Die berühmte große Heidelberger Liederhandschrift: Ein einzigartiger Schatz deutscher Literatur, mittelalterlicher Geschichte und gotischer Buchmalerei

Codex Manesse

Zürich, Bodenseeraum — Nach 1310 bis um 1340

Codex Manesse

Codex Manesse

Zürich, Bodenseeraum — Nach 1310 bis um 1340

  1. Die „umfassendste Sammlung mittelhochdeutscher Lieder und Gedichte“ von 140 Dichtern des Mittelalters

  2. 6.000 Strophen mittelhochdeutscher Texte, die sich um das Hauptthema der höfischen Liebe drehen

  3. 137 ganzseitige Miniaturen von höchster Qualität bieten u.a. einen tiefen Einblick in die mittelalterliche Liebeswerbung

Codex Manesse

Alternativ-Titel:
  • Heidelberger Liederhandschrift
  • The Great Heidelberg song manuscript
  • Manesse song manuscript
  • Manesse Codex
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Bildvon
Ausgabe bei uns verfügbar
Angebot bitte anfragen!
  1. Kurzbeschreibung
  2. Kodikologie

Kurzbeschreibung

Eine der wichtigsten Handschriften des gesamten Mittelalters wird heute in der Heidelberger Universitätsbibliothek aufbewahrt: der sogenannte Codex Manesse, auch bekannt als Heidelberger Liederhandschrift. Eine unglaubliche Besitzgeschichte rankt sich um die Handschrift, die zwischen 1300 und 1340 in Zürich entstanden ist. Der Codex enthält mit 6000 Strophen mittelhochdeutscher Lyrik von 140 Dichtern die „umfangreichste Sammlung mittelhochdeutscher Lied- und Spruchdichtung“. Die Gedichte, Lieder und Sprüche kreisen um das Hauptthema der höfischen Minne. Wunderbar illustriert sind diese Zeugnisse mittelalterlicher Lyrik mit 137 herrlichen ganzseitigen Miniaturen. Somit ist der Codex Manesse nicht nur ein wahrer Schatz der deutschen Literatur und der mittelalterlichen Geschichte, sondern auch und besonders der gotischen Buchmalerei!

Codex Manesse

Eine der wichtigsten Handschriften des gesamten Mittelalters wird heute in der Heidelberger Universitätsbibliothek aufbewahrt: der sogenannte Codex Manesse, auch bekannt als Heidelberger Liederhandschrift. Eine unglaubliche Besitzgeschichte rankt sich um die Handschrift, die zwischen 1300 und 1340 in Zürich entstanden ist. Der Codex enthält mit 6000 Strophen mittelhochdeutscher Lyrik von 140 Dichtern die „umfangreichste Sammlung mittelhochdeutscher Lied- und Spruchdichtung“. Die Gedichte, Lieder und Sprüche kreisen um das Hauptthema der höfischen Minne. Wunderbar illustriert sind diese Zeugnisse mittelalterlicher Lyrik mit 137 herrlichen ganzseitigen Miniaturen. Somit ist der Codex Manesse nicht nur ein wahrer Schatz der deutschen Literatur und der mittelalterlichen Geschichte, sondern auch und besonders der gotischen Buchmalerei!

