Karolingisches Sakramentar

Karolingisches Sakramentar

Abtei von Saint-Amand (Frankreich) — Um 870

Ein Juwel der Österreichischen Nationalbibliothek: Angelsächsische Ornamentik kombiniert mit karolingisch-fränkischer Schreibkunst und wunderschönen Schmuckseiten

  1. Obwohl nur ein als Fragment erhalten, ist dieses Manuskript heute ein Juwel der Österreichischen Nationalbibliothek

  2. Geschaffen für einen Bischof, kombiniert es angelsächsische Ornamentik mit karolingisch-fränkischer Schreibkunst

  3. Geschrieben mit Gold- und Silbertinte und mit meisterlichen Miniaturen ausgestattet

Karolingisches Sakramentar

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  1. Beschreibung
  2. Detailbild
  3. Einzelseite
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Beschreibung
Karolingisches Sakramentar

Das vorliegende Karolingische Sakramentar könnte für einen Bischof gefertigt worden sein, da es neben dem Messkanon den fast vollständigen Text der Subdiakonatsweihe enthält. Der größte Teil des Kanons ist mit Gold- und Silbertinte in feierlicher Unziale ausgeführt und wird von stabilem Flechtwerk angelsächsischer Provenienz würdevoll gerahmt. Mit dieser Kombination liegt hier die seltene Verbindung von angelsächsischen Schmuckelementen und karolingisch-fränkischer Schreibkunst vor. Die später am Rand und zwischen den Zeilen eingetragenen Notizen geben einen lebendigen Einblick vom Denken dieser Tage. Sie mögen neben den meisterlichen Miniaturen dazu beigetragen haben, dass der Codex der Österreichischen Nationalbibliothek in seiner früheren Signatur ein „C“ mit sich führte und somit zu den Cimelien gezählt wurde, also zu den besonders wertvollen Raritäten einer Bibliothek.

Die Miniaturen **der sächsischen Weltchronik, welche zu den hervorragendsten **Buchmalereien **europäischer Kunst zählen, stellen in erstaunlicher Genauigkeit und Detailtreue die Geschehnisse dar, von denen der Text berichtet. Beispielsweise werden den **sieben Wochentagen sieben römische Götter zugeordnet und zur Ausschmückung der Zuordnung wird auf den folgenden Seiten von den sieben sagenhaften Königen Roms berichtet. Die vorzüglich gezeichneten farbigen Illustrationen sind dabei so angeordnet, dass sie sich direkt neben dem zugehörigen Text befinden. Somit finden die wichtigsten Momente der Erzählung durch farbenprächtige Bilder Eintritt in die Imagination des Lesers.

Kodikologie

Alternativ-Titel
Das Karolingische Sakramentar
Carolingian Sacramentary
Umfang / Format
16 Seiten / 27,8 × 21,5 cm
Herkunft
Frankreich
Datum
Um 870
Sprache
Schrift
Karolingische Minuskel Capitalis Rustica Unzialis
Buchschmuck
8 Zierrahmen und 2 Seiten mit prächtiger Zierschrift

Verfügbare Faksimile-Editionen:
Karolingisches Sakramentar – Cod. Vindob. 958 – Österreichische Nationalbibliothek (Wien, Österreich)
Akademische Druck- u. Verlagsanstalt (ADEVA) – Graz, 1971
Detailbild

Karolingisches Sakramentar

"TE"-Initiale

Große, kunstvolle Initialen waren in der karolingischen Kunst üblich, eine Tradition, die von insularen Handschriften übernommen worden war. Diese Handschrift ist voll von Ornamenten, die sich von angelsächsischem Schmuck und Metallarbeiten beeinflusst zeigen - diese doppelte Initiale sieht aus, als könnte es sich um einen Kerzenständer oder ein Kreuz auf einem Altar handeln. Abgesehen von den perfekt ausgeführten Flechtmustern sticht sie durch ihre Tierköpfe heraus, so etwa die vier Vogelköpfe an den Enden des silbernen "E" mit den ineinandergreifenden Schnäbeln.

Das Karolingische Sakramentar
Einzelseite

Karolingisches Sakramentar

Goldene Textseite

Dieses spektakuläre Fragment ist ein Zeugnis dafür, was für ein Meisterwerk das ursprüngliche Manuskript gewesen sein muss! Die erhaltenen Textseiten mit dem Kanon der Messe sind nämlich alle mit goldener Tinte geschrieben und werden in wunderschöne Rahmen gefügt. Der Text ist in einer ununterbrochenen Folge von Majuskeln geschrieben und wurde offensichtlich von einer meisterhaften Hand ausgeführt.

Dieser feine, im fränkischen Stil gehaltene Unziale-Text ist von einem Rahmen aus Silber und Blattgold umgeben, der stark insular geprägt ist und in den an den Ecken vier Vogelköpfe beißen. Die besondere Form der Flechtmuster erinnert an ornamentale Motive angelsächsischer Schmuckstücke, die sehr begehrt waren. Auch die am Rand gefundenen Notizen sind so fein säuberlich geschrieben, dass sie Teil des ursprünglichen Manuskripts gewesen sein könnten.

Das Karolingische Sakramentar
Faksimile-Editionen

#1 Das Karolingische Sakramentar

Details zur Faksimile-Edition:

Einband: Pergamenteinband, untergebracht in Lederkassette.
Kommentar: 1 Band (28 Seiten) von F. Unterkircher
Sprache: Deutsch

Der wissenschaftliche Kommentar wurde von Franz Unterkircher verfasst und enthält neben einer allgemeinen Einleitung eine Beschreibung des kodikologischen Befunds sowie der Schriften des Textes. Weiters wird die künstlerische Ausstattung sowie der Inhalt der Handschrift beschrieben. Ein Verzeichnis der ausgewählten Literatur beschließt den Kommentarband.
Faksimile: 1 Band Vollfaksimile des gesamten Originaldokuments (siehe unten) Möglichst detailgetreue Reproduktion des gesamten Originaldokuments (Umfang, Format, Farbigkeit). Der Einband entspricht möglicherweise nicht dem ursprünglichen oder aktuellen Dokumenteneinband. Alle Blätter sind originalgetreu randbeschnitten.
Preiskategorie: € (unter 1.000€)
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