Jahrhundert von Bruder (Joseph) Baurnjöpel im O(rient) in Wien

Jahrhundert von Bruder (Joseph) Baurnjöpel im O(rient) in Wien – Akademische Druck- u. Verlagsanstalt (ADEVA)

Wien (Österreich) — 18. Jahrhundert

Von der Aufnahme als Lehrling bis zur Erlangung der Meisterwürde: Entstehung, Glaube, Symbole und Rituale der Freimaurer und ein historisch wertvoller Einblick in den weltumspannenden Orden

  1. Joseph Baurnjöpel (1739–1795) berichtet in 4 Abteilungen von den Freimaurern

  2. Neben der Entstehung des Ordens, der Schöpfung und der Natur bespricht er auch die Rituale und Symbole der Freimaurerei

  3. Auch die Aufnahme des Lehrlings, sein Unterricht und seine Einkleidung werden beschrieben

Jahrhundert von Bruder (Joseph) Baurnjöpel im O(rient) in Wien

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Beschreibung
Jahrhundert von Bruder (Joseph) Baurnjöpel im O(rient) in Wien

Joseph Baurnjöpel (1738–1795) war k.k. Beamter aus Wien und in Prag an der böhmischen Hofkanzlei angestellt. Geeignet als Autor dieses Werkes ist er jedoch aus anderen Gründen: Er war selbst Mitglied der 1779 gegründeten Loge „Zur Beständigkeit“ und der 1785 gegründeten Bauhütte „Zur neugekrönten Hoffnung“. Dazu gab er eine Sammlung von Freimaurerliedern heraus und hatte möglicherweise nähere Kontakte zu W. A. Mozart (1756–1791). Damit ist er prädestiniert, um über die Situation der Freimaurer im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts einen faszinierenden Einblick zu gewähren und so manches Geheimnis des Männerbundes zu lüften. Zunächst beschreibt Baurnjöpel, wie der Bund der Freimaurer entstanden ist, worin die Harmonie der Schöpfung besteht und wie die Natur zu betrachten ist. In vier Abteilungen werden dann die Rituale und Symbole der Freimaurerei festgehalten und erklärt – von der Aufnahme eines Lehrlings bis zur Erlangung der Meisterwürde.

Jahrhundert von Bruder (Joseph) Baurnjöpel im O(rient) in Wien

Es handelt sich um eine prächtig illustrierte Quelle zur Geschichte der Freimaurerei in Österreich im 18. Jahrhundert, als der geheime Orden seine Blütezeit erlebte. Der Joseph Baurnjöpel (1739-95) schrieb die Einleitung des Werkes, in welcher er die Ursprünge des Ordens, die "Harmonie der Schöpfung" und "Die Lehre von der Natur" erläutert. Es folgen vier Abschnitte, in denen die Rituale und Symbole der Freimaurerei erklärt werden, sowie die Aufnahme von Lehrlingen, ihre Beförderung zum Gesellen und schließlich das Ritual zur Erlangung der Meisterwürde. Auch die Festtagskleidung und andere Lehren werden ausführlich behandelt. Der Inhalt wird durch 24 ganzseitige Miniaturen und zahlreiche andere dekorative Elemente illustriert.

Die geheimnisvolle Geschichte der Freimaurerei

Diese brüderliche Organisation, die vielleicht berühmteste der Welt, haben ihre Wurzeln in den mittelalterlichen Logen und Zünften der echten Steinmetze, welche ihre Geschäftsgeheimnisse und ihr Wissen zu schützen hatten. Die frühesten freimaurerischen Manuskripte verfolgen das Freimaurerhandwerk über Euklid zurück bis zur Figur des Jabal aus dem Buch Genesis. Ein Freimaurer wurde von Kindheit an erzogen, verließ im Alter von zehn Jahren sein Elternhaus, um sich weiterzubilden und verbrachte seine frühen Zwanzigerjahre als Geselle, bevor er ein Meisterwerk vollendete, um ein qualifizierter Freimaurer zu werden. Dann hatte er aber immer noch Jahre vor sich, ehe er ein Meistermaurer wurde. Die Maurer gehörten somit zu den gebildetsten Mitgliedern der Gesellschaft und wurden dementsprechend bezahlt.
Während der Aufklärung wurden diese Institutionen modernisiert und nach humanistischen Grundsätzen umgestaltet, was zu neuen Konstitutionen mit einer noch umfangreicheren Geschichte führte, die unter anderem die Kreuzritter einbezog, insbesondere die Hospitaller und Templer, die angeblich im Heiligen Land die alten Geheimnisse der Freimaurerei entdeckten. Die Freimaurerei erreichte ihren Höhepunkt im 18. Jahrhundert und war bei liberalen Reformern von den Britischen Inseln und Kontinentaleuropa bis in die Neue Welt beliebt, wo der erste Präsident der Vereinigten Staaten, George Washington, 1752 ein initiierter Freimaurer war. Die ersten deutschen Freimaurer wurden zu Beginn des 18. Jahrhunderts in England initiiert, die erste deutsche Loge wurde 1737 gegründet, und bis 1754 gab es 19 Logen in ganz Deutschland. Auch einige der berühmtesten Deutschen des 18. Jahrhunderts waren Freimaurer, darunter Goethe, Mozart und Friedrich der Große.

Kodikologie

Umfang / Format
338 Seiten / 21,0 × 17,3 cm
Herkunft
Österreich
Datum
18. Jahrhundert
Sprache
Buchschmuck
Zahlreiche Abbildungen, darunter 24 ganzseitige Miniaturen
Künstler / Schule

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Jahrhundert von Bruder (Joseph) Baurnjöpel im O(rient) in Wien – Akademische Druck- u. Verlagsanstalt (ADEVA)
Akademische Druck- u. Verlagsanstalt (ADEVA) – Graz, 1986
Limitierung: 480 Exemplare
Faksimile-Editionen

#1 Jahrhundert von Bruder (Joseph) Baurnjöpel im O(rient) in Wien

Details zur Faksimile-Edition:

Limitierung: 480 Exemplare
Einband: Leder, präsentiert in einem Schuber mit dem Kommentarband
Kommentar: 1 Band von Julius Fischer
Sprache: Deutsch
Faksimile: 1 Band Detailnahe Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
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