Einmaliges Zeugnis mittelhochdeutscher Lyrik

Als Auftrag- und Namensgeber der berühmten Handschrift gilt die Patrizierfamilie Manesse aus Zürich. Der Zürcher Patrizier Rüdiger Manesse und sein Sohn Johann legten zu Beginn des 14. Jahrhunderts eine umfangreiche Sammlung mittelhochdeutscher Lyrik an, die den Grundstock des Codex bildete. Bis um 1340 wurde diese dann stetig erweitert und ergänzt. Der Codex Manesse enthält insgesamt 6000 Strophen mittelhochdeutscher Lyrik, Lieder und Sprüche von 140 Autoren, darunter so bekannte Namen wie Walther von der Vogelweide, Wolfram von Eschenbach, Hartmann von Aue, Gottfried von Straßburg und Ulrich von Liechtenstein. Die Lyrik aus der Zeit von 1160/70 bis um 1330 ist hier zum Teil einmalig festgehalten, was die Heidelberger Liederhandschrift zur wichtigsten Quelle für den Minnesang macht. Kurioserweise sind die Gesänge und Gedichte nach dem Stand ihrer Verfasser geordnet. Die Handschrift beginnt mit der Lyrik von Kaiser Heinrich VI. als vornehmstem Dichter. Darauf folgen Könige, Herzöge und weitere Adlige bis hin zu den bürgerlichen und Berufs-Dichtern.

Das Ringen um den Schatz

Heute wird der Codex Manesse in Heidelberg aufbewahrt. Doch rankt sich um die Handschrift eine äußerst spannende, wechselvolle Provenienz. Erstmals taucht die Handschrift Ende des 16. Jahrhunderts wieder auf, als Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz (1583-1610) den Codex nach Heidelberg holte. Dort war sie Teil der berühmten Bibliotheca Palatina, wurde jedoch scheinbar schon damals als eine einmalige Besonderheit geschätzt, in Sicherheit gebracht und so davor bewahrt, wie die gesamte übrigen Bestände der Bibliothek nach Rom verbracht zu werden. Danach erscheint der Codex Manesse erst wieder im 17. Jahrhundert in Frankreich, wo er Teil der Königlichen Bibliothek ist. Die Handschrift wurde bald als bedeutendes deutsches Kulturgut entdeckt und um ihre Rückkehr nach Deutschland gekämpft. Diese gelang jedoch erst im Jahr 1887, als sie in einem spektakulären Tauschgeschäft – für 120 000 Francs und 166 wertvolle, zum Teil karolingische Handschriften – nach Genehmigung durch Reichskanzler Otto von Bismarck an Deutschland übergeben wurde und ihren Platz in der Universitätsbibliothek von Heidelberg fand. Damit folgte man dem historischen Willen Kaiser Friedrich III., der den Codex Manesse der Heidelberger Bibliothek als Nachfolgerin der berühmten Bibliotheca Palatina anvertraut hatte.

Bedeutende Miniaturen als reicher Bilderschmuck

Neben der einzigartigen Quelle für mittelhochdeutsche Lyrik ist die Heidelberger Liederhandschrift vor allem für ihre prächtige und qualitätvolle künstlerische Ausstattung berühmt. Diese präsentiert die Buchmalerei des Oberrheins zur Zeit der Staufer in Vollendung. 137 ganzseitige Miniaturen von vier verschiedenen Meistern schmücken die insgesamt 852 Seiten der Handschrift. Die Kunstgeschichte unterscheidet zwischen dem sogenannten Grundstockmeister, der für 110 der prächtigen Miniaturen verantwortlich war, und drei Nachfolgern. In wunderschönen vielfarbigen Schmuckrahmen präsentieren die Miniaturen Szenen aus der höfischen Welt des Mittelalters. Sie kreisen wie die Gedichte um das Hauptthema Minne, die erotische Liebe zwischen Mann und Frau. So zeigt eine der Darstellungen etwa ein edles Fräulein zu Pferde mit einem goldenen Pfeil in der Hand. Mit diesem goldenen Pfeil zielt sie auf einen jungen Mann, wohl einen Dichter - ein uraltes Symbol der Liebe. Andere Szenen präsentieren Könige bei der Falkenjagd, kämpfende Ritter in prachtvollen Rüstungen im Turnier, von edlen Damen beobachtet und beurteilt, oder die Krönung eines Dichters durch eine Frau, die ihm einen Kranz aufs Haupt setzt. Auf diese Weise bietet der Codex einen tiefgehenden Einblick in die Welt des hohen Mittelalters. Zugleich präsentieren sich die Künstler mit ihren außergewöhnlichen Bildkompositionen als herausragende Meister der mittelalterlichen Buchmalerei.
Diese Verbindung von mittelhochdeutscher Lyrik und gotischer Buchmalerei, allesamt von höchster Qualität, macht den Codex Manesse zur wertvollsten Handschrift der Heidelberger Universitätsbibliothek und zugleich zu einem der bedeutendsten Codices des gesamten Mittelalters!

