Von zentraler Bedeutung für die Entwicklung des Kirchenjahres: Eine geheimnisvolle Handschrift mit einem uralten Kirchenkalender

Würzburger Lektionar

8. Jahrhundert

Würzburger Lektionar

Würzburger Lektionar

— 8. Jahrhundert

  1. Dieses Manuskript und das Geheimnis, das es umgibt, sind von zentraler Bedeutung für das Studium des römischen Kalenderjahres

  2. Es folgt dem Verlauf des Kirchenjahres in der Art von Sakramentaren und Lektionaren des 8./9. Jahrhunderts

  3. Die Ursprünge des Manuskripts sind noch umstritten, ebenso wie der Zweck des darin enthaltenen Kirchenkalenders

Würzburger Lektionar

Alternativ-Titel:
  • Comes Romanus Wirziburgensis
  • Würzburg Lectionary
Würzburger Lektionar – M. p. th. f. 62 – Universitätsbibliothek (Würzburg, Deutschland)
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  1. Kurzbeschreibung
  2. Kodikologie

Kurzbeschreibung

Diese alte Handschrift, die heute in der Würzburger Universitätsbibliothek aufbewahrt wird, wirft trotz eifrig erfolgter gelehrter Diskussion viele Fragen auf, die auf ihre Beantwortung warten: Ort und Zeit ihrer Entstehung sind umstritten – Mitte des 8. Jahrhunderts in England oder Rom könnten inhaltlich sowie wegen der als angelsächsischen Minuskel erkenntlichen Schrift denkbar sein. Möglicherweise hat sogar ein Mitarbeiter oder Bote des aus Südengland stammenden Bischofs Burkard (683-755), des ersten Bischofs von Würzburg, sie in seinem Auftrag für das Bistum Würzburg in Rom abgeschrieben. Der Inhalt gibt aber auch Rätsel auf: Den ersten Teil bildet ein römischer Festkalender mit Stationsangaben (1r-2v), auf den eine Epistelliste (2v-10v) sowie eine Evangelienliste (10v-16v) folgen. Merkwürdig ist auch, dass kein einziger liturgischer Text geboten wird, sondern lediglich das Datum genannt wird. Ein bedeutendes Zeugnis der frühen römischen Liturgie!

Das Verständnis dieses Textes stellt einige Anforderungen an die Kenntnis des römischen Kirchenjahres und des Entstehens der römischen Liturgie. Der "Einstieg" wird indessen durch die sorgfältige Analyse von Geschichte und Inhalt des Codex in der Einführung und durch die umfassenden Literaturhinweise erleichtert, die sich auch auf neueste Untersuchungsergebnisse beziehen.

Die sauber und regelmäßig und sehr platzsparend geschriebene Handschrift, nach B. Bischoff und J. Hoffmann eine angelsächsische Minuskel, gliedert sich deutlich in zwei, wenn nicht drei Teile: Zuerst ist eine Art Register, eine Übersicht über das römische Kirchenjahr zu finden (mit Stationsangaben), gefolgt von einer Epistelliste. Der zweite Teil, die Evangelienliste, ist auf Grund der Forschungen von Morin in die 2. Hälfte des 7. Jh.s zu datieren.

Mit dieser Veröffentlichung aus den Schätzen der Würzburger Schreibschule und Dombibliothek des 8. und 9. Jh.s wird dem Forscher ein bedeutendes Zeugnis der frühen römischen Liturgie und ein sehr schönes Beispiel der angelsächsischen Minuskelschrift vorgelegt.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Comes Romanus Wirziburgensis
Würzburg Lectionary
Umfang / Format
32 Seiten / 35,0 x 27,0 cm
Datum
8. Jahrhundert
Sprache

1 verfügbare Faksimile-Ausgabe(n) von „Würzburger Lektionar“

Comes Romanus Wirziburgensis
Würzburger Lektionar – M. p. th. f. 62 – Universitätsbibliothek (Würzburg, Deutschland)
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Comes Romanus Wirziburgensis

Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten)
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Akademische Druck- u. Verlagsanstalt (ADEVA) – Graz, 1968
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1 Band (36 Seiten) von H. Thurn
Sprache: Deutsch
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