Gero-Codex

Gero-Codex Faksimile

Kloster Reichenau (Deutschland) — Um 969

Die älteste Handschrift aus dem berühmten Kloster Reichenau und heute UNESCO-Welterbe: Ein ottonisches Prachtevangelistar in Gold und Silber im Auftrag Erzbischofs Gero von Köln

  1. Entstanden um das Jahr 969 im Skriptorium der Klosterinsel Reichenau und somit älteste Handschrift der berühmten Reichenauer Malschule

  2. Die Prachthandschrift wurde im Auftrag Geros, Erzbischof von Köln, angefertigt und mit 24 gold- und silbergeschmückten Prachtseiten ausgestattet

  3. Als dokumentarisches Zeugnisse von außergewöhnlichem Wert für die Menschheitsgeschichte heute Teil des UNESCO-Weltdokumentenerbes

Gero-Codex

Hs 1948 Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt (Darmstadt, Deutschland)
Regulärer Preis ohne Anmeldung (gebraucht)17.390 
Noch günstiger bei Anmeldung!
  1. Beschreibung
  2. Detailbild
  3. Einzelseite
  4. Faksimile-Editionen (1)
Beschreibung
Gero-Codex

Der um das Jahr 969 auf der weltberühmten Insel Reichenau fertiggestellte Gero-Codex ist wohl das bedeutendste und auch älteste Werk der Reichenauer Buchmalerei. In Auftrag gegeben wurde diese einmalige Handschrift vom einflussreichen Erzbischof Gero zu Köln. Mit 24 prächtigen, ganzseitigen Miniaturen-/Prunkseiten und seinen unzähligen kunstvoll gestalteten Initialen in Gold und Silber stellt der Gero-Codex eine Handschrift von überragendem künstlerischem und historischem Wert da. Nicht von ungefähr wurde der Gero-Codex ob seiner herausragenden Stellung von der UNESCO als eine von wenigen mittelalterlichen Handschriften in den erlesenen Kreis des UNESCO-Weltdokumentenerbes aufgenommen.

Kodikologie

Umfang / Format
352 Seiten / 29,7 x 22,1 cm
Herkunft
Deutschland
Datum
Um 969
Stil
Sprache
Buchschmuck
24 ganzseitige Prachtminiaturen, u. a. mit der dem Widmungsbild Annos an den Stifter Gero, dessen Widmung der Handschrift an den Apostel Petrus,
vier Darstellungen mit je einem Evangelisten,die Darstellung der Maiestas Domini (Die Majestät des Herrn) und der Frauen am Grab Jesu in der Osterinitiale M., unzählige fein ausgeführte Inizialen in Gold und Silber.
Inhalt
Perikopen aus den Evangelien des Neuen Testaments für die Lesung an den Sonn- und Feiertagen des Kirchenjahres
Auftraggeber
Erzbischof Gero von Köln (900 - 976)
Künstler / Schule
Vorbesitzer
Prämonstratenserstift Wedinghausen
Großherzog Ludwig I. von Hessen-Darmstadt

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Gero-Codex – Hs. 1948 – Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt (Darmstadt, Deutschland) Faksimile
Imago – Rimini, 2021
Limitierung: 349 Exemplare
Detailbild

Gero-Codex

Das leere Grab

Diese Szene stammt aus Matthäus 28, wo beschrieben wird, wie Maria Magdalena und die "andere Maria" zum Grab Jesu kommen. Dort begegneten sie einem Engel, der den Stein wegrollte und den Blick in das leere Grab freigab, bevor er ihnen mitteilte, dass Jesus auferstanden ist. Die Figuren sind überraschend naturalistisch dargestellt, vielleicht nach spätantiken Vorbildern, mit großen Händen, um ihre Gesten fast schon übertrieben zu akzentuieren. Sie stehen vor einem glänzenden Silberhintergrund, der großzügig mit Gold ausgestattet ist, und das alles auf einem violett gefärbten Blatt.

Gero-Codex
Einzelseite

Gero-Codex

Präsentationsminiatur

Gero, der von 969 bis 976 Erzbischof von Köln war, ist hier bei der Übergabe der Handschrift an den heiligen Petrus abgebildet. Die beiden befinden sich in einem stilisierten Kirchengebäude, das teilweise mit Silber und Gold verziert ist. Petrus' Bedeutung wird durch seine überproportionale Größe, seinen glänzenden goldenen Heiligenschein, seine thronende Position und die Tatsache deutlich, dass er seinerseits mit Gero keinen Blickkontakt aufnimmt.

Der erste Papst ist mit zwei Zeptern dargestellt, deren Bedeutung jedoch unklar ist: Einige Kunsthistoriker wollen in den Buchstaben ein "Petr." erkennen, während andere sie als "FR" für Forum, einen Begriff für Gerichtsbarkeit, ansehen. Der tonsurierte Gero blickt demütig zu Petrus auf und trägt ein priesterliches Gewand mit einer gemusterten Stola, die bis zu seinen Füßen herabhängt. Er ist seltsamerweise so dargestellt, als würde er über dem Boden schweben.

Gero-Codex
Faksimile-Editionen

#1 Gero-Codex

Imago – Rimini, 2021
Gero-Codex – Hs. 1948 – Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt (Darmstadt, Deutschland) Faksimile
Gero-Codex – Hs. 1948 – Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt (Darmstadt, Deutschland) Faksimile Copyright Bildmaterial: Ziereis Faksimiles

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Imago – Rimini, 2021
Limitierung: 349 Exemplare
Einband: Von Hand gefertigter Schmuckeinband mit einem großen, zentralen Elfenbeinreplikat. Kreuzesdarstellung mit dem Lamm Gottes im Zentrum, frankiert von den vier Evangelisten-Sybolen, fein ziselierter mit 24 karätigem Blattgold versehener Rahmen, 4 echte tiefblaue Schmucksteine an den Seiten.
Kommentar: 1 Band
Sprache: Deutsch
Regulärer Preis ohne Anmeldung (gebraucht)17.390 
Noch günstiger bei Anmeldung!
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