Kodikologie

Alternativ-Titel
Heidelberger Liederhandschrift
The Great Heidelberg song manuscript
Manesse song manuscript
Manesse Codex
Umfang / Format
852 Seiten / 35,5 x 25,0 cm
Datum
Nach 1310 bis um 1340
Sprache
Buchschmuck
137 ganzseitige Miniaturen, 1 Federzeichnung
Inhalt
Sammelhandschrift von 6000 Strophen mittelhochdeutscher Lyrik (Lieder und Sprüche) von 1160/1170 bis etwa 1330. Damit ist der Codex Manesse die wichtigste Quelle für den Minnesang.
Auftraggeber
Der Auftraggeber ist bis heute unbekannt, wohl stammt er aber aus dem Umkreis der Züricher Patrizierfamilie Manesse, die der Handschrift ihren Namen gab, oder der Familie des Thurgauer Grafen von Toggenberg
Künstler / Schule
Vorbesitzer
Codex Manesse

Codex Manesse

Porträt des Verfassers König Konrads des Jüngeren

König Konrad der Jüngere (1252-1268) trägt nicht nur den Beinamen Konradin, sondern ist auch der zweite Verfasser dieser Gedichtesammlung, die nur von Kaiser Karl IV. (1316-1378) in den Schatten gestellt wird. Obwohl er erst 16 Jahre alt war, schrieb Konrad zwei Lieder, die für würdig befunden wurden, in dieses Manuskript aufgenommen zu werden. Er ist hier mit seinem Freund und Verbündeten Markgraf Friedrich I. von Baden auf der Falkenjagd dargestellt.

Die beiden Adligen widmen sich gemeinsam dieser Lieblingsbeschäftigung der Aristokratie und der mit Krone dargestellte Konrad hat gerade seinen Falken freigelassen. Seine Jagdhunde schauen genauso erwartungsvoll wie sein Freund Friedrich, der ein rotes Gewand trägt. Für Konrads Krone, den Kragen seiner grünen Tunika, den Sattel und das Wappen sowie den mit Rautenmuster versehenen roten und blauen Rahmen wurde Blattgold gezielt eingesetzt.

1 verfügbare Faksimile-Ausgabe(n) von „Codex Manesse“

Codex Manesse
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Codex Manesse – Cod. Pal. germ. 848 – Universitätsbibliothek (Heidelberg, Deutschland)
Bildvon

Codex Manesse

Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten)
Verlag
Insel Verlag – Frankfurt, 1975-1981
Einband
Brauner, geprägter Rindsleder-Einband auf echten Bünden und mit 2 Buchschließen
Kommentar
1 Band (194 Seiten) von Walter Koschorreck und Wilfried Werner
Mehr Informationen
Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband. Die Blätter sind originalgetreu randbeschnitten.
Details
Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten)
  1. Dazu passende Werke
  2. Dazu passende Hintergrund-Artikel

Dazu passende Werke

Medici-Aesop

Medici-Aesop

Ein Griechisch-Lehrbuch für den ältesten Sohn Lorenzo de' Medicis: Die Aesop-Fabeln in den Bildern der Renaissance

Erfahren Sie mehr
Gedicht von der Eroberung Granadas

Gedicht von der Eroberung Granadas

Als Geschenk für die Katholischen Könige: Ein historiographisches Gedicht über die Reconquista von Pedro Marcuello

Erfahren Sie mehr
Verlag