
Stil
Sprache
Schrift
Bastarda
Künstler / Schule

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Gedichte von Chaucer, Hoccleve und Lydgate – MS. Fairfax 16 – Bodleian Library (Oxford, Vereinigtes Königreich) Faksimile
Scolar Press – London, 1979
Faksimile-Editionen

#1 Bodleian Library, MS Fairfax 16

Scolar Press – London, 1979

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Scolar Press – London, 1979
Kommentar: 1 Band von John Norton-Smith
Sprache: Englisch
Faksimile: 1 Band Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
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