Rolandslied des Pfaffen Konrad

Rolandslied des Pfaffen Konrad Faksimile

Deutschland — Spätes 12. Jahrhundert

Eine prächtige deutsche Übersetzung des berühmtesten „Chanson de geste“ oder "Lied der Kriegstaten": Der heldenhafte Tod Rolands als Anführer der Nachhut unter Karl dem Großen und seine Verehrung im französischen Rolandslied

  1. Roland war ein Ritter, der die Nachhut des fränkischen Heeres unter Karl dem Großen (748-814) befehligte

  2. Sein Tod bei der Schlacht am Roncevaux-Pass im Jahr 778 wurde zur Legende

  3. 39 halbseitige Miniaturen schmücken die bayerische Übersetzung von Konrad dem Pfaffen aus der Zeit um 1170

Rolandslied des Pfaffen Konrad

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  1. Beschreibung
  2. Einzelseite
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Beschreibung
Rolandslied des Pfaffen Konrad

Das aus dem 11. Jahrhundert stammende Rolandslied ist das älteste erhaltene größere Werk der französischen Literatur und das berühmteste Beispiel für ein Chanson de geste oder "Lied der Kriegstaten". Im Mittelpunkt der Erzählung steht die Figur Rolands, eines Ritters und Hauptmanns im Dienste Karls des Großen, der als Anführer der Nachhut des fränkischen Heeres bei der Schlacht am Pass von Roncevaux 778 in einen Hinterhalt geriet und starb. Diese ausgeschmückte Nacherzählung der Schlacht und der sie umgebenden Ereignisse wurde von Troubadouren zur Unterhaltung der ritterlichen Klasse vorgetragen und ist in zahlreichen illuminierten Manuskripten überliefert. Ein deutscher Dichter namens Konrad der Pfaffe übersetzte das Werk um 1170, wahrscheinlich in Regensburg, aus dem Französischen in den bayerischen Dialekt und ersetzte die spezifisch französischen Themen durch breitere christliche Themen. Die vorliegende Handschrift entstand Ende des 12. Jahrhunderts und ihr sauber geschriebener Text wird von 39 halbseitigen Miniaturen geschmückt. Obwohl sie unkoloriert sind, sind sie offensichtlich das Werk einer geschickten Hand und illustrieren die geschilderten Ereignisse sehr anschaulich.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Song of Roland
Rolandslied des Pfaffen Konrad
Chanson de Roland
Umfang / Format
148 Seiten / 22,0 x 16,0 cm
Herkunft
Deutschland
Datum
Spätes 12. Jahrhundert
Stil
Sprache
Schrift
Frühgotische Minuskel
Buchschmuck
39 Federzeichnungen
Inhalt
Deutsche Übersetzung des berühmtesten „Chanson de geste“
Künstler / Schule

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Rolandslied des Pfaffen Konrad Faksimile
Reichert Verlag – Wiesbaden, 1970
Einzelseite

Rolandslied des Pfaffen Konrad

Genelun konferiert mit den Heiden unter einem Olivenbaum

Des Pfaffens Konrad Version des Rolandsliedes unterscheidet sich vom Original dadurch, dass der religiöse Ton noch ausgeprägter ist und an die Stelle des fränkischen Patriotismus ein glühender Kreuzfahrergeist getreten ist: Karl der Große ist der vorbildliche christliche Herrscher, Roland der unvergleichliche christliche Ritter, der sich wie ein Märtyrer aufopfert, und der Verräter Ganelon (hier Genelun geschrieben) verrät nicht nur sein Land, sondern auch seinen Glauben.

Rolands Stiefvater Genelun (mit Hut) ist paranoid, weil er glaubt, selbst verraten zu werden, und schmiedet eine Verschwörung mit den heidnischen Sarazenen, um die Franken in einen Hinterhalt zu locken, Roland zu töten und Karl den Großen und sein Reich zu stürzen. Wenn auch der Olivenbaum einfach wie ein Lolli gezeichnet ist, hat der Künstler den stark gestikulierenden Figuren individuelle und ausdrucksstarke Gesichter gegeben und sie in Gewänder mit natürlichem Faltenwurf gekleidet.

Rolandslied des Pfaffen Konrad
Faksimile-Editionen

#1 Rolandslied des Pfaffen Konrad

Reichert Verlag – Wiesbaden, 1970

Details zur Faksimile-Edition:

Verlag: Reichert Verlag – Wiesbaden, 1970
Einband: Leineneinband mit Lederrücken
Kommentar: 1 Band von C. Scheufele, Wilfried Werner und Heinz Zirnbauer
Sprache: Deutsch
Faksimile: 1 Band Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband.
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