Hilfe für die Armen: Die erste Theorie über das Gemeinwohl in der Frühen Neuzeit

Tratado del socorro de los pobres

Valencia (Spanien) — 1781

Tratado del socorro de los pobres

Tratado del socorro de los pobres

Valencia (Spanien) — 1781

  1. Juan Luis Vives (1493-1540) war ein spanischer Philosoph, Lehrer und Autor großartiger humanistischer Werke

  2. Er verfasste die erste Theorie zum Gemeinwohl und zur Entlastung der Armen in der Frühen Neuzeit

  3. Die handschriftliche Originalabhandlung wurde 1781 in der Druckerei von Benito Monfort reproduziert

Tratado del socorro de los pobres

Tratado del socorro de los pobres – 8354 – Biblioteca de Manuel Bas Carbonell (Valencia, Spanien)
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  1. Kurzbeschreibung
  2. Kodikologie

Kurzbeschreibung

Der große Humanist Juan Luis Vives lebte von 1493 bis 1540 und war in den bedeutendsten Hochburgen des Renaissancehumanismus als Philosoph, Lehrer und Schriftsteller tätig. Von seinen zahlreichen bedeutenden Werken nimmt das Traktat über die Pflege der Armen eine besondere Stellung ein. Es handelt sich dabei um die erste Fürsorgetheorie zur städtischen Armenpflege der frühen Neuzeit. Das Werk, welches ursprünglich handgeschrieben vorlag und 1781 in den Druck gegeben wurde, besteht aus zwei Bänden. Es ist mit einer atemberaubend schönen Druckgraphik ausgestattet, die das Porträt des berühmten Autors zeigt.

El tratado del soccoro de los pobres

Juan Luis Vives war ein spanischer Philosoph, Lehrer und Verfasser unzähliger bedeutender und weltweit erfolgreiche Schriften über das Gedankengut des Renaissancehumanismus. Der weit gereiste Vives lebte unter anderem in den Städten Valencia, Paris, Oxford, Brügge und erlebte somit jede wirkliche Hochburg der humanistischen Welt. Sein uns hier vorliegendes Werk gehört zu den berühmtesten Schriften des universalen Genies. Es handelt sich dabei um das Traktat zur Pflege der Armen. Die ursprünglich handgeschriebene Abhandlung wurde im Jahre 1781 in der Druckwerkstatt des Benito Monfort reproduziert. Eine unfassbar schön und hochwertig gestaltete Titelseite mit einem druckgraphischen Medaillon zeigt das Gesicht des Autors.

Eine Koryphäe des Humanismus

Vives kam 1493 in Valencia zur Welt und studierte von 1509 bis 1512 Philosophie und Theologie an der Sorbonne in Paris, wo er mit den Gedanken des Humanismus in Kontakt kam. 1512 zog er von Paris nach Brügge, wo er die Tochter einer spanischen Kaufmannsfamilie unterrichtete und ebendiese 1524 heiratete. Ab 1516 hielt sich Vives hauptsächlich in Leuven auf und erhielt hier schließlich eine Lehrerlaubnis an der Universität. In dieser Zeit lernte er Erasmus von Rotterdam kennen, den er sehr bewunderte und dessen Bekanntschaft für ihn die vollständige Hinwendung zum Humanismus bedeutete. Während seines bis 1523 andauernden Aufenthaltes in Löwen verfasste er bereits mehrere Schriften über seine eigene Forschung. Doch aufgrund der im Mittelalter vorherrschenden Meinung, der Philosoph Aristoteles hätte bereits das gesamte Wissen zusammengetragen, waren Experimente damals verpönt und Vives erregte mit seinen Ansichten Anstoß. Er ließ sich jedoch nicht von seinen Gegnern einschüchtern.

Ein wahrer Revolutionär

Juan Luis Vives veröffentlichte zahlreiche Werke, die zumeist die herrschende Schulmeinung kritisierten. Seine Schriften - das Traktat zur Pflege der Armen ist nur eines seiner Hauptwerke - stellen allesamt wahre Meilensteine der humanistischen Literatur dar. Vives konnte sich den Ruf des Begründers der modernen Pädagogik erarbeiten. Sein pädagogisches Hauptwerk „De tradendis disciplinis“ leitete den Fortschritt der Wissenschaften in der mittelalterlichen Welt ein. Vives plädierte für Sachwissen, Erkenntnisse der Naturwissenschaften und Nutzbarmachung der Natur. Er forderte die Abschaffung veralteter Methoden im Erziehungs- und Lehrwesen. Des Weiteren setzte sich Vives als erster für das Recht der Frauen auf umfangreiche Erziehung und Bildung ein. Nie zuvor verfasste ein Autor so ausführliche und einflussreiche Schriften über die Versorgung der Armen und der Bevölkerung durch den Staat wie er. Sein Werk, welches den lateinischen Titel „De subventione pauperum“ trägt, nennt Peter Sloterdijk „das erste Traktat über Sozialpolitik in Europa“. Das aufsehenerregende Traktat wurde in mehrere Sprachen übersetzt.

Kodikologie

Umfang / Format
300 Seiten / 22,7 x 15,5 cm
Datum
1781
Sprache
Buchschmuck
Vorderdeckel mit Portait von Juan Luis Vives
Künstler / Schule

1 verfügbare Faksimile-Ausgabe(n) von „Tratado del socorro de los pobres“

Tratado del socorro de los pobres
Tratado del socorro de los pobres – 8354 – Biblioteca de Manuel Bas Carbonell (Valencia, Spanien)
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Verlag
Vicent Garcia Editores – Valencia, 1992
Limitierung
3000 Exemplare
Einband
Pergament auf Holzdeckel. In mit Leinen ausgekleideter Schuber mit goldverziertem Lederrücken
Kommentar
1 Band
Sprache: Spanisch
Mehr Informationen
Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
Details
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